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Weingut Karl Haidle

Hindenburgstr. 21, 71394, Kernen, DE

Von groß nach klein erklärt sich die Lage des im Remstal ansässigen Weingutes Karl Haidle am Besten: Im Süden Deutschlands im Bundesland Baden-Württemberg liegt das Weinbaugebiet Württemberg. Es streckt sich relativ zentral innerhalb des Bundeslandes von der Tauber im Norden (nordöstlich von Heilbronn), den Neckarlauf hinunter bis ins Obere Neckartal zur Ortschaft Metzingen im Süden. Das Remstal grenzt im Westen an den Stuttgarter Raum. Südlich der Rems liegt der Ort Kernen/Stetten, in dem sich das Weingut Karl Haidle befindet. Die Landschaft ist malerisch, viele Städter nutzen die Gegend als Naherholungsgebiet und Ausflugsziel. Der Weinbau ist überall in der Landschaft präsent, kein Wunder, denn die Hanglagen mit ihren Keuperböden sind seit Jahrhunderten entsprechend bewirtschaftet. Schon aus dem Jahre 1379 findet sich ein historischer Beleg, der die Bedeutung des Weinbaus für den Ort Stetten betont. Das Klima ist relativ warm, die oft sonnigen Herbsttage lassen die Rotweine gut gedeihen. Unterhalb des Yburg (ehemals Eibenberg), die um 1300 erbaut wurde, liegen die Weinberge des Weingutes Karl Haidle. Der besagte Karl stammte aus einer Winzerfamilie. Er fing 1949 mit einem halben Hektar Reben an, seinen Wein selbst zu vermarkten. Der Lohn seiner Arbeit reichte gerade so für den Lebensunterhalt. Bei der Vermarktung seiner Weine half ihm auch seine Popularität als Sportler. Der erfolgreiche Turner drängte seinen Sohn Hans, etwas „ebs rechts“ (etwas ordentliches) zu lernen und schickte ihn zur kaufmännischen Ausbildung in ein Feinkostgeschäft. Doch der Junior interessierte sich nicht so sehr für das Kaufmännische. Er wollte schon als kleiner Junge nur Winzer werden.

