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Weingut Bernhard Huber

Heimbacher Weg 19, 79364, Malterdingen, D

Strenge Reduzierung des Ertrages und traditionelle Maischegärung sind die wichtigsten Mittel um hohe Qualitäten zu erzielen. Die besten Rotweine reifen außerdem bis zu 18 Monaten in Eichenfässern. Hier verschmelzen die Tannine und Fruchtaromen des Spätburgunders mit dem Einfluss des Barriques. Dadurch entwickeln die Weine vielschichtige Duft- und Geschmacksnuancen. Der Philosophie von Bernhard Huber entspricht es, alle Weine durchgären zu lassen und ihnen eine lange Lagerzeit auf der Hefe zu gönnen. Somit entstehen fast ausschließlich trockene Weine. Eine Besonderheit des Weingutes verbirgt sich hinter dem Begriff "Malterer". Dieser gehaltvolle Weißwein ist eine Weinkomposition aus Weißem Burgunder und Freisamer, einer Sorte, die vor über 70 Jahren in Freiburg durch eine Kreuzung aus Ruländer und Sylvaner entstanden ist. Im Sortenspiegel des 26 Hektar umfassenden Gutes befindet sich hauptsächlich Spätburgunder, aber auch die anderen Burgundersorten: Weißer und Grauer Burgunder, Chardonnay und Auxerrois. Die beiden letzteren werden aus über 40 Jahre alten Rebstöcken gewonnen. "Hubers Wein ist absolut einer der besten der Welt", schwärmte Francois Mauss, ein Franzose und Präsident der "Grand Jury European", eines bekannten in Luxemburg ansässiges Verkostungsgremiums, in der Zeitschrift NEWSWEEK (Nov. 4, 2002). "Wenn Sie mich vor 20 Jahren gefragt hätten, ob die Deutschen eines Tages solche Weine erzeugen könnten, hätte ich gesagt: niemals, niemals, niemals."

