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Weingut Bergdolt Klostergut St. Lamprecht

Dudostr. 17, 67435, Neustadt a.d.W., D

Laut Urkunde vom 4. Oktober 1754 übernimmt Jakob Bergdolt für 2300 Gulden und einer jährlichen Naturalpacht in Form von Korn und Wein das ehemalige Klostergut St. Lamprecht von der Universität Heidelberg in Erbbestand. Heute wird die 250-jährige Familientradition des Weinguts in nunmehr 8. und 9. Generation von Rainer, Günther und Carolin Bergdolt weitergeführt. Qualitätsstreben ist seit seiner Gründung im Jahr 1754 eine entscheidende Motivation im Klostergut St. Lamprecht. Mit der Umstellung auf eine ökologische Wirtschaftsweise im Weinberg, wollen die Bergdolts nun ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten, dass die Weinberge auch und für künftige Generationen erhalten bleiben.

Gerhard Eichelmann Deutschlands Weine 2020 *Das ehemalige Hofgut des Klosters St. Lamprecht wurde 1754 von Jacob Bergdolt erworben. Im 19. Jahrhundert hat die Familie die Rebfläche erweitert, Fridrich Bergdolt begann 1911 mit der Flaschenabfüllung und Selbstvermarktung. Die Weinberge liegen vor allem im Duttweiler (Kalkberg, Mandelberg, Kreuzberg) und Ruppertsberg (Reiterpfad, Nussbien), in Kirrweiler (Mandelberg), Mussbach (Eselshaut) und Deidesheim (Mäushöhle). Wichtigste Rebsorten bei Rainer und Carolin Bergdolt, die das Weingut in achter und neunter Generation führen, sind Weißburgunder und Riesling mit einem Anteil von jeweils etwa einem Drittel. Hinzu kommen vor allem rote Sorten wie Spätburgunder, Cabernet Dorio und Merlot, zuletzt wurden Cabernet Franc und Chenin Blanc gepflanzt. KollektionDie beiden weißen 2018er Großen Gewächse konnten wir noch nicht verkosten, da sie erst 2020 auf den Markt kommen werden, stattdessen führt der starke, sehr komplexe „Fluxus“-Sekt das Sortiment an, er zeigt feine Reifenoten und nussige Würze, ist am Gaumen animierend, frisch, puristisch und lang, sehr gut ist auch der Chardonnay-Sekt, der ebenfalls ganz puristisch und geradlinig ist und feine hefige Würze zeigt. Die Weißburgunder sind in diesem Jahr ebenfalls alle ganz geradlinig, konsequent trocken ausgebaut und etwas individueller und prägnanter als im vergangenen Jahr, der Lössriedel zeigt viel Frucht, Birne, Aprikose und florale Noten, ist harmonisch und elegant, der „Tempus“ zeigt feine Noten von gerösteten Haselnüssen und etwas Zitruswürze, besitzt Kraft, aber auch Eleganz und Länge. Der Mäushöhle-Riesling zeigt kräutrig-mineralische Noten und etwas Holzwürze, besitzt Biss, beim Spätburgunder-Großen Gewächs ist das Holz ebenfalls sehr gut eingebunden, er zeigt viel rote Frucht und feine Krokantnoten.* Vinum Weinguide Deutschland 2020 *Caro Bergdolt hat nicht das gemacht, was man einen zielgerichteten Einstieg ins elterliche Gut nennt, wo die Tradition immerhin auf 1754 zurückgeht. Nein, es sollte erst die Welt und dann Berlin sein, bevor sie dann eben doch nach dem Geisenheimstudium ins beschauliche Duttweiler zurückkehrte und ist nun eben die Kellermeisterin, die vieles anders macht als der Vater, >>mehr aus dem Bauch heraus

  • gegründet:
    1754
  • bewirtschaftete Fläche:
    24 Hektar
  • Mitgliedschaft/Verbände:
    VdP, Barrique Forum
  • Kellermeister/-in:
    Rainer und Carolin Bergdolt
  • Besitzer:
    Rainer und Günther Bergdolt
  • Webseite
    www.weingut-bergdolt.de