So geschah es, dass seine Lehre in eine Küferlehre umgewandelt wurde, die ihm weit besser lag. Durch einen Unfall, bei dem sich sein Vater einen Fuß brach, musste Hans zurück nach Hause und ist seither geblieben. Der Grund dafür war, dass der Vater sehr früh starb und Hans mit gerade mal 23 Jahren das Weingut übernahm. Seinen ersten eigenen Jahrgang vinifizierte er 1968 von einem Hektar Reben. Danach machte er sich daran, die Rebflächen zu erweitern, kaufte und pachtete in den darauf folgenden Jahren immer mehr Fläche dazu. Heute steht das Weingut bei etwa 23 Hektar Gesamtrebfläche in den Stettener Lagen Pulvermächer, Häder, Mönchberg und der Schnaiter Burghalde. Während aus der Pulvermächer Gemarkung die schlanken, reintönigen Rieslinge stammen, sind die Lagen Mönchberg und Burghalde für die Spätburgunder und Lemberger berühmt. Um seine theoretischen Kenntnisse zu erweitern, machte Hans Haidle später eine Ausbildung zum Kellermeister – eine Ochsentour, denn er führte ja weiterhin seinen Betrieb. Weder Vater noch Sohn waren je Mitglied in einer Genossenschaft, die Weine werden heute noch zu etwa 75% direkt vermarktet. Hans war es auch, der seine Weine sehr früh trocken ausbaute, in einer Zeit, in der dies überhaupt nicht populär war. Er legte den Grundstock für den Erfolg der Haidle-Weine und prägte die heutige Handschrift maßgeblich mit. Seit 1995 ist das Gut Mitglied im VDP (Verband der deutschen Prädikatsweingütern). Der nächste Generationenwechsel vom Vater an den Sohn sollte wesentlich harmonischer von statten gehen als bei Karl und Hans damals. Sohn Moritz Haidle hat in Geisenheim studiert und Praktika im In- und Ausland absolviert. Seit 2012 arbeitete er mit seinem Vater im elterlichen Weingut, drei Jahre später vinifizierte er weitgehend selbstständig seinen ersten eigenen Jahrgang. Im Jahr 2017 fand außerdem ein großes Projekt seinen Abschluss. Bereits vor vielen Jahren wurden die Weichen für eine Bio-Zertifikation gestellt, ab 2014 konkret darauf hingearbeitet. Der 2017er Jahrgang war der erste, der nach den Richtlinien der Zertifikation hergestellt wurde. Darüber hinaus leistete das Vater/Sohn Gespann in den vergangenen Jahren Großes: Sie gewannen dreimal hintereinander (2013,2014,2015) den deutschen Rotweinpreis für ihren Lemberger GG. Was in Zukunft folgt, wird spannend, auf genügend Vielfalt im Weingarten kann Moritz jedenfalls zurückgreifen. Bei den Weißen führt der Riesling mit 40% das Feld an. Außerdem werden noch kleinere Mengen von Grau-und Weißburgunder, Chardonnay, Kerner, Müller-Thurgau und Gewürztraminer angebaut. Die wichtigsten Sorten bei den Roten ist der Lemberger mit 15%, Spätburgunder 10% und Trollinger 10%. Dornfelder, Acolon, Zweigelt, Cabernet franc und Cabernet Sauvignon dienen ihm dabei seine Cuvées abzurunden. Moritz hat die Leitung mittlerweile vollständig übernommen, dabei wird er weiterhin von seinen Eltern und seiner Schwester Bärbel unterstützt. Gerhard Eichelmann Deutschlands Weine 2020 *Karl Haidle begann 1949 mit damals einem halben Hektar Reben mit der Selbstvermarktung. Hans Haidle, der den Betrieb 1968 mit damals eineinhalb Hektar übernahm, hat zusammen mit Ehefrau Susanne die Rebfläche vergrößert und das Weingut als Spitzen-Betrieb in Württemberg etabliert. Inzwischen hat Sohn Moritz den Betrieb übernommen, der in Geisenheim studierte, Praktika im Inland, aber auch in Australien, Kalifornien und Burgund absolvierte. Die Weinberge liegen alle im Remstal, vor allem in Stetten, wo das Weingut seinen Sitz hat. Moritz Haidle ist vor allem in den Stettener Lagen Pulvermächer, Häder und Mönchberg vertreten, in der Schnaiter Burghalde sowie in Strümpfelbach. Der Boden im Pulvermächer, wo das Weingut seine Spitzenrieslinge erzeugt, ist von Keuper-Verwitterungsgestein geprägt. Im Mönchberg, einer der wärmsten Lagen im Remstal, baut Moritz Haidle überwiegend rote Sorten an, ebenso in der Burghalde in Schnait. Wichtigste Rebsorte ist der Riesling, der die Hälfte der Weinberge einnimmt. Dazu gibt es an weißen Sorten Grauburgunder, Weißburgunder, Chardonnay, ein wenig Kerner, Müller-Thurgau und Gewürztraminer, Wichtigste rote Sorten sind Lemberger und Spätburgunder, aber es gibt auch Trollinger sowie ein wenig Dornfelder, Zweigelt und Acolon, auch Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon, die