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Lauffener Weingärtner e.G

Im Brühl 48, 74348, Lauffen, D

Ihren Ursprung hat die Genossenschaft, wie der Name bereits vermuten lässt, in Lauffen am Neckar. Dieser Ort zwischen Ludwigsburg und Heilbronn ist vom Weinbau geprägt, außerdem liegt er klimatisch günstig direkt am Neckar mit der bekannten Lauffener Neckarschleife, bei der der Fluss praktisch eine Haarnadelkurve durchläuft. Mit den warmen, hitzespeichernden Muschelkalk- und Keuperböden und der Wärmespeicherfunktion des Flusses entsteht ein wunderbar mildes Klima für die Weinreben. Die Wurzeln Lauffens liegen in der vor unserer Zeitrechnung, bereits zu dieser Zeit weisen Funde auf eine Besiedlung der Gegend hin. 1978 wurde bei einer Flurbereinigung ein alter römischer Gutshof ausgegraben, dessen Entstehung auf das 1. Jahrhundert n. Chr. datiert wurde. Im Zuge der archöologischen Untersuchungen fand man auch ein antikes Reb-oder Gartenmesser, eine sogenannte „valx arborea“. Dieser Fund legt nahe, dass bereits zu jener Zeit Weinbau stattfand. Urkundlich erstmals erwähnt wurde die Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen durch Weinbauern im 8. Jahrhundert n.Chr. Die Lauffener Weingärtner wurde 1935 gegründet und hat heute 1200 Mitglieder, von denen die meisten Nebenerwerbswinzer sind. Der starke regionale Bezug ist bei vielen Genossenschaften eines der Merkmale bei der Vermarktung ihrer Produkte. Auch die Lauffener Weingärtner haben eher typische Weine der Region im Portfolio, die unter anderem aus den Traubensorten Lemberger, Trollinger, Riesling, Acolon, Gewürztraminer und den Weinen der Burgunderfamilie entstehen, wobei die roten Rebsorten deutlich in den Weinbergen überwiegen. Die Lauffener Weingärtner verkaufen den Großteil ihrer Weine, nämlich 60%, dann auch innerhalb von Baden-Württemberg, 40% außerhalb des Bundeslandes. Den allergrößten Anteil an den Verkaufsaktivitäten hat der Lebensmitteleinzelhandel (71%), der Fachhandel liegt bei 10%. Mit seinen Mitgliedern bewirtschaftet die Genossenschaft etwa 850 Hektar Rebfläche, von denen 120 Hektar auf terrassierte Steillagen entfallen, in denen noch viel mit der Hand gearbeitet werden muss.

Eine der bekanntesten Einzellagen ist der „Katzenbeisser“, der an der sonnenverwöhnten Neckarschleife liegt. In früheren Zeiten musste man für einen solchen Wein etwas tiefer in die Tasche greifen, er riss also ein Loch in die Geldkatze, eine Vorläuferin des Geldbeutels. So entstand der Name dieser Einzellage. Die Lauffener Weingärtner haben eine Jungwinzervereinigung, die „vininitiative“, deren Weine sie auch separat im Sortiment führt. Einige der Lauffener Winzer bewirtschaften ihre Weinberge nach den ökologischen Richtlinien von EcoCert oder Demeter. Diese Weine werden ebenfalls getrennt vinifiziert und im Bio-Wein Segment der Genossenschaft verkauft. Das Unternehmen wirtschaftet äußert erfolgreich, über Geld muss man sich hier keine Sorgen machen. Es ist anzunehmen, dass die vielen Auszeichnungen für die Genossenschaft selbst, 16 mal DLG-prämiert, und für deren Weine einen Anteil an dieser positiven Entwicklung hat.

  • gegründet:
    1935
  • bewirtschaftete Fläche:
    850ha
  • Mitgliedschaft/Verbände:
    Vereinigung Deutscher Prädikatswinzergenossenschaften (dpw)
  • Kellermeister/-in:
    Michael Böhm
  • Besitzer:
    1200 Winzer
  • Webseite
    www.wg-lauffen.de