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Weingut Andreas Schmitges

Im Unterdorf 12, 54492, Erden, D

In unzähligen Schleifen schlängelt sich die Mosel von Frankreich her kommend, von Trier bis nach Koblenz, wo sie in den Rhein mündet. In einer der großen Flussschleifen bei Bernkastel-Kues, liegt der kleine Ort Erden, ein Moselweinort, wie er traditioneller nicht aussehen könnte. Das Klima ist begünstigt durch die Erhebungen der Eifel, die die Gegend vor allzu vielen Regenwolken und Winden aus dem Westen schützt. Das Wetter ist warm und mild, wobei der Fluss als Temperaturregler dient, der im Winter vor Frösten schützt und in den Sommernächten die Luft etwas abkühlt. Wer hier Winzer ist, muss schwindelfrei sein, denn die steilen Hänge erheben sich hoch über den Fluss. Vielleicht hatte der in Erden aufgewachsene Andreas Schmitges diese Fähigkeit schon mit der Muttermilch aufgesogen, denn bereits mit 17 Jahren entdeckte er seine Liebe zum Weinbau. Anfänglich war es wohl mehr eine Trotzreaktion, weil viele seiner Freunde und Bekannten ob der schwierigen wirtschaftlichen Lage im Weinbau resignierten. Andreas Schmittges hingegen wollte die familiäre Weinbautradition, die immerhin bis ins Jahr 1744 zurückreicht, nicht kampflos aufgeben. 1990 übernahm Andreas zusammen mit seiner Frau Waltraud das elterliche Weingut vom Vater Heinrich Schmitges - mit dem ganz bewussten Vorsatz, das Weingut an die Spitze der Moselbetriebe zu bringen. Anfangs war dies leichter beschlossen als umgesetzt, denn Schmitges schwamm stetig gegen den Strom. Er tat all das, was andere Winzer in der Region nicht taten und was ihnen nicht gefiel. Dies machte ihn anfänglich zum Außenseiter und kostete natürlich auch erheblich Kraft und Lehrgeld. Letztendlich zahlte es sich aber aus, denn heute gehört das Weingut Schmitges zu den Qualitätsgaranten der Mittelmosel.

