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Marchesi de Frescobaldi

Via San Spirito 11, 50125, Firenze, I

Die Etrusker bauten in der Toskana ein blühendes Weingewerbe auf, auch der Name „Toskana“ ist auf diese Wurzeln zurückzuführen. In der Toskana haben vornehme Familien seit jeher eine große Rolle im Weinbau gespielt. Ricasoli kann seine Tradition bis 1141 zurückverfolgen, hinter Antinori stehen immerhin 600 Jahre Tradition, und die Familie Frescobaldi geht zurück auf das Jahr 1300. Die Familie Frescobaldi waren im Mittelalter einflussreiche Florentiner Bürger, die sich als Bankiers betätigten. Auch Architektur und die schönen Künste standen der Familie nahe, und so waren sie die Mäzene der Ponta Santa Trinita und der Basilica di Santo Spirito in Florenz. Im Gegensatz zu den Medici blühte die Familie aber und ist bis heute mit der Stadt Florenz und der Toskana eng verbunden. Über die Jahrhunderte ging die Region durch Höhen und Tiefen. Im Jahre 1716 bestimmte Cosimo III. de Medici vier Anbaugebiete, die für die Erzeugung von Qualitätsweinen prädestiniert wurden: das historische Chianti Gebiet, Carmignano, Val d‘Arno di Sopra und Pomino. Letztere ist eine kleine Appellation im Großraum Florenz, nordöstlich der Stadt in den Bergen gelegen. Dieses kleine Anbaugebiet führt uns wieder zurück zur Familie Frescobaldi, die das Castello Pomino besitzt, welches einen kleinen Teil des Wein-Imperiums der Familie darstellt. Das Castello wurde um 1500 erbaut und wurde wahrscheinlich im Laufe der Jahrhunderte, wie die meisten Landsitze in der Region, gemischtwirtschaftlich betrieben. 1873 wurden die Weine des Castello Pomino auf der Weltausstellung in Wien prämiert, 1878 erhielten sie eine Goldmedaille auf der Weltausstellung in Paris. Das Weingut umfasst 1458 Hektar, von denen etwa 108 Hektar mit Rebstöcken kultiviert sind, die bis auf 750m Höhe reichen.

Neben dem Chardonnay und dem Weißburgunder wird auch Traminer Aromatico, Pinot Grigio, Pinot Nero, Trebbiano, Malvasia toscana und San Colombano angebaut. Der Basis-Pomino, bestehend aus Chardonnay und Pinot blanc, liegt 4 Monate in Edelstahl, danach wird ein kleiner Teil davon für drei Monate in Barriques gefüllt. Auf der Flasche darf er sich dann nochmal einen Monat ausruhen, bevor er in den Verkauf geht. Die Pomino Riserva kommt auf 10 Monate Barriqueausbau und vier Monate Flaschenlagerung. Eine weitere Spezialität der Appellation Pomino ist der Vin Santo, der auch vom Castello Pomino erzeugt wird. Dieser trockene bis süße Dessertwein kommt meist zu besonderen Gelegenheiten auf den Tisch, traditionell wird Mandelgebäck, die sogenannten cantuccini, darin eingetaucht. Die Frescobaldis – die Weingüter sind heute unter der Leitung von Lamberto Frescobaldi - legen Wert auf Nachhaltigkeit und kulturelles sowie soziales Engagement. Die Weinberge werden umweltverträglich bewirtschaftet. Seit 2012 dürfen die Weingüter das Siegel AgriQualità tragen, ein Gütesiegel der Toskana, das nachhaltig wirtschaftende Betriebe auszeichnet. Letizia Frescobaldi ist die Schirmherrin der Artisti per Frescobaldi, einer Organisation, die Künstler fördert und unterstützt. Auch werden, zumeist auf dem Castel Giocondo, Etiketten für Sondereditionen von verschiedenen Künstlern designt. Gambero Rosso 2016: *Respekt für Tradition und die Suche nach immer neuen Projekten sind angeborene Eigenschaften der Familie Frescobaldi, die schon im 14. Jahrhundert eine Leidenschaft für den Weinbau entwickelt hatte. Der Betrieb ist in der ganzen Toskana vertreten, vom Hauptquartier im Rufina und von Montalcino bis in die Maremma, aber auch in Friaul. Erwähnenswert das soziale Engagement in der Strafkolonie der Insel Gorgona, wo seit 2012 Häftlinge die Möglichkeit haben, sich auf professionelle Weise im Weinbau zu versuchen und dabei von einem Technikerteam des Hauses betreut werden. Mit Lamberto Frescobaldi an der Spitze, erhielt eine Politik der Erneuerung wichtige Impulse, was auch am Stil der Weine zu erkennen ist. Feine, elegante Düfte mit Waldbeeren, veredelt durch mineralische Noten für den Riserva Vecchie Viti ´12, schlanker, geschmeidiger Körper, vorzüglich am Gaumen und langer Nachgeschmack. Gut auch der Mormoreto ´12, üppiges Aromagepäck mit reifer Frucht und Gewürzen, schöne, gut gegliederte Struktur.*

  • bewirtschaftete Fläche:
    1200 Hektar
  • Besitzer:
    Marchesi de Frescobaldi
  • Webseite
    www.frescobaldi.it