Gerhard Eichelmann Deutschlands Weine 2020 *Barbara Huber führt Bernhard Hubers Werk fort zusammen mit Sohn Julian, der neue Akzente setzt. Der Weg von Bernhard und Barbara Huber war bemerkenswert. Bei Null hatten sie angefangen, 1987 mit der Selbstvermarktung begonnen, in einem Jahrzehnt zusammen den Betrieb als Spitzenweingut etabliert, dann sich aber nicht zufrieden zurückgelehnt, sondern immer weiter an der Qualität gefeilt, die Weine sind immer noch besser geworden. Das Portfolio an Weinbergen haben sie stetig erweitert über das heimatliche Malterdingen und den Bienenberg hinaus, mit Weinbergen im Hecklinger Schlossberg und in der Brombacher Sommerhalde. Und von Anfang an auf Spätburgunder gesetzt und sich immer an Burgund orientiert, Burgund war Bernhard Hubers zweites Zuhause. Zwei Drittel der Weinberge nimmt Spätburgunder ein, dazu gibt es vor allem Chardonnay, auch Weißburgunder und Grauburgunder, daneben ein klein wenig Auxerrois, Muskateller, Freisamer, Riesling und Müller-Thurgau. Der Guts-Spätburgunder, früher als Spätburgunder von jungen Reben bekannt, bildet die Basis des Sortiments, es folgt der Malterdinger Spätburgunder und dann der Spätburgunder von alten Reben, quasi der Zweitwein hinter den Großen Gewächsen. An der Spitze der roten Kollektion stehen vier Große Gewächse, die Spätburgunder aus Bienenberg, Sommerhalde und Schlossberg, sowie der Wildenstein, ein besonderer Weinberg innerhalb des Bienenbergs. Beim Weißwein konzentriert sich Julian Huber inzwischen hauptsächlich auf Chardonnay. Vom Chardonnay gab es immer zwei Weine, einen Chardonnay ohne Lagenbezeichnung und den Schlossberg-Chardonnay, mit dem Jahrgang 2014 wurde ein weiterer Lagen-Chardonnay aus dem Bienenberg als Großes Gewächs eingeführt, der Chardonnay ohne Lagenbezeichnung erhielt den Zusatz „Alte Reben“. Kollektion Vom Grauburgunder gibt es kein Großes Gewächs aus dem Bienenberg mehr, das letzte, das wir verkosten konnte, war aus dem Jahrgang 2013. Den nun präsentierten 2018er Grauburgunder als Gutswein zu bezeichnen fällt schwer, so wunderschön präzise und frisch ist er, zupackend und druckvoll: Ein hervorragender Wein. Er zeigt ein wenig mehr Frucht als der 2017er Malterdinger, eine Cuvée aus Weißburgunder und Chardonnay, die feine Barriquewürze im Bouquet zeigt, viel Frische, etwas Toast, recht säurebetont und zupackend im Mund ist, viel Frische und Grip besitzt. Der Malterdinger Chardonnay von alten Reben zeigt rauchige Noten im Bouquet, feine Frische und Würze, ist präzise und zupackend im Mund, besitzt viel Säure und Grip. Der Chardonnay aus dem Bienenberg ist enorm würzig im Bouquet, zeigt feinen Toast, wie beim Chardonnay von alten Reben wird schon im Bouquet der Eindruck von Säure erweckt, er besitzt feine Frische im Mund, gute Struktur, ist druckvoll, lebendig und nachhaltig. Der Spätburgunder Gutswein ist klar und fruchtbetont zeigt etwas rote Früchte, ist harmonisch und geradlinig im Mund, ein feiner Gutswein. Der Malterdinger Spätburgunder ist deutlich kraftvoller und fülliger, er besitz klare Frucht, gute Struktur, Harmonie und Länge. Mit dem Alte Reben-Spätburgunder haben wir dieses Jahr besonders viel Zeit verbracht. Anfangs war er intensiv und eindringlich, sehr dominant, das Bouquet wirkte eher verstörend, im Mund war er säurebetont, zupackend, nach ein bis zwei Tagen aber hatte er sich völlig verändert, war harmonischer, klarer und fülliger. Stellt er sonst das Bindeglied zwischen dem Malterdinger und den Großen Gewächsen dar, ist er im Jahrgang 2017 sehr eigenwillig und eigenständig, wir werden verfolgen, in welche Richtung er sich entwickeln wird. Die Großen Gewächse dann sind alle wieder große Klasse, die Entscheidung fällt schwer. Sicherlich, über die letzten fünfzehn Jahre betrachtet, ist der Wildenstein schon die Nummer Eins. In manchen Jahrgängen aber kommen die anderen ihm sehr nahe. So auch 2017. Der Bienenberg ist fruchtbetont, präzise, faszinierend reintönig, mineralisch und nachhaltig, die stilistische Weiterentwicklung unter der Regie von Julian Huber ist evident. Dies sieht man auch beim Spätburgunder aus der Sommerhalde, der immer noch intensiv fruchtig ist, etwas Johannisbeeren zeigt, aber herrlich präzise, lebendig und druckvoll ist. Der Wein aus dem Schlossberg zeigt rauchige Noten, reintönige Frucht, ist herrlich eindringlich und konzentriert, klar im Mund, präzise, kraftvoll, nachhaltig. Der Wildenstein zeigt reintönige Frucht im Bouquet, ganz dezenten Toast im Hintergrund, ist frisch im Mund, harmonisch, reintönig, druckvoll und lang. Große Kollektion!