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Château La Dominique

33330, Saint-Emilion, FR

Wenn von den Böden in St. Emilion die Rede ist, dann spricht man häufig von dem mächtigen Kalksteinplateau, auf dem die Stadt St. Emilion liegt. Aber in der AOC St. Emilion gibt es noch weitere Bodentypen. Vom Kalksteinplateau in nordwestliche Richtung gehend, schließt sich eine Zone mit einer sandigen Lehmauflage an, die in eine breite Zone mit Sandauflage übergeht. Dieser Sandboden wird „anciens sandes“ genannt, also „alte Sande“. Ganz an der Grenze zu Pomerol befindet sich noch ein kleiner Streifen von „älteren graves“. Damit sind warme kiesige Ablagerungen gemeint, auf denen Spitzenweine gedeihen können. In diesem Bereich liegt auch das Château Cheval blanc und das Château Figeac. Direkt daneben, und damit auch noch ein Profiteur des guten Terroirs, liegt das Château La Dominique. Die Böden auf La Dominique setzen sich aus 25% braunen Tonböden und 75% aus Schwemmsand (anciens sandes) mit Kies auf einer Tonunterlage zusammen. Das Land wird schon seit langer Zeit bewirtschaftet. Eine erste Erwähnung findet sich aber erst im Jahr 1690, als Ludwig der XVI. das Anwesen als Zeichen der Anerkennung an Jean Micheau, seines Zeichens Tischler, verlieh. Etwa 100 Jahre später ist das Anwesen auf den Namen Monsieur Fontémoing registriert, der in Libourne einen Weinhandel betrieb. Eine hübsche Legende besagt, dass ein wohlhabender Weinhändler, der das Weingut im 18. Jahrhundert besaß, dem Château seinen Namen gab. Er nannte es La Dominique, in Erinnerung an die Karibikinsel Dominica. Eine historische Tatsache ist jedoch, dass die Nachfolger von Gabriel Henri Greloud das Weingut 1918 an Louis Benoit Soualle verkauften. Damals mit einer Anbaufläche von 21 Hektar. Dieser wiederum überlässt es 1933 Edouard Louis de Baillencourt dit Courcol. Trotzdem wird es bei der ersten St. Emilion Klassifikation als Grand Cru eingestuft. Danach brechen magerere Zeiten für La Dominique an. Die Familie vernachlässigt das Château arg. Als der schwerreiche Bauunternehmer Clément Fayat das Weingut 1969 kauft, ist es in keinem guten Zustand. Er investiert große Summen für eine Modernisierung. Als das benachbarte Château Cheval blanc sich einen Kellereineubau gönnt, kann Fayat nicht an sich halten.

Er setzt sich mit dem französischen Star-Architekten Jean Nouvel zusammen und plant ein neues Gebäude, das etwa 7 Millionen Euro kostet. Im Jahr 2013 wird der moderne, rotglänzende Neubau fertiggestellt. Die Fassade besteht aus Edelstahl-Lamellen, die in sechs Rottönen chargieren und die Umgebung spiegeln. Neben einem Fasskeller, einer Halle mit Edelstahltanks und Empfangsräumen beherbergt das Gebäude im obersten Geschoss auch ein Restaurant mit Dachterrasse. Das „La Terrasse Rouge“ erhielt seinen Namen nicht von ungefähr. Die Terrasse ist mit roten, künstlichen Kieselsteinen bedeckt, die die Gäste auch barfuß betreten dürfen. Neben den baulichen Veränderungen, gab es auch weinbauliche. Dazu gehört die Erhöhung der Pflanzdichte, die Robert Parker 2004 mit 5700 Reben pro ha auswies, die aber laut Weingut heute bei 7000-9000 Reben pro ha liegt. Auch die Anbaufläche hat sich erhöht, von 22,5 ha auf 30 ha, wobei nicht klar ist, von wem die Rebflächen hinzugekauft wurden. Prozentual liegt der Merlot mit 81% Anbaufläche vorne, gefolgt von Cabernet franc mit 16% und Cabernet Sauvignon mit 3%. Die Cuvée wird zu 70-80% neuen Fässern ausgebaut, die durchschnittliche Jahresproduktionsmenge liegt bei 90.000 Flaschen. Neben dem Grand Vin produziert La Dominique noch seinen Zweitwein namens „Relais de La Dominique“. Der beratende Önologe ist Michel Rolland.

  • gegründet:
    Ende des 18. Jahrhunderts
  • bewirtschaftete Fläche:
    30ha
  • Mitgliedschaft/Verbände:
    UGCB
  • Kellermeister/-in:
    Michel Rolland
  • Besitzer:
    Clément Fayat
  • Webseite
    www.vignobles.fayat-group.com
Angebote dieses Erzeugers:

2014 Chateau La Dominique St. Emilion Grand Cru Classe

43,30

2015 Chateau La Dominique 1,5 l - Magnum

123,00

2015 Chateau La Dominique St. Emilion Grand Cru Classe

60,60

2016 Chateau La Dominique St. Emilion Grand Cru Classe

75,50