Die Arbeitsbedingungen im Steillagenweinbau verlangen den Winzern und den Mitarbeitern einiges ab. Man muss schon eine flammende Leidenschaft für diesen Beruf haben, um die viele Handarbeit und die körperliche Belastung in Kauf zu nehmen. Die Reben haben es übrigens ähnlich schwer auf den Felsen der Moselhänge. Aber diese Belastung treibt sie auf den Schieferböden zu Höchstleistungen an. Andreas Schmitges sagt, dass kleine Veränderungen in der Lage des Weinstockes bereits einen großen Unterschied im fertigen Produkt machen. 10% mehr Neigung, roter oder grauer Schiefer oder eine andere Sonneneinstrahlung machen die Weine einzigartig. Deshalb werden die Rieslinge der Schmitges auch lagenrein auf die Flasche gebracht. Auch Sohn Kilian, der nach einer Dachdeckerlehre dann doch dem Ruf der Steilhänge folgte, hat bereits sein eigenes Projekt in den Startlöchern. Es gibt also die berechtigte Hoffnung, dass wir aus diesem Weingut noch sehr lange ganz individuelle Moselrieslinge genießen werden. Gault & Millau Weinguide Deutschland 2020 *Andreas Schmitges führt das 1744 erstmals erwähnte Familienweingut seit den 90er Jahren in sechster Generation und wird seit zwei Jahren von Sohn Kilian unterstützt, der den Keller sowie Marketing und Vertrieb verantwortet. In der einmaligen Kulturlandschaft der Mittelmosel mit ihren Steil- und Steilstlagen steht der Riesling im Mittelpunkt, der hier auf den meist von rotem und grauem Schiefer geprägten Böden beste Bedingungen vorfindet. Die überwiegend wurzelechten Reben des Weinguts gedeihen in besten Lagen, darunter so berühmten wie Erdener Prälat und Treppchen. Hier entstehen die Großen Gewächse, die abwechselnd im Naturstein – und im Holzfass vergären und reifen. Qualitätskriterien für die Schmitges´ sind Ertragsreduktion, selektive Handlese und eine schonende Traubenverarbeitung. Im Keller wird temperaturkontrolliert und teilweise spontan vergoren und die besten Weine reifen lange auf der Vollhefe. Die durchwegs auf geschmacklicher Harmonie aufgebauten Rieslinge bilden das Herzstück dieser schönen 2018er Jahrgangs-Kollektion. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hier ebenso ausgewogen wie die allesamt bestens balancierten Gewächse. Neben Riesling gibt es auch Rivaner und weiße Burgundersorten, aus Letzteren keltert Sohn Kilian seinen „Quereinsteiger“. Aus Spätburgunder und Dornfelder, im 500-Liter-Fass gereift, entstehen die beiden Rotweine des Betriebs. Zu diesem gehören auch Vinothek und Gästehaus, um die sich Waltraud Schmitges mit viel Engagement kümmert.* Gault & Millau Weinguide Deutschland 2019 *Das Weingut Schmitges wurde ertsmals im Jahr 1744 erwähnt und wird heute in sechster Generation von Andreas Schmitges und Sohn Kilian geführt, die gemeinsam für Weingärten und Keller verantwortlich sind. Ehefrau Waltraud betreut Kunden und Besucher von Vinothek und Gästehaus. Riesling-Anbau in einer einmaligen Kulturlandschaft, die geprägt ist von Steil- und Steilstlagen mit vorwiegend rotem und grauem Schiefer, heißt für die Schmitges´ bewusst niedrig gehaltene Erträge, behutsame Vinifikation, größtenteils selektive Handlese, schonende Traubenverarbeitung, kühle, langsame, teils spontane Gärung und Reife. Ihre überwiegend wurzelechten Reben stehen im Erdener Herrenberg und Rachtiger Deutschherrenberg sowie in zwei der besten Steillagen der Mosel: Erdener Prälat und Treppchen. Hier entstehen die Großen Gewächse des Weinguts, deren Vergärung und Vollhefelager abwechselnd im Naturstein- und im Holzfass erfolgen. Neben Riesling gibt es im Betrieb Rivaner, kleine Mengen an weißen Burgundersorten, aus denen Sohn Kilian sein erstes eigenes Weinprojekt – den „Quereinsteiger“ – keltert sowie in diesem Jahr erstmals einen Spätburgunder, den Pinot Noir 2016. Riesling-Sekt und -Tresterbrand ergänzen das Sortiment, eines, das keine Schwächen kennt. Bereits der Gutswein bietet bei moderatem Preis und Alkohol großes Trinkvergnügen. Auslese und Beerenauslese gehören mit ihrem feinen Säurenerv definitiv zu den edelsüßen Mosel-Weinen, die nicht satt, sondern Spaß machen.* Vinum Weinguide Deutschland 2019 *Mit seinen trockenen Rieslingen des Jahrgangs 2017 ist Andreas Schmitges wieder einmal ein großer Wurf gelungen. Einerseits sind diese Weine reif, andererseits von einer tänzelnden Leichtigkeit – eine seltene Kombination. Der Grauschiefer ist ein typischer Vertreter dieser Art. Doch die beiden Großen Gewächse stehen deutlich an der Spitze der trockenen Weine. Das Treppchen ist noch ein wenig vom Holz dominiert, das sich aber gut dem Schmelz anpasst. Der Prälat ist vornehm und samtig, aber auch stoffig, ohne an Transparenz zu verlieren. Ein Edelsüßer aus dem Erdener Treppchen steht an der Spitze: Der Riesling Auslese * ist saftig und klar und geprägt von sauberer Botrytis. Dieses Erdener Gut machte mit einer Aktion auf sich aufmerksam, die es so wohl noch nicht in Deutschland gegeben hat. Im Herbst 2016 wurden im Erdener Treppchen die Trauben bei 93 Grad Öchsle gelesen und der Most zu jeweils einem Drittel in verschiedene Gebinde eingelagert. Nun durften die Kunden des Hauses entscheiden, welcher Wein ihnen am besten geschmeckt hat. Im Jahrgang 2013 war Waltraud und Andreas Schmitges eine bemerkenswerte Kollektion gelungen. Das Große Gewächs aus dem Erdener Prälat gehörte zu den besten seines Jahrgangs an der Mosel. Qualitätsweinbau wird in diesem Erdener Gut schon seit den 1980er Jahren betrieben. Bereits damals machte der Betrieb mit gelungenen trockenen Spätlesen auf sich aufmerksam. Seither haben wir hier immer wieder Moselweine mit viel Tiefe und Charakter probiert.*

  • gegründet:
    1744
  • bewirtschaftete Fläche:
    25 Hektar
  • Mitgliedschaft/Verbände:
    Bernkasteler Ring
  • Kellermeister/-in:
    Andreas & Kilian Schmitges
  • Besitzer:
    Andreas & Waltraud Schmitges
  • Webseite
    www.schmitges-weine.de
Angebote dieses Erzeugers:

2019 Weingut Andreas Schmitges - Grauschiefer Riesling QbA

9,60

2019 Weingut Andreas Schmitges - Rivaner QbA

6,45

2018 Schmitges Riesling vom roten Schiefer - Kabinett fruchtsüß

11,00

2018 Schmitges Grauschiefer Riesling QbA

9,50

2018 Weingut Andreas Schmitges - Riesling Urgestein Treppchen Kabinett trocken

10,50