* Falstaff Wein Guide Deutschland 2020 *Es ist absolut bemerkenswert, mit welcher Souveränität Julian Huber gemeinsam mit seiner Mutter Barbara das Weingut nach dem Tod von Bernhard Huber weiterführt. Gemeinsam mit befreundeten Winzern wie Friedrich Keller und Tobias Knewitz hat Huber sogar eine Bewegung in Gang gesetzt, die sich an Burgund orientiert und Pinot Noir und Chardonnay in den Fokus stellt. Und wie! Seine Weine fallen kompromisslos aus und legen keinen Wert auf den schönen, schnell vergänglichen Schein. Sie sind wie das Spätburgunder-GG aus dem Schlossberg immer auf Potenzial gekeltert. Famos!* Vinum Weinguide Deutschland 2020 *Fünf Jahre ist es nun her, dass Julian Huber das schwere Erbe nach dem viel zu frühen Tod seines Vaters antreten musste. Mit Mitte 20 einen Betrieb zu übernehmen, den Bernhard Huber nicht nur in die deutsche Spitze geführt hatte, sondern dessen exzellente Spätburgunder auch im Ausland immer mehr Aufmerksamkeit erregten – da kann man doch eigentlich nur scheitern? Doch schon bald wurde klar: Dieser junge Mann straft alle Pessimisten Lügen. Nicht nur, dass er das hohe Niveau seines Vaters halten konnte, Julian Huber hat auch damit begonnen, eigene Schwerpunkte zu setzen. So ist es sein erklärtes Ziel, in einigen Jahren nur noch Chardonnay und Pinot Noir anzubauen. Die Bourgogne also in Malterdingen? Dass das funktionieren kann, ahnten schon vor 700 Jahren jene Zisterziensermönche, die sich hier ansiedelten, weil sie ähnliche Bodenstrukturen wie im heimischen Burgund vorfanden. Großartiger Chardonnay Natürlich setzten die großen Winzer an der Cote d´Or weltweit die Standards für die besten Pinot Noirs und auch Chardonnays. Ihnen nachzueifern ist also logisch, doch sie nur zu kopieren, ist Julian Hubers Sache nicht. Er probiert erst mal aus, was im Malterdinger Terroir möglich ist, etwa beim Chardonnay. Manche fanden, dass er die Reduktion, die sich etwa als Feuersteingeruch niederschlägt, anfangs vielleicht ein wenig übertrieben hat. 2017 ist das nicht mehr so, aber natürlich fallen diese Weine in der Jugend weiterhin nicht durch viel Frucht auf, was ja auch so sein soll. Leider ist der Chardonnay aus dem Schlossberg in den letzten Jahren dem Frost zum Opfer gefallen, sodass nur Bienenberg und Alte Reben vorgestellt werden konnten – großartige Weine, die zu den besten ihrer Sorte im ganzen Land gehören. Mit mehr als zwei Dritteln seiner Rebfläche aber widmet sich dieses Ausnahmegut weiterhin dem Pinot Noir. Und was Julian Huber da aus dem Jahrgang 2017 präsentiert, ist seiner qualitativen Dichte vom Gutswein mit 89 Punkten bis zum phänomenalen Wildenstein mit 95 Punkten wohl einzigartig in diesem Jahrgang in Deutschland. Während die Sommerhalde der offenere, ja verspieltere Typ ist, glänzt der Wildenstein mit Finesse und einer großartigen Dichte, ohne auch nur andeutungswiese fett zu wirken. Dass diese überragenden Qualitäten gelingen bei durchweg gerade mal 12,5 Volumenprozent Alkohol, das können nur ganz wenige Pinot-Noir-Experten auf der Welt. Teamgeist und Herkunft Gemeinsam mit seiner Mutter Barbara leitet Julian seit dem Ableben seines Vaters das Weingut Bernhard Huber in Malterdingen. Hinter den beiden steht allerdings auch ein sehr erfahrenes und bestens geschultes Team, das es Julian erlaubt, viel Zeit in den Reben zu verbringen.