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Weingut Herbert Zillinger

Hauptstr. 17, 2251, Ebenthal, AT

Das Weinviertel liegt im Osten Österreichs - von nordwestlich bis nordöstlich von Wien. Es ist das größte Weinanbaugebiet Österreichs und weist deshalb auch unterschiedlichste Bodentypen und Kleinklimata auf. Der östliche Teil des Weinviertels ist von der Landwirtschaft geprägt, neben dem Weinbau wird Ackerbau und mancherorts auch Viehzucht betrieben. Geologisch gesehen liegt dieser Teil von Niederösterreich im Wiener Becken, welches zwischen den Westalpen und den Ostkarpaten eingebettet ist. Es herrscht pannonisches Klima, da ein kleiner Teil des Wiener Beckens noch zur pannonischen Tiefebene gehört. Das Klima zeichnet sich durch eine geringe Niederschlagsmenge von nur 400 bis 600mm, einem gemäßigten Jahrestemperaturmittel von 9-10 °C und etwa 1900 Sonnenstunden im Jahr aus. Traditionell werden im Weinviertel eher weiße Rebsorten angebaut, besonders der Veltliner gilt als Traditionsrebsorte schlechthin. Seit 2003 gibt es die geschützte Herkunftsbezeichnung DAC (Districtus Austriae Controllatus) für gebietstypischen österreichischen Wein. Im Weinviertel wird der Grüne Veltliner als DAC ausgebaut. Auch die Rebflächen des Weinguts Herbert Zillinger aus Ebenthal liegen im Wiener Becken. Der Boden hier, nahe der slowakischen Grenze, besteht hauptsächlich aus einem Löß-Sand-Gemisch (auch Schluff genannt) das Tonmineralien sowie die Silikate, Quarz, Glimmer und Feldspat beinhaltet. Das Weingut ist bereits seit drei Generationen in Familienhand. Der Vater und Großvater Herberts führten den Hof noch als gemischt-landwirtschaftlichen Betrieb, wobei der Ackerbau der dominante Part war. Die Weinbaufläche betrug damals gerade mal 7 Hektar. 1998 stieg Herbert Zillinger in den Betrieb ein. Seit 2003 wird der nun reine Weinbaubetrieb von Herbert Zillinger allein geführt. Die Rebfläche ist auf 12 Hektar angewachsen. Damit gehört der Betrieb eher zu den kleinen aber feinen Weingütern im vinologischen Kosmos.

Herbert Zillingers Herangehensweise lässt sich wohl am besten mit „zurück in die Zukunft“ beschreiben. Dem Bestreben, althergebrachte Bewirtschaftungsformen wieder in den Weinberg zu bringen, stehen der individuelle Stil, die moderne Aufmachung und die zukunftsweisende Namensgebung seiner Weine gegenüber. Tradition und Moderne reichen sich allerdings fest die Hand, denn sie ergänzen und befruchten sich harmonisch. Herbert Zillinger stieg nach der Betriebsübernahme sehr schnell auf biologische-, dann auf biodynamische Bewirtschaftung um. Dass das Thema ihm am Herzen liegt, merkt man schnell, denn die Umstellung hin zu noch mehr Nachhaltigkeit ist noch nicht zu Ende. Momentan ist ein Weingartenbeweidungsprojekt in Arbeit, bei dem auch Gänse eine Rolle spielen werden. Um die Ressourcen der Natur zu schonen, soll auch weiter in Richtung einer Kreislaufwirtschaft gewirtschaftet werden. Um in Zukunft noch mehr Platz zum Arbeiten zu haben, wird ein Kellerzubau den nötigen Raum liefern. Vier der wichtigsten Lagen seien hier genannt: Weintalried (vor allem Veltliner), Im Haiden, Steinberg und Vogelsang. Neben dem Grünen Veltliner, werden noch Traminer, Sauvignon blanc, Welschriesling, Chardonnay, Weißburgunder und als „blaue“ Traube der Zweigelt angebaut. Herbert Zillinger kreierte verschiedene Serien, jede für sich eigenständig: Neuland, Horizont, Lagenselektion und die Edition „Z“. Seine Weine will er einzigartig und unverwechselbar ausbauen. Eine ruhige Handschrift mit einer gewissen Leichtigkeit, so sollen Zillinger-Weine schmecken. Durchschnittsware ist ihm ein Graus, er möchte nicht austauschbar sein. Seine Frau Carmen unterstützt ihn seit 2005 im Betrieb. Die gelernte Logopädin ist in alle Entscheidungen einbezogen. Die zwei Töchter und Familienhund Lotti komplettieren die Winzerfamilie. Wer das Weinviertel einmal kennenlernen möchte, kann das Weingut Zillinger mit seinen Gästezimmern als Ausgangspunkt nutzen. Falstaff Wein Guide Österreich/Südtirol 2019/20 *Niemand macht im Weinviertel Weine wie er. Denn das, was Herbert Zillinger im Weinberg und im Keller kreiert, entspricht so gar nicht den Konventionen seiner Region. Still, aber unbeirrbar geht er seinen Weg. Beim Weinmachen folgt er am liebsten seinem Bauchgefühl und will die Individualität seiner Weingärten möglichst authentisch in den Weinen ausdrücken. Er beobachtet, schaut genau hin und geht akribisch auf die Natur ein. Der Lohn für sein eigenwilliges Denken und Handels sind Weine, die so authentisch sind, wie der Winzer selbst – Unikate, die auch international immer mehr Liebhaber finden. Selbst eine der wichtigsten Weinkritikerinnen der Welt, Jancis Robinson, zeigt sich begeistern: >>Herbert Zillingers Weißweine sind herausragend gut.>respekt-BIODYNeverybody´s darling>… Erst unlängst wurden mir die Weine von einigen österreichischen Winzern zugeschickt, deren Namen mir noch neu waren. Die echte Entdeckung darunter war für mich Herbert Zillinger, dessen Weißweine herausragend gut waren.

  • gegründet:
    seit 2003 unter aktueller Leitung
  • bewirtschaftete Fläche:
    12ha
  • Mitgliedschaft/Verbände:
    respekt-BIODYN
  • Kellermeister/-in:
    Herbert Zillinger
  • Besitzer:
    Herbert & Carmen Zillinger
  • Webseite
    zillingerwein.at
Angebote dieses Erzeugers:

2015 Weingut Herbert Zillinger - Grüner Veltliner Elementar

36,95