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Château d'Armailhac

33250, Pauillac, FR

Am linken Bordelaiser Ufer, inmitten der Appellation Médoc liegt eine kleine Appellation mit großem Prestige: Paulliac. Auf Höhe der Île de Patiras, eine Insel in der Gironde, erstrecken sich etwa 1200 Hektar Reben, von denen außergewöhnlich viele zu Cru Classé Gütern gehören. Allein zwei der fünf Premier Cru Classé Weingütern im ganzen Bordeaux liegen in Paulliac. Nur Margaux weist eine höhere Gesamtzahl an Cru Classé Châteaux auf. Château d‘Armailhac liegt zwischen den weltbekannten Premier Cru Classé Château Mouton-Rothschild im Norden und dem Château Pontet Canet, einem Cinqieme Grand Cru Classé Weingut im Süden. Die etwa 70 Hektar Weinberge des Besitzes schließen sich im Süden um das Haupthaus und den dazugehörigen Park an. Die hellen, tiefgründigen Kiesböden auf dem Plateau de Levantines eignen sich gut für den Cabernet: Wie im Paulliac üblich, ist der Anteil an Cabernet gegenüber dem Merlot hoch. Auf d‘Armhailac liegt das Verhältnis bei 52% Cabernet Sauvignon, 36% Merlot, 10% Cabernet franc und 2 % Petit Verdot. Bei der Cuvée für den Grand Vin liegt der Cabernet Anteil zwischen 50 und 60% je nach Jahrgang. Für die Aktivitäten der Familie Armailhacq (so die Originalschreibweise) im Paulliac gibt es frühe Belege. So existiert einen Registereintrag darüber, dass die Brüder Armailhacq 1680 einige Parzellen Weinberge in der Region besaßen. 1750 wird ein Dominique Armailhacq erwähnt, der das Familienweingut mit 15-16 Hektar Reben bepflanzte. Im späten 18. Jahrhundert wurde der Weinberg „Mouton d‘Armhailacq“ genannt, dessen 52 Hektar zwischen Brane-Mouton (später Mouton-Rothschild) im Norden und Pibran im Süden lag. Das dürfte in etwa der Lage der heutigen Flächen entsprechen - obwohl in den nächsten Jahrhunderten sicherlich noch einige Parzellen getauscht, ver- oder gekauft wurden. 1831 hielten technische Innovationen Einzug. Der Wein konnte wegen der daraus resultierenden Qualitätssteigerung für einen höheren Preis verkauft werden als der, der Nachbarweingüter, obwohl diese eine bessere Reputation besaßen. In der großen Klassifikation im Jahre 1855 wurde das Weingut dann auch in die Klasse der 5. Gewächse eingestuft.

23 Jahre später kaufte ein Schwiegersohn der d‘Armhailacs, Adrien de Ferrand, das Weingut mit nun 70 Hektar Reben. Mitten in den schwierigen 1930er Jahren, in denen viele Weingüter mit Mehltau, Reblausschäden, Überproduktionen und den wirtschaftlichen Nachwirkungen des 1. Weltkrieges zu kämpfen hatten, wurde Baron Philippe de Rothschild Eigner des Anwesens. Ab 1956 wird das Weingut mehrmals umbenannt. Aus Mouton d‘Armhailhac wird zuerst Mouton Baron Philippe, dann Mouton Baronne Philippe. Erst im Jahre 1989 gibt die Baroness Philippine de Rothschild den Anstoß zu einer weiteren Namensänderung im Sinne der Geschichte des Château: der heutige Namen Château d‘Armailhac ist geboren. Heute sind diese beiden Weingüter der Familie Rothschild eng verbunden. So werden die Wirtschaftsgebäude des Château d‘Armhailac auch für die Lagerung der Gerätschaften von Mouton-Rothschild genutzt. In kritischen Jahren werden auch schon mal Arbeiter ausgeliehen, um z.B. eine Ernte besonders schnell einzubringen. Wer das kapriziöse Wetter im Bordelais kennt, weiß diese Möglichkeit zu schätzen. Der Wein lagert in zu einem Drittel neuen Fässern. Die restlichen zwei Drittel der Fässer (jeweils hälftig ein- und zweijährig) stammen ebenfalls von Mouton-Rothschild. Der Wein von den 70 Hektar Weinbergen lagert in 23 Edelstahltanks mit unterschiedlichen Größen und im Fasskeller, der Platz für etwa 1000 Fässer bietet.

  • bewirtschaftete Fläche:
    70ha
  • Besitzer:
    Domaines de Phillippe de Rothschild
  • Webseite
    www.chateau-darmailhac.com
Angebote dieses Erzeugers:

2017 Chateau d'Armailhac

56,30

2018 Chateau d'Armailhac

48,50