* Gault & Millau Weinguide Deutschland 2020 *Für Julian Huber gibt es kein Schema F, kein „Das haben wir aber immer schon so gemacht“. Individualqualität gepaart mit enormen Feingefühl und einer guten Prise Risikobereitschaft führten das Ausnahmetalent aus Malterdingen dahin, wo es heute steht: auf Weltklasseniveau. Konsequent widmet er sich den Chardonnays und Spätburgundern. „Diese beiden Sorten sind für uns die besten Botschafter unserer Lagen, was uns antreibt, uns immer mehr auf diese zu konzentrieren“, sagt er. Auch wenn die Lagen noch so gut sind, das letzte Quäntchen zur wirklichen Spitze liegt natürlich in der persönlichen Zuwendung und Sorgfalt bei der Pflanzenarbeit in den Huber´schen Rebgärten begründet. Egal wo Julian Huber Hand anlegt, er tut es mit Fingerspitzengefühl und Liebe zu seinem Beruf. Im Weinberg bekommt jede Parzelle, ja sogar jeder Rebstock von ihm genau das, was er braucht. Und das mit dem gebotenen Respekt vor der Natur. „Auch wenn wir keine Zertifizierung haben, ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, schonend und nachhaltig mit unseren Böden und der Tier- und Pflanzenwelt zu arbeiten“, erklärt Huber. Um das ökologische Gleichgewicht in seinen Weinbergen zu erhalten, nutzt er unter anderem eigenen Kompost und blühende Pflanzen für die Begrünung. Ebenso sorgsam geht er mit seinen Weinen um. Schonend begleitet er sie von der Lese bis zur Trinkreife. Dabei lässt er ihnen viel Zeit und Ruhe, um ihr Aroma zu entfalten. „Der Großteil unseres Sortiments kommt immer erst zwei Jahre nach der Ernte auf den Markt. Wenn es Weine gibt, die mehr Zeit benötigen, bekommen sie diese auch bei uns“, erläutert der junge Winzer. „Es zählt immer nur, wie es schmeckt.“ Schon in seiner Kindheit hatte Julian Huber ausreichend Gelegenheit, in den Weinbergen rund um seinen Heimatort Malterdingen im nördlichen Breisgau Winzerluft zu schnuppern. Als kleiner Junge begleitete er den Großvater, wenn es auf den Hängen etwas zu reparieren gab. Als Jugendlicher steuerte er den Traktor über die Wege zwischen den Rebflächen. Sein Wegbereiter und Lehrmeister war sein Vater. Der unvergessene Bernhard Huber gründete das Weingut vor über 30 Jahren und schrieb mit seinen Spitzenburgundern eine legendäre Erfolgsgeschichte. Nicht nur an den eigenen Sohn gab er sein Weinwissen weiter, auch viele andere junge Winzer profitierten von seiner Erfahrung und seinem Know-how. Mit gerade mal 24 Jahren trat Julian Huber mit Mutter Barbara an seiner Seite das Erbe des Vaters an. Alte Reben in Spitzenlagen wie dem Malterdinger Bienenberg oder dem Hecklinger Schlossberg boten ihm dafür beste Startbedingungen. Mutig und selbstbewusst machte er sich nun auf, ganz eigene Pfade zu beschreiten. Und der Beweis für seine außergewöhnliche Begabung ließ nicht lange auf sich warten. In den vergangenen Jahren konnten seine Weine immer wieder Erfolge verbuchen – wozu nicht zuletzt die zweimalige Höchstbewertung durch diesen Weinguide 2018 und 2019 gehörte. Sein Geheimnis: Hier ein bisschen mehr, wie beispielsweise bei der geheimnisvollen geschmacklichen Tiefe des 2017er Spätburgunders aus der Parzelle Wildenstein, dort ein bisschen weniger. So stattet er alle seine Weine mit einem Quäntchen zusätzlicher Säure aus. Damit verfolgt er gleich drei Ziele: den Weinen mehr Spannung, ein höheres Entwicklungspotenzial und größere Finesse zu geben. Bei den aktuell gezeigten 2017er Chardonnays reduzierte er zudem die Fruchtnote, so dass sie sich geschmacklich langsamer, dafür aber beständig aufbauen und somit seine unverwechselbare Handschrift tragen.* Falstaff Wein Guide Deutschland 2019 *Julian Huber macht Enrst – und füllt nur noch vier Ortsweine aus Malterdingen: je einen normalen Villages und einen Vieilles Vignes in Weiß und Rot, und das stets ohne Sortenangabe. Konsequent gelebtes Burgund im Breisgau! Und auch stilistisch ist das die Richtung, ganz gleich, ob bei Chardonnay oder Pinot Noir: Die Weine sind bedingungslos auf Potenzial gekeltert, sie geben keinen Pfifferling auf Zugänglichkeit, wenn diese auf Kosten von Stoff und Nerv gehen würde. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Weine nicht reich wären. Man probiere nur die Bienenberg GGs.