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Weingut G+R Triebaumer

Neuegasse 18, 7071, Rust, AT

Der relativ flache, aber immerhin 37 km lange Neusiedler See prägt das Klima in der Region um die Freistadt Rust maßgeblich. Der See ist auch der Grund für die Nebel, die im Herbst die Weinberge in Ufernähe einhüllen und die begehrte Edelfäule Botrytis cinerea herbeiführen. Mit den so veredelten Trauben wird der „Ruster Ausbruch“ hergestellt, ein edelsüßer Wein, der allerdings nicht in jedem Jahr vinifiziert werden kann, da die Natur manchmal einfach andere Pläne hat. Die Freistadt Rust, ehemals ein Markt-Städtchen, kaufte sich 1681 für 60.000 Gulden Gold und 30.000 l Ruster Ausbruch die Rechte und Privilegien einer Freistadt. Man könnte sagen, dass dieser Vorgang bis heute in die Mentalität der Ruster einwirkt, denn sie sind als stolz, etwas eigensinnig und individuell bekannt. Dies sind alles Attribute, die im besten Sinne auch auf das Weingut G+R Triebaumer anzuwenden sind. Sowohl Regina als auch Günter kommen aus Weinfamilien. Beide waren in ihrer Laufbahn viel im Ausland unterwegs, wo sie wichtige Erfahrungen sammelten. Beide waren außerdem im Weingroßhandel tätig, Günter als Filialleiter und Regina als Marketing-Profi. Seit 2003 widmet sich Regina ganz dem familiengeführten Weingut. Beiden ist die Tradition wichtig, sie sträuben sich aber gegen den Begriff „Tradition“ im Sinne von Konservierungsbestrebungen. Es geht immer nach vorne bei den Triebaumers. Sie beschreiben ihre Arbeitsweise als offen und informativ, naturnah und vernünftig. Naturnähe wird groß geschrieben. Das zeigt sich vor allem in der Bewirtschaftung der Weinberge (in Österreich „Rieden“ genannt). Hier verwenden die Triebaumers z.B. keine Herbizide und bereits seit den 70ern wird kein Mineraldünger mehr verwendet. Dafür wandern allerlei Rückstände aus der Weinbereitung wie der Rebschnitt, das Laub und der Trester wieder zurück in den Weinberg. Die Arbeitsweise der Triebaumers unterscheidet sich tatsächlich nur in einem einzigen Punkt von den Vorgaben für den organisch-biologischen Weinbau. Die Winzer behalten sich vor, falls nötig konventionellen Pflanzenschutz zu betreiben. Hinter diesem Punkt stehen sie auch selbstbewusst, denn diese Möglichkeit hilft den beiden, das Betriebsrisiko in einem vertretbaren Rahmen zu halten. Allerdings wird der Pflanzenschutz sehr zurückhaltend betrieben. Alle Rieden liegen in einer Ost/Südost Ausrichtung zum See. Dabei wechseln die Bodentypen häufig innerhalb weniger Zeilen. Generell kann man sagen, dass im Norden eher kühle und schwere Böden vertreten sind, die sich hervorragend für Blaufränkisch und Sauvignon blanc eignen. Im Nordwesten überlagert langsam Löß den lehmig-kalkigen Unterboden, während noch weiter im Westen die Weinberge immer kalkiger werden. Hier gedeihen Burgundersorten besonders gut. Im Südwesten herrschen mineralische Böden vor, auf denen sich Aromarebsorten und Syrah, Cabernet Sauvignon und Merlot wohlfühlen. Im Süden schlussendlich sind die Böden eher sandiger Natur. Insgesamt bewirtschaften die Triebaumers 25 Hektar Rebflächen unterschiedlichster Bodentypen und können so aus dem Vollen schöpfen.

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  • gegründet:
    seit 2003 unter aktueller Leitung
  • bewirtschaftete Fläche:
    25 Hektar
  • Kellermeister/-in:
    Günter Triebaumer
  • Besitzer:
    Günter + Regina Triebaumer
  • Webseite
    www.triebaumer.at
Angebote dieses Erzeugers:

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