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James E. Pepper & Co.

1228 Manchester St Suite 100, 40504, Bardstown, Kentucky, US

Die Whiskey Destille James E. Pepper Distilling Co. wurde von Elijah Pepper im Jahre 1780 gegründet und nach seinem Tod von seinem Sohn Oscar übernommen. Dieser entwickelte die Destille weiter und baute in Glenn’s Creek, Woodforf County in Kentucky ein modernes Gebäude und engagierte den Schotten Dr. James Crow, der die Sour Mash-Methode einführte und perfektionierte. Diese Destille existiert heute immer noch, wenn auch nicht in den Händen der Familie Pepper. Oscars Sohn, James E. Pepper, wurde durch den Tod seines Vaters sehr jung zum Nachfolger, geboren im Jahr 1850, übernahm er bereits 1867 den Betrieb. Er sollte sich zu einer der schillerndsten Figuren der Whiskey Industrie seiner Zeit entwickeln. Erst nachdem er die Familiendestille verkauft hatte und einige Zeit in New York tätig war, lässt er 1869 die James E. Pepper Distillery in Lexington, Kentucky bauen und in Betrieb nehmen. Zeit seines Lebens ist er in Sachen Whiskey unterwegs und betreibt Werbung und Lobbyarbeit für sein Produkt. Im Gedenken an seinen Großvater und dessen Rezeptur, nannte er seinen Flaggschiff-Whiskey „1779“. Er brachte in den 1890ern den Staat Kentucky dazu, seine Gesetze zur Whiskeyabfüllung zu ändern. Nun war es ihm erlaubt, seinen Whiskey in der Destille in Flaschen abzufüllen. Vor diesem Gesetz durften die Brenner ihren Whiskey nur Fassweise verkaufen. James E. Pepper pflegte einen extravaganten Lebenstil. Er unterhielt einen Pferderennstall und reiste in seinem eigenen Eisenbahnwaggon umher, den er „The old Pepper“ nannte. Auch traf er sich mit den Industriemagnaten seiner Zeit gerne im Waldorf Astoria um sich auszutauschen. Ihm zu Ehren wurde der (Achtung Bar-Wissen!) klassische Whiskey Cocktail „Old fashioned“ kreiert, was alte Auszüge aus den Barkarten des Waldorf Astoria belegen. Den Whiskey Unternehmer ereilt, ganz im Gegensatz zu seinem Leben, ein profaner Tod. Im Winter 1906 stürzte er auf einem vereisten Gehweg nahe des Waldorf Astoria Hotels und brach sich mehrfach das Bein. Seine Verletzung verschlimmerte sich und am Heiligabend desselben Jahres starb James E. Pepper in New York. Da er keine Erben hatte, wurde die Firma, die damals als das größte Whiskey-Unternehmen Amerikas galt, verkauft und die Whiskyproduktion noch bis 1958 fortgesetzt. Dann wurde die Produktion komplett eingestellt und das historische Gebäude verfiel zunehmend.

Erst viele Jahrzehnte später kaufte der Spirituosenunternehmer Amir Peay (Georgetown Trading Co.), dessen Wurzeln ebenfalls in Kentucky liegen, die Marke und setzte die Produktion in Louisville, Indiana fort. Das Herzensprojekt des Unternehmers ist die Restaurierung der alten Destille, die aber erst in der zweiten Dekade des neuen Jahrtausends Gestalt annahm. Da es auch im Interesse der Stadtverwaltung war, den verfallenen Bezirk wieder aufzubauen, fördert sie das Projekt eines neuen „Distillery Districts“ im Rahmen der Stadtentwicklung. Einige lokale Unternehmer, unter ihnen Amir Peay, arbeiteten mit der Stadt zusammen und die gesamte Fläche der historischen James E. Pepper Destille von etwa 10 Hektar wurde ab 2008 geplant und zu neuem Leben erweckt. Amir Peay beauftragte die Kupferschmiede von Vendome Copper, nach historischen Zeichnungen die kupferne Brennblase für die neue Destille herzustellen. Dieselbe Firma baute 1934, das Jahr des Beginns der Prohibition in Kentucky, auch schon einmal eine Brennblase für das Unternehmen. Die allererste Charge selbstgebrannter Whiskey entstand 2016, mit lokal erzeugtem Mais und Gerste. Die neu erbaute James E. Copper Destille ist nicht das einzige Highlight bei einem Besuch des neuen Distillery Districts, auch eine Brauerei, eine zweite Whiskey-Destille und verschiedene Bars und Restaurants locken die Besucher nach Lexington. Im Frühjahr 2018 eröffnete das Museum zu Ehren James E. Peppers seine Pforten.

  • gegründet:
    1869 - 1958 und 2008- heute
  • Besitzer:
    Amir Peay (Georgetown Trading Co.)
  • Webseite
    www.jamesepepper.com

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