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Cantina Napolini

Vocabolo Gallo n.71, 06036, Montefalco (PG), I

„Das grüne Herz Italiens“ wird die Region Umbrien auch genannt. Sie befindet sich gewissermaßen in der Mitte Mittelitaliens. Die fruchtbaren Böden, die lebhaften Flüsse und das Klima machen die Gegend so attraktiv für die Landwirtschaft. Umbrien ist die einzige italienische autonome Region, die weder eine Meeresküste, noch eine Grenze zu einem anderen Land besitzt. Im Westen grenzt sie an die Marken, gesäumt vom Umbrischen Apennin, im Osten an die Toskana und das Latium. Umbrien besteht aus nur zwei Provinzen; der Provinz Terni und der Provinz Perugia, in der auch eines der bekanntesten Weinbaugebiete Umbriens liegt – die DOC Montefalco . Diese seit 1979 zugelassene DOC gilt sowohl für Rot – als auch für Weißweine. Die beiden am weitesten verbreiteten authochthonen Rebsorten sind der weiße Grechetto und der rote Sagrantino. Letztere Sorte bekam 1993 die Anerkennung in Form einer enger gefassten Klassifikation: die DOCG Sagrantino Montefalco. Einer der familiengeführten traditionellen Weinbaubetriebe in Montefalcone ist die Cantina Napolini. Die Familie Napolini bewirtschaftet seit Generationen das Land um Montefalcone und führt damit die Weinbautradition weiter, die bereits im Jahre 1088 n.Chr. von der Abtei Santa Maria dokumentiert wurde. Die Eltern Matteo und Clara kümmern sich seit jeher um die Weinbergarbeit, Sohn Mario hat die Leitung im Keller und in der Weinbereitung inne. Neben dem Grechetto und dem Sagrantino stehen noch Sangiovese, Merlot, Montepulciano, Trebbiano, Tocai und Malvasia in den Weinbergen von Montefalcone. Die Napolinis stehen in dem Ruf, einen ursprünglichen, italienischen Sagrantino zu vinifizieren, wobei andere Winzer diese Reben in ein eher internationales Kostüm zwängen wollen. Auch die süße Variante des Sagrantino, der Passito, wird in der Cantina hergestellt. Dabei werden die Beeren, ähnlich wie beim Amarone, in Holzgestellen zunächst getrocknet, bevor sie weiter verarbeitet werden. Alle Trauben werden bei Napolini von Hand gelesen und in Edelstahltanks mit natürlich vorkommenden Hefen vergoren. Die Rotweine lagern zwischen 18 und 24 Monaten in Holzfässern aus slawonischer und französischer Eiche und im Anschluss bis zu neun weitere Monate auf der Flasche, bevor sie in den Verkauf kommen. Die Napolinis halten die Weinbergsbearbeitung so natürlich wie möglich: so werden nur Kupfer und Schwefel auf den 30 Hektar Rebfläche angewendet und auch dies so minimal wie möglich.

  • bewirtschaftete Fläche:
    30 ha
  • Kellermeister/-in:
    Mario Napolini
  • Besitzer:
    Familie Napolini
  • Webseite
    www.napolini.it