für Cuvées genutzt werden. An der Spitze des Sortiments stehen die Großen Gewächse: Der Riesling aus dem Pulvermächer, der Spätburgunder aus der Burghalde und der Lemberger aus dem Mönchberg, zu denen sich mit dem Jahrgang 2012 erstmals auch ein Weißburgunder aus dem Mönchberg gesellte. Mit dem Jahrgang 2014 gab es eine weitere Neuerung: Aus dem Mönchberg-Lemberger wurden zwei, da Moritz Haidle sich entschied, die Weine aus den Teillagen Gehrnhalde und Berge gesondert auszubauen. Auf gleicher Ebene sind die „Passion“ genannten Weine angesiedelt, Barriqueweine von Chardonnay, Zweigelt und Dornfelder, sowie die rote Spitzencuvée Ypsilon, die erstmals 1997 erzeugt wurde und in der Lemberger die Hauptrolle spielt, hinzu kommen in unterschiedlichen Anteilen Zweigelt oder Acolon, in den letzten Jahren auch Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc. Wenn es der Jahrgang erlaubt, werden auch edelsüße Rieslinge erzeugt. Moritz Haidle hat erstmals 2014 den Keller allein „geschmissen“, hat keinen angestellten Kellermeister mehr, hat alle Weine, so es möglich war, spontanvergoren. Die Rieslinge vergärt er wieder in den alten, traditionellen Holzfässern und lässt sie deutlich länger auf der Hefe. Bei den Rotweinen strebt er einen etwas dezenteren Holzeinsatz und niedrigere Alkoholwerte an. Er rückt vor allem die Rebsorten Riesling und Lemberger in den Fokus, Letzteren würde er lieber Blaufränkisch nennen. Seit 2014 werden die Weinberge zertifiziert biologisch bewirtschaftet. Kollektion Die neue Kollektion hat ihre stärken im roten Segment. Wobei sich auch der weiße Teil der Kollektion, ausschließlich Riesling, stark und stimmig präsentiert. Der Gutsriesling ist frisch, klar und zupackend, der Schilfsandstein-Riesling etwas würziger und druckvoller, der dezent gelbfruchtige Häder-Wein besitzt Fülle, Saft und Substanz. Das Große Gewächs aus dem Pulvermächer zeigt, gute Konzentration, reife Frucht, gelbe Früchte, ist füllig und saftig, besitzt gute Substanz und feinen Nachhall, ist noch sehr jugendlich – dass er gut reift, davon konnten wir im vergangenen Jahr berichten. Der Pfeffer genannte Kabinett ist klar und lebhaft, der würzige Pulvermächer-Kabinett ist noch etwas saftiger, weist aber klaren Kabinett-Charakter auf, die duftig-würzige Auslese ist klar und zupackend; die zur Verkostung vorgesehene Trockenbeerenauslese war dann doch noch nicht abgefüllt. Stark und stimmig präsentiert sich das Lemberger-Quartett. Der Gutswein Bunter Mergel ist reintönig, frisch und zupackend, der Wein aus dem Häder besitzt intensive Frucht und gute Konzentration, Fülle und Kraft, gute Struktur und Grip. Viel Intensität zeigt die Gehrnhalde im Bouquet, ist klar und präzise im Mund, besitzt feine Säure und Grip; auch der Berge-Lemberger setzt ganz auf intensive Frucht, er besitzt Fülle und Kraft, viel Substanz und jugendliche Tannine. Der Burghalde-Spätburgunder zeigt rauchige Noten, dezenten Toast, besitzt viel Frucht, Kraft und Präzision. Zu guter Letzt konnten wir wieder den Ypsilon verkosten, eine bestechend komplexe und harmonische Cuvée mit viel Länge.* Falstaff Wein Guide Deutschland 2020 *Es ist erst wenige Monate her, dass Moritz Haidle vom Falstaff zum >>Newcomer des Jahres 2019>NewcomerGault & Millau Weinguide Deutschland 2019 *Wenn es für Wein einen Oscar gäbe – wir würden ihn als Erstes Moritz Haidle verleihen! Er verkörpert die junge Generation, pflegt aber auch die Tradition wie kaum ein anderer. Vielfach wird ja diskutiert, wie man den deutschen Wein erfolgreich in die Zukunft führen beziehungsweise wie man auch die jungen Leute für Wein begeistern könnte. Schauen Sie doch einmal auf seiner Homepage den Film „Endless Summer by Karl Haidle“ an. Da bekommt man echt Lust – ein gechilltes Sommerwochenende, der Grill wird angeschmissen, en passant sprühen sie ein paar coole Graffitis, Moritz Haidle sorgt am Mischpult für die passende Musik, und natürlich und ganz selbstverständlich trinken und genießen die jungen Leute ein Glas Wein dazu. Lange Zeit war es nicht so sicher, dass Sohn Moritz den gewachsenen elterlichen Traditionsbetrieb übernehmen würde. Der Hip-Hop-Fan, DJ und Graffitikünstler liebäugelte eine ganze Zeit lang mit einer Karriere als Transportation Designer. Nur