* Gault & Millau Weinguide Deutschland 2019 *Julian Huber, liebevoll und umsichtig unterstützt von seiner Mutter Barbara, geht seinen eigenen Weg weiterhin und zu Recht selbstbewusst mutig wie konsequent. Dass es ihm gelungen ist, innerhalb nur weniger Jahre eine ureigene Handschrift zu entwickeln, darf man durchaus als einen genussvoll überzeugenden Beweis, zum einen für Julians Hingabe für den den Weinanbau wie -ausbau, aber auch für sein absolutes Ausnahmetalent werten. Wenn sich Vergleiche mit der Arbeit seines Vaters überhaupt erlauben, kann man sagen, dass dieser immer den Ausgleich, die Harmonie der Elemente gesucht hat. Julian geht offenbar einen Tick mehr Wagnis ein, er riskiert beispielsweise deutlich mehr Säure, um besonders viel Spannung in den Weinen zu erzielen und sie mit noch mehr Entwicklungspotenzial und Finessenreichtum auszustatten. So erreicht das Große Gewächs Wildenstein, eine ultimative Fasselektion aus einer Parzellenselektion mit Spätburgunderreben auf eisenhaltigem Kalk im Bienenberg, wieder die Traumnote von 100 Punkten, welche in der 25-jährigen Geschichte dieses Weinguides erst fünfmal vergeben wurde. Alle Huber´schen Spätburgunder sind geprägt von feinster Kirsch- und Waldbeeren-Aromatik, gepaart mit einer geheimnisvollen sensorisch erfassbaren Tiefe und Kühle, die ihresgleichen sucht und – wenn überhaupt – mit den besten Ausnahme-Gewächsen an der Côte-de-Nuits verwandschaftliche Bande hat. Dem geneigten Leser und Weinfreund sei allerdings empfohlen, die Entdeckungsreise der Huber´schen Spätburgunder Ausnahme-Qualitäten mit den herausragenden „Einstiegsweinen“ wie Malterdinger und Alte Reben zu beginnen und unseren beiden Top-Scorern aus dem Jahr 2015 und 2016 noch ein wenig Zeit für die Ausschöpfung des Reife- und Genusspotenziales zu lassen, zu schade, wenn von den wenigen 100 Fläschchen in zehn, zwanzig Jahren nichts mehr übrig bliebe. Etwas beherzter darf bei der Weißweinpalette zugegriffen werden, hier fokussiert sich Julian Huber – frei nach burgundischen Vorbild – beginnend mit einer traumhaften, allerdings schlicht und einfach Malterdinger genannten Cuvée, fast ausschließlich auf Chardonnay und bringt diese edle Rebsorte in bisher in Deutschland nicht gekannte Höhen. „Wir kämpfen gegen die Frucht“, lautet hierbei das Huber´sche Credo. Was hier zuerst einmal ein wenig fremd in den Ohren – nicht nur der badischen Weinfreunde – klingt, schafft Raum für eine eigenständiges, betörendes Geschmacksprofil und ist somit entscheidender Schlüssel zur überzeugenden Weiterentwicklung des Hausprofils. Dem unvergessenen Vater Bernhard Huber war zuvor in nur 30 Jahren gelungen, was anderen – selbst in Burgund – oftmals auch generationsübergreifend nicht vergönnt ist. Große Weine aus Burgunder-Reben zu erzeugen, die sich mit allen anderen berühmten Namen messen können. Bernhard Huber hatte erkannt, dass große Weine – egal ob Burgunder, Barolo oder Badener – nie von opulenter Frucht, der schieren Kraft und Holznoten leben können, sondern ihre Persönlichkeit dem Boden, den Reben sowie Herz und Verstand des Winzers verdanken. Bernhard Huber hat viele junge Winzer ausgebildet, er hatte viel weiterzugeben. Sein Wissen über Lagen und Böden, das ihm überhaupt erst ermöglichte, zunächst sehr gute und später herausragende Weine zu produzieren. Er hatte sich mit den Reben, ihrer Genetik beschäftigt, im Weinberg wie im Keller auf jedes Detail geachtet. Das Breisgauer Terroir mit dem Burgunds verglichen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausgefunden.* Gerhard Eichelmann Deutschlands Weine 2019 *Barbara Huber führt Bernhard Hubers Werk fort zusammen mit Sohn Julian. Der Weg von Bernhard und Barbara Huber war bemerkenswert. Bei Null hatten sie angefangen, 1987 mit der Selbstvermarktung begonnen, in einem Jahrzehnt zusammen den Betrieb als Spitzenweingut etabliert, dann sich aber nicht zufrieden zurückgelehnt, sondern immer weiter an der Qualität gefeilt, die Weine sind immer noch besser geworden. Das Portfolio an Weinbergen haben sie stetig erweitert über das heimatliche Malterdingen und den Bienenberg hinaus, mit Weinbergen im Hecklinger Schlossberg und in der Bombacher Sommerhalde. Und von Anfang an auf Spätburgunder gesetzt und sich immer an Burgund orientiert, Burgund war Bernhard Hubers zweites Zuhause. Zwei Drittel der Weinberge nimmt Spätburgunder ein, dazu gibt es Chardonnay, Weißburgunder und Grauburgunder, daneben ein klein wenig Auxerrois, Muskateller, Freisamer, Riesling und Müller-Thurgau. Der Guts-Spätburgunder, früher als Spätburgunder von