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Dalmore Distillery

Alness, Morayshire, IV15 0UT, Alness, GB

In den Weiten der nördlichen Highlands, nördlich von Inverness liegt der Ort Alness. Während einige Destillen-Gründer die besser erschlossene Ebene der Speyside für ihre Brennereien bevorzugten, beschloss Alexander Matheson im Jahre 1839, dass genau dieses Fleckchen Erde seine Destille beheimaten sollte. Eine Infrastruktur war quasi nicht vorhanden, das Land rau und unwegsam, direkt am Wasser gelegen. Neben der Destille und den dazugehörenden Lagerhäusern, musste er Straßen und Wege bauen, um seine Ware überhaupt transportieren zu können. Bei Dalmore sagt man, dass es ihm ausschließlich um die besten natürlichen Voraussetzungen für sein Geschäft ging, infrastrukturelle Belange waren ihm egal. 1867 beschloss Matheson, dass es an der Zeit wäre, die Brennerei an einen Nachfolger abzugeben. Die Brüder Andrew und Charles Mackenzie machten das Geschäft. Sie stammten aus dem Mackenzie Clan, dessen lange Geschichte heute in Dalmore einfließt. Der Zwölfender, der jede Flasche schmückt, hat einen besonderen Hintergrund. 1263, so sagt es die Geschichte, war Colin of Kintail, das Oberhaupt des Mackenzie Clans, mit König Alexander II. auf Hirschjagd. Als ein Hirsch den König angriff, war Colin der einzige der Gefolgsleute, der eingriff, und den Hirsch tötete. Aus lauter Dankbarkeit für sein Leben schenkte König Alexander II. dem Clanchef später die Ländereien von Eilean Donan, das Motto „Luceo Non Uro“ (I shine. Not burn – ich leuchte, aber verbrenne nicht) und zu guter Letzt das Wappen des Zwölfenders. Genau dieses Wappen brachten die Brüder nun viele Jahrhunderte später zu Dalmore und kreierten ein einzigartiges Logo. Die Familie besaß Dalmore für etwa ein Jahrhundert.