gut, dass er durch ein Praktikum in Australien doch den Wein für sich entdeckte! Er folgten eine Ausbildung bei den Weingütern Seeger und Künstler sowie das Studium in Geisenheim. Weitere Erfahrungen sammelte er in Frankreich und Kalifornien. Ab 2014 übernahm Moritz Haidle im Keller das Zepter, und für ihn war auch klar, dass er die Reben ökologisch zertifizieren lässt. Wenn möglich, lässt er die Weine spontan vergären und baut sie mit langer Hefesatzlagerung in den größeren traditionellen Holzfässern aus. Seine Weißweine dürfen Säure haben, die den Weinen regelrechten Grip verleihen. Sie strotzen auch förmlich vor Mineralität, Tiefe und Länge – ohne dabei fett oder sättigend zu wirken, ganz im Gegenteil. Rund 40 Prozent der 25 Hektar Rebflächen entfallen auf den Riesling. Und Moritz Haidle liebt es, mit dem Riesling zu spielen – in allen Qualitätsstufen, bis hin zur gigantischen Trockenbeerenauslese. Zum Chillen empfiehlt er seinen „Ritzling“ – nach Moritz´ Spitznamen „Ritz“ benannt. 2011 war es sein Erstlingswerk. Da er selbstverständlich spontan vergärt, fällt sein Wein jedes Jahr anders aus: Mal mit etwas weniger, mal mit mehr Restsüße, aber da er immer eine knackige Säurestruktur mitbringt, steht ihm auch etwas Süße gut. Das Etikett passt Haidle jedes Jahr dem Wein an – das hat was! Die andere große Liebe gilt dem Lemberger. Nach österreichischem Vorbild hat er für seine fruchtbetontere und beerige Variante vor wenigen Jahren Blaufränkisch auf das Etikett geschrieben. Das hat ihm allerdings nicht nur Lob eingebracht. Andererseits hat er mit seinen Großen Gewächsen Stettener Mönchberg alle Lemberger-Fans auf seine Seite. Während Letzterer noch viel Zeit braucht – Jahrgang 2016 -, präsentiert sich der Gehrnhalde schon ganz zugänglich, aber mit Potenzial für mindestens 20 Jahre. Nun stehen Haidles auch schon viele Jahre an der Spitze, wenn es um Deutsche Rotweine geht. Hans Haidle, Moritz´ Vater, musste das Weingut schon sehr jung von seinem Vater Karl übernehmen. Er wusste schon al Junge, das „Wein sein Ding ist“. Der sehr feinfühlige Hand Haidle – sein Hobby ist der Marathonlaus – vergrößerte langsam von ursprünglich einem einem Hektar auf 19 Hektar. Sein Favorit ist natürlich Riesling, aber auch die Rotweine haben ihn immer ganz besonders gereizt. Für seine Rotweine Cuvée Ypsilon, Spätburgunder und Lemberger hat er schon alle erdenklichen Auszeichnungen entgegennehmen dürfen. Kein Wunder, gelten die Haidles doch bereits seit vielen Jahren als einer der beliebtesten Ausbilungsbetriebe.* Gerhard Eichelmann Deutschlands Weine 2019 *Karl Haidle begann 1949 mit damals einem halben Hektar Reben mit der Selbstvermarktung. Hand Haidle, der den Betrieb 1968 mit damals eineinhalb Hektar übernahm, hat zusammen mit Ehefrau Susanne die Rebfläche vergrößert und das Weingut als Spitzen-Betrieb in Württemberg etabliert. Inzwischen hat Sohn Moritz den Betrieb übernommen, der in Geisenheim studierte, Praktika im Inland, aber auch in Australien, Kalifornien und Burgund absolvierte. Die Weinberge liegen alle im Remstal, vor allem in Stetten, wo das Weingut seinen Sitz hat. Moritz Haidle ist vor allem in den Stettener Lagen Pulvermächer, Häder und Mönchberg vertrete, in der Schnaiter Burghalde sowie in Strümpfelbach. Der Boden im Pulvermächer, wo das Weingut seine Spitzenrieslinge erzeugt, ist von Keuper-Verwitterungsgestein geprägt. Im Mönchberg, einer der wärmsten Lagen im Remstal, baut Moritz Haidle überwiegend rote Sorten an, ebenso in der Burghalde in Schnait. Wichtigste Rebsorte ist der Riesling, der knapp 40 Prozent der Weinberge einnimmt. Dazu gibt es an weißen Sorten Grauburgunder, Weißburgunder, Chardonnay, Kerner, Müller-Thurgau und Gewürztraminer. Wichtigste rote Sorten wie Lemberger, Spätburgunder und Trollinger, aber es gibt auch ein wenig Dornfelder, Zweigelt und Acolon, auch Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon, die für Cuvées genutzt werden. An der Spitze des Sortiments stehen die Spätburgunder aus der Burghalde und der Lemberger aus dem Mönchberg, zu denen sich mit dem Jahrgang 2012 erstmals auch ein Weißburgunder aus dem Mönchberg gesellte. Mit dem Jahrgang 2014 gab es eine weitere Neuerung: Aus dem Mönchberg-Lemberger wurden zwei, da Moritz Haidle sich entschied, die Weine aus den