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Zwack Unicum

Soroksári út 26., 1095, Budapest, HU

Unicum ist ein ungarischer Magenbitter, dessen Name auf den angeblichen Ausruf „Das ist ein Unicum!“ vom Kaiser Joseph II. zurückgehen soll, der im Jahre 1790 von seinem Hofarzt Dr. Zwack etwas von diesem Likör verabreicht bekam – genutzt hat es dem ohnehin nicht sonderlich beliebten Joseph nichts, denn er verstarb im Februar 1790 an der Tuberkulose. Der Magenbitter wird dennoch bis heute nach altem Geheimrezept aus mehr als 40 verschiedenen Kräutern und Wurzeln hergestellt, die aus allen fünf Kontinenten stammen. Einige Kräuter wachsen in der ungarischen Tiefebene, andere wertvolle Inhaltsstoffe werden aus Marokko, China, Indien, Sri Lanka, Indonesien und Nigeria importiert. Alle Ingredienzien werden für einige Wochen in Alkohol eingelegt und anschließend nochmals destilliert. Danach reift der Zwack Unicum noch für 6 Monate in Eichenfässern. Der Kräuterschnaps hat 40% vol. Alkohol und sollte bei einer Temperatur von 8-10° C getrunken werden. Die erste Zwack-Brennerei wurde 1840 von Josef Zwack in Pest erbaut – was bis heute als Gründungszeitpunkt der Firma gilt. 1883 wurde Unicum schließlich patentiert und bereits damals in den grünen runden Flaschen mit dem Kreuz verkauft. Knapp zehn Jahre später wurde die Produktionsstätte aufgrund der hohen Exporte zu klein und so zog die Firma in den 9. Bezirk von Budapest. Im Jahre 1895 erhielt die Firma Zwack von Kaiser Franz Josef den Titel des kaiserlich- und königlichen Hoflieferanten. Die Weltwirtschaftskrise in den 1930ern führte zum ersten großen Einbruch – in der Zeit versuchte sich das Unternehmen mit der Herstellung von Leuchtreklamen über Wasser zu halten.

Dann folgte der zweite Weltkrieg und mit ihm die Zerstörung der Fabrik. Als dann 1948 alles wieder soweit aufgebaut war, dass die Produktion wieder aufgenommen werden konnte, wurde das gesamte Unternehmen konfisziert und verstaatlicht. Ab diesem Zeitpunkt kam ein Unicum auf den Markt, der nach einem falschen Rezept hergestellt wurde – die Familie Zwack hatte bei der Enteignung schlicht ein abgeändertes Rezept übergeben, bevor sie nach Italien ausreisten, wo die Produktion nach Originalrezept wieder aufgenommen wurde. Damit gab es plötzlich zwei Unicums auf dem Markt. 1958 gewann János Zwack vor dem internationalen Gerichtshof den wahrscheinlich wichtigsten Prozess der Familiengeschichte: das staatliche Unternehmen in Budapest durfte fortan den Markennamen Unicum wenigstens im Westen nicht mehr verwenden. Erst im Jahre 1992 gelang Peter Zwack – inzwischen die 5. Generation – durch die Gründung der Zwack Unicum AG mit vielen Hindernissen der Rückkauf des gesamten Unternehmens vom Staat. Seither wird der Magenbitter wieder nach der Originalrezeptur hergestellt.

  • gegründet:
    1840
  • Webseite
    www.zwack.hu

Zwack Unicum Kräuterlikör

14,08