Jungen Reben bekannt, bildet die Basis des Sortiments, es folgt der Malterdinger Spätburgunder und dann der Spätburgunder von alten Reben, quasi der Zweitwein hinter den Großen Gewächsen. An der Spitze der roten Kollektion stehen vier Große Gewächse, die Spätburgunder aus Bienenberg, Sommerhalde und Schlossberg, sowie der Wildenstein, ein besonderer Weinberg innerhalb des Bienenbergs. Im weißen Teil der Kollektion gibt es Große Gewächse vom Bienenberg für Weißburgunder und Grauburgunder. Vom Chardonnay gab es immer zwei Weine, einen Chardonnay ohne Lagenbezeichnung und den Schlossberg-Chardonnay, mit dem Jahrgang 2014 wurde ein weiterer Lagen-Chardonnay aus dem Bienenberg eingeführt, der ebenso wie erstmals auch der Schlossberg-Chardonnay als Großes Gewächs bezeichnet wird, der Chardonnay ohne Lagenbezeichnung erhielt den Zusatz „Alte Reben“. Kollektion Als Pendant zum Malterdinger Spätburgunder gibt es mit dem Jahrgang 2016 nun den weißen Malterdinger, der rauchige Noten im Bouquet zeigt, viel Frische, kraftvoll und präzise ist, feine Frische und Frucht besitzt. Große Gewächse von Weißburgunder und Grauburgunder werden nicht mehr erzeugt. Wir verstehen das, wir finden es richtig, dass sich Weingüter beschränken und begrüßen es ausdrücklich, dass Julian Huber sich ganz auf Spätburgunder und Chardonnay beschränken will. Hat man dann aber nochmals die Gelegenheit, ältere Huber´sche Jahrgänge von anderen Rebsorten zu verkosten, wie wir dieses Jahr zwei 2010er, dann kommt doch etwas Wehmut auf. Der Weißburgunder ist kraftvoll, klar, sehr harmonisch, der Grauburgunder zeigt ein „burgundisches“ Bouquet, ist komplex und lang. Die Chardonnay sind wie schon in den beiden Vorjahren schon aufgrund ihres Bouquets leicht zu identifizieren – als Verkoster freut man sich natürlich, wenn man in Blindproben Weine erkennt, trotzdem fragen wir uns, ob wir das wollen, dass ein Wein ganz laut schreit: „Ich bin ein Huber-Chardonnay!“ Großartig sind sie allemal. Der Chardonnay von alten Reben besitzt viel Frische und Druck, viel Präzision, ist herrlich schlank und lebendig. Der Bienenberg-Chardonnay zeigt feine Frische, rauchige Noten, dezenten Toast, ist frisch, klar und zupackend, präzise, strukturiert, druckvoll, enorm jugendlich. Zwei ganz hinten im Regal vergessene „Junge Reben“ – aber Hallo: Die leben noch! Wie auch der strahlende 2011er Malterdinger. Wenn schon die „kleinen“ Huber-Spätburgunder so gut reifen, dann muss man sich um die „großen“ erst recht keine Sorgen machen. Der 2016er Malterdinger ist herrlich reintönig, frisch und zupackend, der Alte Reben faszinierend reintönig, kraftvoll, lebendig, nachhaltig. Der Wein von der Sommerhalde zeigt reintönige Frucht, rote Früchte, ist frisch, harmonisch und elegant bei guter Struktur. Der Wildenstein zeigt faszinierend reintönige Frucht, viel Frische, ist klar, harmonisch, strukturiert, besticht mit viel Frische und Reintönigkeit. Auch der Schlossberg zeigt viel Frische im Bouquet, reintönige Frucht, ist klar und präzise, harmonisch, druckvoll und elegant, enorm nachhaltig bei viel Frische noch im Abgang. Der Bienenberg zeigt faszinierend viel Frucht, ist herrlich eindringlich und reintönig, im Mund klar, präzise, druckvoll, wie an der Schnur gezogen, lang und nachhaltig und durch und durch lebendig. Großartige Kollektion!* Vinum Weinguide Deutschland 2019 *Wenn man zu den Hubers nach Malterdingen kommt oder dort anruft, wird man Julian Huber kaum antreffen, >>der ist gerade in den Reben

  • gegründet:
    k.A.
  • bewirtschaftete Fläche:
    28ha
  • Mitgliedschaft/Verbände:
    VdP, Deutsches Barrique-Forum
  • Kellermeister/-in:
    Julian Huber
  • Besitzer:
    Barbara Huber
  • Webseite
    www.weingut-huber.com
Angebote dieses Erzeugers:

2016 Huber Grauer Burgunder 1,5 l - Magnum

31,50

2016 Weingut Bernhard Huber - Spätburgunder Alte Reben VDP.Ortswein

32,10

2016 Weingut Bernhard Huber - Chardonnay Alte Reben VDP.Ortswein

32,10

2018 Weingut Bernhard Huber - Grauer Burgunder VDP.Gutswein

15,45

2017 Weingut Bernhard Huber - Chardonnay Alte Reben VDP.Ortswein

32,10

2017 Weingut Bernhard Huber - Spätburgunder Alte Reben VDP.Ortswein

32,10