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Grapperia Nardini

Ponte Vecchio, 2, 36061, Bassano del Grappa, I

Italien ist der Geburtsort des Grappa, nur hier darf das aus Trester gebrannte Destillat "Grappa" genannt werden. Ehemals als Bauerngetränk und zur Aufmunterung von Soldaten auf dem Schlachtfeld gedacht, hat sich durch eine verbesserte Destillationstechnik und viel Öffentlichkeitsarbeit das Image des Grappas radikal verändert. Heute zählen Grappas eher zu den hochpreisigeren Destillaten, nicht zuletzt deshalb, weil Grappa immer noch ein ganz traditioneller Hauch anhaftet und er von den schnellen Moden der Getränkeindustrie nicht so sehr betroffen ist. Neben dem Piemont wird auch in Venetien schon jahrhundertelang Grappa gebrannt. 1779 übernahm Bertolo Nardini die „Osteria del Ponte“ die, wie der Name schon vermuten lässt, direkt an einer Brücke über den Brenta im Örtchen Bassano Veneto, wie es damals hieß, lag. Noch heute existiert diese Grapperia, das Lokal gehört mittlerweile zu den geschützten historischen Lokalen in Italien. Über all die Jahrhunderte wurde die Grapperia in Bassano del Veneto immer von einem Familienmitglied der Nardinis geführt. Die Familie fühlt sich ihrem Heimatort auch deshalb eng verbunden. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Destille an den Ortsrand verlegt, 1928 erfolgte die Umbenennung von Bassano Veneto in Bassano del Grappa. Der Ausbruch des 2. Weltkrieges brachte die Entwicklung des Nardini-Unternehmens ins Stocken. Erst ab den 1950er Jahren expandiert Nardini ins Ausland und führt fast zeitgleich die Reifung durch Lagerung seiner Produkte ein. Ein weiterer Meilenstein in der Unternehmensführung ist die Einführung der Vakuum-Dampfdestillation: bei diesem Verfahren verhindert ein Niedrigtemperaturprozess, dass der Trester überhitzt. Der Vorteil dieser Art von Destillation ist, dass hier Stoffe getrennt werden können, die sich bei einer höheren Temperatur zersetzen würden.

In den 1980ern weiht Nardini sein erstes Test–und Versuchslabor ein, und 2004 werden die „Bolle“, zu Deutsch „Blasen“, gebaut, eine futuristisch anmutende Kreation des zeitgenössischen Architekten Massimiliano Fuksas. Die beiden Glaskörper schweben geradezu über dem Boden und beherbergen ein Besucher- und Kulturzentrum. Auch heute stehen vier Familienmitglieder an der Spitze des Unternehmen: Angelo, Antonio, Cristina und Leonardo Nardini. Das Unternehmen ist Mitglied in der Organisation „Les Henokiens“, einem Zusammenschluss von Familienunternehmen, deren Credo vor allem Langlebigkeit und Beständigkeit ist; eines der Aufnahmekriterien ist ein Mindestalter des Unternehmens von 200 Jahren. Neben der Destille in Bassano del Grappa existiert noch eine weitere große Destille in Monastier, etwa 1,5 Autostunden von Bassano entfernt. Nardini bezieht seine Trauben aus Venetien und Friaul. Die roten Sorten Cabernet Sauvignon und Merlot werden ebenso zu Grappa verarbeitet wie die weißen Sorten Pinot Bianco und Friulano. Der Trester wird direkt nach der Lese in die Brennerei gebracht und dort ohne die Zugabe von Gärmitteln luftdicht bis zur Verarbeitung aufbewahrt. Neben ihrem Grappa stellt Nardini auch Bitters und Aperitifs sowie Liköre, Brandy und Obstbrände her und engagieren sich stark in der Bar- und Mixszene. Insgesamt hat sich dieses Traditionsunternehmen sehr modern und zeitgemäß aufgestellt.

  • gegründet:
    1779
  • Webseite
    www.nardini.it

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