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Weingut Georg Mosbacher

Weinstr. 27, 67174, Forst, DE

Wer an einem Sommertag in die Region westlich von Mannheim fährt, wähnt sich beim Anblick von Kiwispalieren und Feigenbäumen in südlicheren Gefilden. Die Vorderpfalz ist klimatisch äußerst begünstigt und mit 1800 Sonnenstunden im Jahr die wärmste Klimazone nördlich der Alpen. Die Haardt, ein Mittelgebirgszug am Ostrand des Pfälzerwaldes, schützt die vorgelagerte Ebene vor Regen und Unwettern. Hier finden sich malerische Ortschaften entlang der Deutschen Weinstraße, die ganz und gar vom Weinbau geprägt sind. Unweit von Deidesheim liegt Forst, die Heimat des Weingutes Georg Mosbacher. Das Weingut ist mit seinen nur 20 ha Weinbergen eine Perle in der Pfälzer Weinlandschaft. Es wurde 1920 von Richard Mosbacher Senior gegründet, der es nach seinem Vater benannte. Sein Sohn Richard Mosbacher Junior erarbeitete sich Ruf und Ansehen in der Weinwelt. Unterstützung erfuhr er seit 1992 seitens seiner Tochter Sabine Mosbacher-Düringer und Ihrem Mann, die heute gemeinsam das Weingut führen.

