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Château Villars

33141, Saillans, F

Die Gegend um die Stadt Libourne nennt man Libournais, allerdings hat sich auch der Begriff "rechtes Ufer" eingebürgert, wenn man von der Fließrichtung der Garonne ausgeht. Im Gegensatz dazu steht das "linke Ufer", die das Bordelais mit Médoc und Graves auf der anderen Seite des Flusses umschließt. Das Libournais ist hauptsächlich bekannt durch die Appellationen St. Émilion und Pomerol, die weltweite Bekanntheit und Aufmerksamkeit genießen. Aber wie das aber immer so ist, die Konkurrenz schläft nicht und so hat es auch in den weniger prestigeträchtigen Appellationen Bewegung und Qualitätsbestrebungen gegeben, um zu den „Großen“ aufzuschließen. Fronsac und Canon-Fronsac sind hierfür ein gutes Beispiel. Die Böden sind ebenfalls aus Kalkstein, im Falle von Château Villars nahe dem Ort Saillans, kommt noch ein Lehmanteil hinzu. Die Fachwelt spricht den Erzeugnissen von dort zwar die Feinheit der weiter östlich erzeugten Weine ab, allerdings entstehen hier ebenfalls komplexe, kraftvolle und langlebige Weine mit einem sensationellen Preis-Leistungsverhältnis. Château Villars ist in den Zeiten von betuchten, häufig auch ausländischen Investoren eine Seltenheit, hier arbeiteten bereits sieben Generationen derselben Familie und ein Ende ist nicht abzusehen, denn das Weingut ist immer noch in Familienbesitz und für die Nachfolge ist gesorgt. Obwohl durch notarielle Dokumente belegt ist, dass die Vorfahren der Familie Gaudrie schon seit Generationen das Land bewirtschaftet, sind nur wenige Einzelheiten über das Leben damals bekannt. Näheres weiß man ab 1907 von Octave Trocard, der im selben Jahr für seine Erzeugnisse eine Goldmedaille auf der Weltaustellung in Antwerpen errang. Unglücklicherweise starb seine Frau im Alter von 27 Jahren und auch Octave überlebte den 1. Weltkrieg nicht. Er hinterließ seinen beiden kleinen Töchtern Marie-Louise und Thérèse das Weingut. Da diese noch viel zu klein waren, um das Weingut zu führen, wurde ein Monsieur Godin als Vormund bestellt und eine kinderlose Freundin der Familie zog die Mädchen groß. Thérèse heiratet 1934 Jean-Jacques Gaudrie, einen bemerkenswerten "Schaffer", dem es nach den beiden Kriegen gelingt, die übel zugerichteten Weinberge wieder herzurichten und Reben neu zu pflanzen.

Erst den beiden nächsten Generationen ist es dann vergönnt, den alten Glanz von Villars wieder zu beleben. Jean-Claude, der älteste von Thérèses' Söhnen übernimmt 1968, nach dem Tod seines Vaters, den Betrieb. Er arbeitet wie besessen an der Verbesserung seiner Weine. Ab 1978 baut er die Weine, ganz wie ein Bordelaiser Grand Cru Classé ausschließlich in Barriquefässern aus und erreicht damit neue Anerkennung. Thierry Gaudrie hat heute die Leitung des Weingutes inne. Er ist einer von drei Söhnen von Brigitte und Jean-Claude Gaudrie und ausgebildeter Önologe. In etwa hundert Jahren hat sich die Rebfläche von Villars beinahe verdoppelt und liegt heute bei ca. 30 Hektar. Dazu kommen noch einige Hektar an Wiesen und Wäldern. Ganz klassisch wird hier Merlot (etwa 70%), Cabernet franc (etwa 20%) und Cabernet Sauvignon (etwa 10%) angebaut. Durch die Zukäufe über die Jahre konnte immer ein Gleichgewicht zwischen alten und neuen Reben gehalten werden, was zu einer großen Konstanz in der Qualität führt. Immer noch werden die Weine ausschließlich in Eichenholz ausgebaut, die Fässer werden jedes Jahr um ein Drittel erneuert. Sehr penibel ist man auf Villars bei der Weinlese. Jede Traube wird streng nach ihrem Reifegrad geerntet, so zieht sich manche Lese in die Länge.

  • gegründet:
    seit 1907 in Familienbesitz
  • bewirtschaftete Fläche:
    30 ha
  • Kellermeister/-in:
    Thierry Gaudrie
  • Besitzer:
    Thierry Gaudrie
  • Webseite
    www.chateauvillars.com
Angebote dieses Erzeugers:

2014 Chateau Villars 1,5 l - Magnum - Fronsac AC

29,68

2019 Chateau Villars

13,31

2012 Chateau Villars 1,5 l - Magnum - Fronsac AC

29,05

2019 Chateau Villars 1,5 l - Magnum

28,27

2016 Chateau Villars 1,5 l - Magnum - Fronsac AC

33,25

2019 Chateau Villars 0,375 l - halbe Flasche

7,55