Teillagen Gernhalde und Berge gesondert auszubauen. Auf gleicher Ebene sind die „Passion“ genannten Weine angesiedelt, Barriqueweine von Chardonnay, Zweigelt und Dornfelder, sowie die rote Spitzencuvée Ypsilon, die erstmals 1997 erzeugt wurde und in der Lemberger die Hauptrolle spielt, hinzu kommen in unterschiedlichen Anteilen Zweigelt oder Acolon, in den letzten Jahren auch Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc. Wenn es der Jahrgang erlaubt, werden auch edelsüße Rieslinge erzeugt. Moritz Haidle hat 2014 den Keller allein „geschmissen“, hat keinen angestellten Kellermeister mehr, hat alle Weine, so es möglich war, spontanvergoren. Die Rieslinge vergärt er wieder in den alten, traditionellen Holzfässern und lässt sie deutlich länger auf der Hefe. Bei den Rotweinen strebt er einen etwas dezenteren Holzeinsatz und niedrigere Alkoholwerte an. 2014 wurde mit der zertifizierten Umstellung auf ökologischen Weinbau begonnen. Kollektion Ausschließlich Riesling und Blaufränkisch/Lemberger hat Moritz Haidle uns dieses Jahr vorgestellt, Weine aus den beiden Sorten, auf die er sich konzentrieren will; was aber nicht heißt, dass es nicht doch noch anderes gibt, bei der Vorpremiere der Großen Gewächse in Wiesbaden konnten wir den hervorragenden Burghalde-Spätburgunder verkosten, auf den Ypsilon allerdings, einen unserer Württemberger Lieblingsweine, mussten wir dieses Jahr verzichten. Ritzling heißt der Basis-Riesling, er ist frisch und zupackend, der Schilfsandstein deutlich kraftvoller, besitzt gute Struktur und Frucht. Eine weitere Steigerung bringt der Häder-Riesling, der füllig und saftig ist, reife Frucht und Substanz besitzt. Noch jugendlich und verschlossen ist der Pulvermächer, kompakt, besitzt viel Substanz – und dass man ihn jung nicht trinken sollte, zeigen die derzeit prächtigen Weine der Jahrgänge 2013 und 2014. Anscheinend will Moritz Haidle auch die süße Riesling-Klaviatur spielen, gleich vier süße Weine hat er präsentiert. Der Pfeffer genannte Kabinett ist lebhaft, frisch und zupackend, der Kabinett aus dem Pulvermächer recht duftig, deutlich süßer. Die Auslese ist intensiv und dominant bei viel Substanz, die Trockenbeerenauslese zeigt kandierte Früchte und getrocknete Feigen, ist konzentriert, stoffig, dick. Zum Rotwein: Der Blaufränkisch Bunter Mergel betört mit Frische und Frucht, der als Fassprobe verkostete Häder-Lemberger ist herrlich eindringlich und reintönig. Stark die Großen Gewächse: Gehrnhalde kirschduftig, reintönig, präzise, zupackend, Berge (unsere leichte Präferenz) kraftvoll, ebenso reintönig, präzise, kräftige Tannine. Klasse Kollektion!* Vinum Weinguide Deutschland 2019 *Württembergs neuer Shooting Star Moritz Haidle geht seinen Weg mit Lemberger und Riesling konsequent weiter. Vor allem bei Letzterem will er dabei aber keinesfalls Everybody´s Darling sein – ganz in Gegenteil: seine Rieslinge sind mit kühler Rasse und prägnanter Mineralität durchaus fordernd. Ein Paradebeispiel hierfür ist der Pulvermächer Großes Gewächs, der weitgehend auf vordergründige Primärfrucht verzichtet und durch stahliges Rückgrat beeindruckt. Schlanke Rasse und zitrusfrische Fruchtsüße prägen den Pulvermächer Kabinett, mit geradezu kühler und überaus nobler Art fasziniert die Trockenbeerenauslese als bester Süßwein des Jahres in Württemberg. Bei den beindruckenden Lemberger Großes Gewächs zeigen sich die Berge harmonisch mit fein eingebundener Würze, die großartige Gehrnhalde ist fokussierter mit toller Frische und mineralischem Kern. Tolles Preis-Genuss-Verhältnis bietet der Blaufränkisch vom Bunten Mergel.*

  • gegründet:
    1949
  • bewirtschaftete Fläche:
    23ha
  • Mitgliedschaft/Verbände:
    VdP, Deutsches Barrique-Forum
  • Kellermeister/-in:
    Hans & Moritz Haidle
  • Besitzer:
    Hans Haidle
  • Webseite
    www.weingut-karl-haidle.de
Angebote dieses Erzeugers:

2019 Weingut Karl Haidle - Rose VDP.Gutswein QbA

7,70

2017 Weingut Karl Haidle - Spätburgunder Stettener Lindhälder VDP.Erste Lage

14,85

2018 Weingut Karl Haidle - Stettener Riesling Schilfsandstein VDP.Ortswein

9,90

2018 Weingut Karl Haidle - Cuvee KH

9,50

2017 Weingut Karl Haidle - Stettener Gehrnhalde Lemberger VDP. Grosse Lage

48,00

2016 Weingut Karl Haidle - Blaufränkisch Bunter Mergel VDP.Gutswein

10,40