Auch die neue Generation entwickelt den Betrieb stetig weiter- seit 1993 gehört Mosbacher zum VDP, seit 2012 wird biologischer Weinbau betrieben. Das Portfolio soll demnächst um Bioweine erweitert werden. Es sind einige der besten Pfälzer Weinlagen (wie z.B. das Forster Ungeheuer), die ihre besonderen Eigenschaften bei sorgfältiger Pflege in die Trauben bringen – im Keller sorgt dann Jürgen Düringer und sein Team dafür, dass daraus die Weine werden, die von Kennern aus der ganzen Welt geschätzt werden. Bezeichnend ist auch, dass bei Mosbacher von Hand gelesen wird, und das in einer Region, in der die maschinelle Lese eher die Regel als die Ausnahme ist. Die Vorteile liegen auf der Hand: das Lesegut kann genau geprüft und falls nötig selektiert werden, die Lese von Hand ist schonender für die Trauben und manchmal wird einfach in zwei Durchgängen gelesen – alles klare Qualitätsvorteile. Der einzige Nachteil sind die achtmal höheren Kosten. Das Flaggschiff des Betriebes ist ohne Zweifel der Riesling, der auf den Basalt -, Buntsandstein -, und Kalksteingeröllböden zur Höchstform aufläuft. So ist es nicht verwunderlich, dass der Riesling 77% der Rebfläche belegt. Weitere Rebsorten in sind unter anderem der Weißburgunder mit 6% und der Spätburgunder mit 7% Rebfläche. Gerhard Eichelmann Deutschlands Weine 2020 *Seit über 200 Jahren betreibt die Familie Weinbau in Forst. Richard Mosbacher sen. gründete das Weingut 1020 zusammen mit seinen Schwestern und benannte es nach seinem Vater Georg. Sein Sohn Richard und Ehefrau übernahmen das gut in den sechziger Jahren, seit 1992 leiten Tochter Sabine und ihr Ehemann Jürgen Düringer, beide Geisenheim-Absolventen, den Betrieb. 1993 wurde das Weingut in den VDP aufgenommen. Die Weinberge liegen in Forst und Deidesheim. Große Gewächse erzeugen sie in den Forster Lagen Pechstein (Basalt, Buntsandsteingeröll), Ungeheuer (Buntsandstein mit Kalkgeröll und Basalt), Jesuitengarten (kräftiger Lehmboden, durchzogen mit Buntsandstein und Basaltgeröll) und Freundstück (Buntsandsteingeröll, stellenweise etwas Kalkgeröll), sowie im Deidesheimer Kieselberg (lehmiger Sand, stellenweise Buntsandstein und Geröll). Weitere Weinberge besitzen sie in den Forster Lagen Musenhang, Stift und Elster, in den Deidesheimer Lagen Herrgottsacker, Mäushöhle und Leinhöhle und in Wachenheim in den Lagen Gerümpel, Altenburg und Goldbächel. Riesling ist die mit Abstand wichtigste Rebsorte im Betrieb, steht auf drei Viertel der Rebfläche. Daneben gibt es ein klein wenig Weiß- und Grauburgunder, Gewürztraminer, Sauvignon Blanc und Cabernet Blanc, Rotweinsorten stehen auf 10 Prozent der Fläche, Spätburgunder, Dornfelder und Merlot. Kollektion Zu unserem Favoriten der vergangenen Jahre, dem Großen Gewächs aus dem Pechstein, gesellt sich in diesem Jahr als zweite Spitze sein Pendant aus dem Jesuitengarten, der Pechstein zeigt feine Holzwürze, etwas rauchige Noten und viel gelbe Frucht, Aprikose, Pfirsich, Apfel, besitzt auch am Gaumen deutliches Holz, leicht süße Frucht, feinen Grip und Länge, der Jesuitengarten zeigt ebenfalls deutliche Holznoten, dazu Zitruswürze, Ananas, Grapefruit, besitzt Kraft und ein feines, animierendes und nachhaltiges Säurespiel. Fast genauso stark wie die Beiden ist das neue Große Gewächs aus dem Langenmorgen, im Bouquet zunächst noch leicht verhalten besitzt der Wein am Gaumen viel gelbe, ebenfalls leicht süße Frucht, Steinobst, Aprikose Pfirsich, und ein feines Säurespiel und gute Länge, das Ungeheuer zeigt feine rauchige und kräutrige Würze, besitzt klare, gelbe Frucht, ist animierend und nachhaltig, das Freundstück ist ebenfalls gelbfruchtig, zeigt Pfirsich, Orangenschale, dezentes Holz und etwas kräutrige Noten, besitzt gute Konzentration und Länge, und auch der Kieselberg besitzt viel gelbe Frucht, Aprikose, Zitrusnoten und ein sehr feines Säurespiel. Wie schon im vergangenen Jahr sind die Erste Lage- und die Ortsrieslinge auf einem gleichmäßig guten Niveau, unser Favorit ist ganz knapp der Gerümpel, der etwas komplexer und nachhaltiger als die anderen ist, kräutrig-mineralische Würze und gelbe Frucht, Ananas, Orangenschale, zeigt, guten Grip besitzt und animierend ist, genauso hoch bewerten wir aber auch den „Basalt“, der klare Frucht, Ananas, Aprikose und dezentes Holz zeigt und den „Kalkstein“, der wesentlich deutlichere Holzwürze zeigt, etwas Vanille und Pfirsich, und gute Länge besitzt, der „Buntsandstein“ ist sehr fruchtbetont, kraftvoll, füllig und leicht süß, der Musenhang zeigt leicht steinige Noten, etwas Aprikose und grünen Apfel, ist leicht animierend, der Paradiesgarten zeigt gelbe Frucht, Aprikose, Orangenschale und feine kräutrige Noten, der Gutsriesling ist ebenfalls gelbfruchtig mit Noten von Aprikose, Pfirsich und etwas Zitruswürze, am Gaumen besitzt er etwas Fülle, aber auch Frische. Auch der Sauvignon Blanc Fumé zeigt viel gelbe Frucht, Pfirsich, Maracuja, und feine Röstnoten, ist elegant, leicht rauchig und frisch, der Weißburgunder „SL“ aus dem Jahrgang 2017 zeigt schon deutliche Reifenoten, Quitte und Birne, ist am Gaumen saftig und weich, der Cabernet Blanc ist ganz reintönig, zeigt etwas Maracuja und Stachelbeerwürze, ist fruchtbetont und frisch, die Cuvée aus Weißburgunder und Chardonnay zeigt klare Aromen und Aprikose, Birne und Melone, ist kraftvoll, leicht stoffig, aber auch frisch und auch der Blanc de Noirs zeigt Birne im Bouquet, besitzt leicht süße Frucht und florale Würze.* Falstaff Wein Guide Deutschland 2020 *Beim familiengeführten Weingut Mosbacher im malerischen Forst steht der Riesling an erster Stelle. Wie könnte es anders sein bei einem Lagenportfolio voller Forster, Deidesheimer und Wachenheimer Spitzenlagen? Insgesamt 22 Hektar bewirtschaften Sabine Mosbacher-Düringer und ihr Mann Jürgen Düringer in dritter Generation, neben dem komplexen GG aus dem Forster Ungeheuer tritt auch der Riesling aus dem Forster Musenhang mit seiner feinen mineralischen Art ins Rampenlicht. Mehr als nur ein Nebenprodukt ist zudem der feinwürzige und vornehme Sauvignon Blanc >>Fuméeinfach

  • gegründet:
    1920
  • bewirtschaftete Fläche:
    20 Hektar
  • Mitgliedschaft/Verbände:
    VdP, Vinissima
  • Kellermeister/-in:
    Jürgen Düringer
  • Besitzer:
    Familie Mosbacher und Düringer
  • Webseite
    www.georg-mosbacher.de
Angebote dieses Erzeugers:

2017 Mosbacher Forster Ungeheuer Riesling VDP.Grosse Lage

33,60

2015 Mosbacher Dornfelder VDP.Gutswein

8,95

2018 Mosbacher Sauvignon Blanc QbA

12,10

2018 Weingut Georg Mosbacher - Forster Pechstein Riesling VDP.Grosse Lage

33,60

2018 Mosbacher Riesling 1,0 l

8,65

2017 Mosbacher Sauvignon Blanc Fume QbA

20,90