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Feiner Kappler - Axel Bassler

Bernhardshöf 11, 77876, Kappelrodeck, DE

Im badischen Achertal, am Fuße des Schwarzwaldes, liegt das beschauliche Örtchen Kappelrodeck – von den Einheimischen „Kappel“ genannt. Mit seinen knapp 6000 Einwohnern hat die Gemeinde beeindruckende 420 Brennereien, was wohl auf die Historie der Gegend zurückzuführen ist. In der frühen Nachkriegszeit, als Armut und Hungersnot das ganze Land beutelten, waren Tauschhandel und eigener Obstanbau stark im Trend. Das führte schließlich dazu, dass Obst steuer- und lizenzfrei zu Branntwein zu destilliert wurde. Die Familie Baßler ist aber eher durch einen Zufall zum Brennen gekommen. Beim Ausheben der Baugrube für das Wohnhaus kam ein altes Kupferbrennbesteck zum Vorschein, die Baupläne kurzerhand geändert, der fehlende Brennkessel gekauft et voila – eine weitere Brennerei war in Kappelrodeck entstanden. Axel Baßler, jetziger Inhaber der Destillerie Feiner Kappler in 4. Generation, sagt selbst, dass es ein langer Weg ist von der Blüte bis in die Flasche, der sich über das ganze Jahr hinwegzieht – die Qualität beginnt quasi schon am Baum. Jedes Stadium und jeder Schritt von der Blüte bis zur Frucht wird von ihm kontrolliert, das milde Klima mit den meisten Sonnenstunden Deutschlands hilft ihm freilich dabei. Die Ernte und anschließende Auslese erfolgen ausschließlich per Hand und noch am Tag der Ernte werden die frischen Früchte eingemaischt, um Fäulnis und Verunreinigung zu vermeiden. Nach der 2-fachen Destillation, die bis heute schonend in eben jener ausgegrabenen Kupferbrennblase stattfindet, werden die Brände in Glasballons und Kupferkesseln gelagert um vor der Abfüllung mit weichem Quellwasser auf Trinkstärke herabgesetzt zu werden. Die Arbeit und die Hingabe zum Detail zahlen sich aber immer wieder aus. So wurden die hochwertigen Brände bereits mehrfach auf das Siegerpodest verschiedener Spirituosenwettbewerbe gehoben.

Aber auch neue, innovative Wege möchte Axel Baßler gehen und hat 2013 seinen ersten Single Malt Whisky „Whitch Hill“ in ein Spätburgunder Fass gefüllt und 3 Jahre eingelagert. Ein weiterer Whisky soll im Jahre 2018 folgen. Damit nicht genug experimentierte Baßler zusammen mit einer Apothekerin an einem Gin. Die Grundlage bilden Wacholder und die traditionell verwendeten Zutaten Koriander und Angelika. Durch Zugabe von Hibiskus, Lavendel und Holunder entstand eine florale Note, deren Leichtigkeit mit der aromatischen Frische der Kaffirlimette abgerundet wird. Um dem Ganzen aber noch die kraftvolle Komponente des Schwarzwalds mitzugeben, wurde noch eine Zutat hinzugefügt, um die sich so manche Mythen ranken und deren Namen ein kleines Geheimnis gemacht wird. Nichts desto trotz überzeugt das Endprodukt durch seine Qualität und Reinheit. Als Fachkraft in der Industrie mit guter Bezahlung, Urlaub und geregelten Arbeitszeiten hörte Axel Baßler doch auf sein Herz, welches für den landwirtschaftlichen Obst- und Weinbau seines Vaters und Großvaters schlug und so wurde seine Berufung zu seinem Beruf, den er mit Freude und Leidenschaft ausübt. „Die Schätze der Natur entdecken und veredeln und konzentrierte Aromen aus eigenem Anbau zu produzieren“, das sei sein Weg, bekennt Baßler heute.

  • Besitzer:
    Axel Baßler
  • Webseite
    www.feinerkappler.de

Brennerei Feiner Kappler - Gin 0,5 l

28,18