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Prince Stirbey

Str. Dealul Oltului, 245700, Dragasani, RO

Die rumänische Fürstenfamilie Stirbey, urkundlich erstmals im 15. Jahrhundert nachweisbar, prägte über viele Generationen die politische und wirtschaftliche Entwicklung Rumäniens. Prinz Barbu Alexandru Stirbey (1873-1946) beispielsweise war eine der einflußreichsten Persönlichkeiten während der rumänischen Blütezeit in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er zählte zu den engsten Beratern von König Carol I. und König Ferdinand I. Daneben war er Verwalter der königlichen Domänen und Aufsichtsratsvorsitzender mehrerer großer Industriebetriebe. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als die Reblaus fast alle rumänischen Weinberge vernichtet hatte, war Prinz Stirbey Besitzer der größten Rebschule des Landes, die bereits damals großen Wert auf die Erhaltung autochtoner Rebsorten legte. Seine Tochter Prinzessin Maria Stirbey erbte das Weingut in Dragasani im Jahre 1946. Allerdings wurde die Familie im Jahre 1949 von den Kommunisten enterbt - das Weingut wurde bis 2001 als Staatsweingut geführt. Nach der Restitution übernahm Baronin Ileana Kripp den traditionsreichen Familienbesitz und erweckte ihn, zusammen mit ihrem Mann zu neuem Leben.

Das Weingut besteht heute im wesentlichen in der bis zur Enteignung 1949 vorhandenen Dimension: 30ha Grundfläche von denen etwa 25ha als reine Weinberge bewirtschaftet werden. Nach der Restitution wurde ein Teil der Weinberge neu bepflanzt (5.000 Rebstöcke pro Hektar). Die restlichen Weinberge sind mit ca. 25-30 jährigen, hauptsächlich autochtoner Rebsorten bepflanzt (ca. 3.500 Reben pro Hektar). Die Weinkellerei wurde 2003 von Grund auf renoviert und mit den nach heutigen technischen Kriterien erforderlichen Maschinen ausgestattet. Des weiteren wurde in moderne Edelstahltanks in der Größe zwischen 500 und 7.000 l investiert, um einzelne Parzellen auch gesondert ausbauen zu können. Großer Wert wird auf die Bewahrung der sortentypischen Aromen gelegt. Bei Holzfassausbau kommen Hölzer aus Frankreich und Rumänien zum Einsatz. 2003 wurde schließlich wieder der erste "nicht-staatliche" Jahrgang vinifiziert. Verantwortlich für den Kellerbereich ist der deutsche Kellermeister Oliver Bauer aus Flein (Württemberg). Heute präsentiert sich das Gut an der Spitze Rumäniens und braucht europäische Vergleiche nicht zu scheuen. Presse & Druck: • Gesamtpräsentation des Weingutes Stirbey • Marcus del Monego im Lufthansamagazin "Lufthansa Exclusive" (04/09) über das Weingut Stirbey und dessen Sauvignon-Blanc Weinwirtschaft 01/2019: *Von Wien über Budapest nach Bukarest und dann weiter an die Schwarzmeerküste rattert der Orient-Express 1925 über den Balkan. An Bord trifft man nicht nur erfolgreiche Geschäftsleute oder eine betuchte Noblesse. Die Reisenden bekommen im mit roten Vorhängen und lederbeschlagenen Stühlen ausgestatteten Speisewagen auf Wunsch auch Gesellschaft eines waschechten Prinzen. In diesem Fall ein Rot- und ein Weißwein vom Familienweingut Prinz Stirbey, wie eine gute erhaltene Menükarte beweist, die heute den Eingangsbereich von Stirbey ziert. Zu Zeiten des Orient-Express war das Weingut bereits über 200 Jahre alt und in Rumänien eine Institution. Das Land war mit Mittel- und Westeuropa nicht zuletzt wegen der modernen Bahnverbindung gut vernetzt, die Kultur aufgrund der seit dem 18. Jahrhundert andauernden Orientierung nach Westen stark Französisch geprägt – bis der Kommunismus mit stählerner Faust die Verbindung zerschlug. Die Familie Stirbey wurde enteignet und floh ins Exil. Eine Nachfahrin ist Baronin Ileana Kripp-Costinescu, die in Deutschland eine neue Heimat fand und mit ihrem späteren Mann Baron Jakob Kripp aus Tirol das 24 Hektar große Weingut nach dem Fall des Kommunismus wieder zurück in den Familienbesitz holte. Bis dahin ähnelt die Geschichte von Stirbey derer zahlreicher Weingüter in Rumänien, die das gleiche politisch verursachte Schicksal erlitten und praktisch vor den Trümmern einst florierender und international gefragter Betriebe standen. Nach dem mühsamen Wiederaufbau der Weinberge und der Neueinrichtung des Kellers, gewannen die Kripps den deutschen Önologen Oliver Baum für ihr Weingut und begannen ihre ganz eigene Geschichte zu schreiben. Die mittlerweile auf 100.000 Flaschen zu beziffernde Jahresproduktion zeichnet sich durch Weine aus, die einer ganz klaren Maxime folgen: so echt wie möglich zu sein und der Qualitätsphilosophie aus präkommunistischer Zeit zu folgen. 80 Prozent des Rebsortenspiegels bestehen aus autochthonen Rebsorten, alle Rotweine sind spontanvergoren und neuen der zehn hergestellten Weine zudem reinsortig. Seit dem Wiederaufbau des Weinguts wurde viel getan, um Rebsorten wie Feteasca Regala und Crâmposie zu altem Glanz zu verhelfen. Ursprünglich hatten die Kripps geplant, den Großteil der Flaschen im Export abzusetzen, doch der Verkauf in Rumänien läuft so gut, dass lediglich 10 Prozent der Abfüllmenge für das Ausland freigegeben wird. Ein Teil davon hat sich die Weinbastion in Ulm gesichert, die fast das gesamte Sortiment exklusiv vertreibt und damit Kunden bedient, die als Weinkenner offen für Neues sind und ein Gespür für elegante Qualitäten besitzen.*

  • gegründet:
    etwa 17. Jahrhundert
  • bewirtschaftete Fläche:
    25ha
  • Kellermeister/-in:
    Oliver Bauer
  • Besitzer:
    Baroness von Kripp-Costinescu
  • Webseite
    www.stirbey.com
Angebote dieses Erzeugers:

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