Heute gehört es zu dem in Glasgow ansässigen Whiskyhaus Whyte & Mackay. 2014 musste die United Brewerie Group des indischen Milliardärs Vijay Mallya Whyte & Mackay aus kartellrechtlichen Gründen verkaufen. Der neue Eigentümer ist das philippinische Unternehmen Emperador Inc. Es war nicht der erst Verkauf von Whyte & Mackay. Master Distiller Richard Paterson, eine Legende in der Whiskybranche, ist trotzdem stolz auf das, was The Dalmore trotz aller Unstetigkeit in den Besitzverhältnissen geleistet hat. Die Beständigkeit in der Qualität ist bestechend. Paterson ist seit 1970 im Unternehmen tätig. Der Fachmann, der in Interviews immer wie ein perfekter schottischer Gentleman wirkt, ist bei Dalmore für den Verschnitt zuständig. Außerdem kreiert er neue Serien und ist das Aushängeschild des Unternehmens. Auf Twitter hat er bezeichnenderweise den Benutzernamen @the_nose. Alles beginnt bei Dalmore mit dem Brennvorgang. Die Brenner müssen ein ganz besonderes Händchen für ihre pot stills entwickeln, denn Dalmore brennt in pot stills mit unterschiedlichen Größen und Formen. Die meisten Brennereien beschränken sich auf eine Form. Man ist hier überzeugt, dass die unterschiedlichen Brennblasen komplexeren Whiskys hervorbringen. Paterson greift bei seiner Arbeit des Verschneidens auf eine ganze Bandbreite von Fässern zurück, in denen der new make dann heranreift. Neben Fässern Ex-Bourbonfässern liegen auch Sherry-Fässer, Cabernet Sauvignon Barriques, Madeira Fässer, Marsala- und Portweinfässer in den Lagerhäusern von Dalmore. Die alten Brände werden häufig nach einigen Jahren in Ex-Bourbonfässern in andere Fässer umgefüllt. Diesen Vorgang nennt man „finishing“. Manche werden für eine gewisse Zeit in aufrechter Position gelagert, damit erreicht man ein verändertes Volumenverhältnis von Whisky, Holz und dem Luftraum zwischen Flüssigkeit und Fass. Besonders stolz ist man in der Destille auf die schon lange währende Zusammenarbeit mit dem Sherry-Produzenten Gonzales & Byass. Paterson wählt eigens die Fässer für Dalmore aus, in denen die guten Tropfen in Ruhe reifen können. Neben der Principal Collection, die Whiskys mit und ohne Altersangabe beinhaltet, gibt es die Constellation Collection, die mit ausgesuchten Jahrgangswhiskys punktet. Die Legendary Releases sind ausschließlich stark limitierte Whiskys, handverlesen von Richard Paterson. Michael Jackson Malt Whisky: *In den letzten Jahren hat The Dalmore beim Sammlerwert und bei den vielen hochpreisigen limitierten Auflagen einen Platz in der Oberliga der Single Malts eingenommen. 2013 erreichte man mit der Paterson Collection den bisherigen Höhepunkt. Das Set aus zwölf einzigartigen Flaschen, geschaffen von Richard Paterson, Master Blender in dritter Generation, wurde in Zusammenarbeit mit Harrods in London produziert. Paterson, ein Showtalent der Branche, wollte den ersten >>Million Pound Whiskynur>> £ 987 500! Neben den neuen Status als Whisky der russischen Oligarchen und reichen Asiaten hat sich die Destillerie luxuriöse Besuchereinrichtungen zugelegt. 2014 wurden Brennerei und Marke gemeinsam mit dem Mutterunternehmen Whyte and Mackay von indischen Besitzer United Spirits Ltd für £ 430 Millionen (€ 540 Millionen) an den philippinischen Brandy-Produzent Emperador verkauft. Die Brennerei wurde vermutlich 1839 gegründet und gehörte einst der angesehenen Familie Mackenzie. Sie war mit James Whyte und Charles Mackay befreundet, die sich mit Blended Scotch einen Namen gemacht hatten. In den 1960ern wurde Dalmore von White & Mackay übernommen. Es kam noch zu mehreren Besitzerwechseln, heute gehört Dalmore wieder zu Whyte & Mackay und damit seit 2007 zur indischen UB Group. Das Brennhaus von Dalmore birgt Besonderheiten: Die obere Kammer der wash stills ist konisch, die spirit stills werden mit einem Wassermantel gekühlt. Zwei Paar Brennblasen sind im Einsatz, identisch geformt, aber unterschiedlich groß. Die Lagerhäuser liegen am Ufer des Cromarty Firth. Etwa 85 Prozent des Whiskys reifen in Bourbonfässern – meist erstbefüllt -, der Rest wird in Oloroso- und Amontillado-Sherryfässer gefüllt. Vermählt werden alle in Sherryfässern.* Malt Whisky Yearbook 2018: *The whisky from Dalmore was exported to Australia as single malt, or self whisky as it was called at that time, already in the early 1870s. The success prompted the owners to employ agents in Shanghai, Karachi, Yokohama and many other places as well. At this time, the distillery was owned by the founder, Alexander Matheson but it was run by the Mackenzie brothers whose impact and development of the distillery should be recognized. They bought the distillery in 1891, expanded it and increased the good reputation of the whisky. Over time the distillery was purchased by Whyte & Mackay, most of the production went into their blends and the Dalmore brand moved into the background. It is only in the last 15 years that Dalmore has once again caught the eye of the consumer. A lot of the credit for this revival should be given to Master Blender Richard Patterson. In 2016 he celebrated his 50th anniversary working in the Scotch whisky industry. The distillery is equipped with a 10.4 ton stainless steel, semi-lauter mash tun, eight washbacks made of Oregon pine with a fermentation time of 50 hours and four pairs of stills. All the wash stills have peculiar flat tops while the spirit stills are equipped with water jackets, which allow cold water to circulate between the reflux bowl and the neck of the stills, thus increasing the reflux. The owners expect to do 23 mashes per week during 2017, producing 4 million litres. The core range consist of 12,15,18 and 25 year old, 1263 King Alexander III and Cigar Malt. Valour, exclusive to travel retail, was joined in the summer of 2016 by Regalis with a finish in Amoroso casks, Luceo with a final maturation in Apostoles casks and Dominium finished in Matusalem casks. Recent limited bottlings include new versions of the 21 and 30 year old and, in autumn 2016, a 35 year old and Quintessence with a finish in five different red wine casks. The pièce de résistance appeared in early 2017 in the shape of a 50 year old to celebrate Richard Patterson´s 50 years in the industry. The current distillery exclusive is a Vintage 2000, finished for 5 years in Californian Merlot barriques. A new range, Vintage Port Collection, has been announced for release later in 2017.* WHISKYs der Welt *Während der Blend von Whyte & Mackay traditionell mit Glasgow verbunden ist, kommt seine wichtigste Grundlage aus den Highlands: Dalmore am Cromarty Firth. Die Brennerei gehört seit 1960 zu Whyte & Mackay und produziert heute den Vorzeige-Single-Malt des Unternehmens. Der Name Dalmore bedeutet >>das große WeidelandIch werde leuchten, nicht brennen

  • gegründet:
    1839
  • Besitzer:
    Whyte & Mackay Ltd.
  • Webseite
    www.thedalmoredistillery.co.uk
Angebote dieses Erzeugers:

Dalmore 12 Jahre

43,13