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Château Beau-Sejour Becot

33330, Saint-Emilion, F

Etwa 47km westlich der Stadt Bordeaux, am sogenannten rechten Ufer des Weinbaugebietes Bordeaux liegt die AOC St. Emilion, die mit 5400 Hektar Rebfläche größte Rotwein - Appellation im Bordelais. Hier in der Libournais, dem Gebiet um das Städtchen Libourne, liegen die Rebflächen des Weingutes Château Beau-Séjour Bécot. Das Weingut hat eine bewegte Geschichte hinter sich, ist eines der bekanntesten Güter der Appellation und steht in dem Ruf, besonders langlebige Rotweine zu erzeugen. Bereits im Mittelalter wurden die Reben im Gebiet von Beau-Séjour von den Mönchen der Abtei Saint-Martin bewirtschaftet. Im Jahre 1869 wurde der Besitz des Château von Pierre-Paulin Ducarpe aufgeteilt. Damit entstand einerseits das Château Beau-Séjour Duffau-Lagarosse und das Château Beau-Séjour Fagouet. Letzteres kaufte Michel Bécot 1969, und seither trägt es zur besseren Unterscheidung auch seinen Namen. Monsieur Bécot besaß damals schon das Château La Carte und kaufte 1979 das Château Les Trois Moulines. Die Zusammenführung seiner beiden anderen Weingüter im selben Jahr in die Produktion von Beau-Séjour missfiel den Verantwortlichen für die Klassifikationen, deren Einhaltung seit ihrer Einführung streng kontrolliert wird. Obwohl die Rebflächen von La Carte und Les Trois Moulins denen einer Grand Cru Classé ebenbürtig waren, verlor Beau-Séjour Bécot seinen „Premier“ Status im Jahre 1985. Im selben Jahr ging Michel Bécot in den Ruhestand. Seine beiden Söhne Gérard und Dominique übernahmen die Leitung und arbeiteten in den folgenden Jahren daran, die Reputation und die Qualität ihrer Weine zu steigern.

Heute beträgt die Produktion etwa 70.000 Flaschen jährlich. Die 16,5 Hektar Rebfläche sind mit 70% Merlot, 24% Cabernet Franc und 6% Cabernet Sauvignon bestockt. Die Trauben wachsen auf dem Kalksteinplateau von St. Emilion an einem Westhang. Die Bécots ernten ihre Trauben von Hand und verwenden konsequent hochreifes Lesegut, was auch dem Einfluss des beratenden Önologen Michel Rolland zu verdanken ist. Dies, sowie der Ausbau der Weine in neuen Eichenholzfässern, der Verzicht auf Schönungsmaßnahmen, Filtration und damit die Abfüllung im Naturzustand: all dies hat erheblich zur Qualitätssteigerung beigetragen. Als Folge davon wurde den Bécots im Jahre 1996 der Premier Grands Crus Classé Status wieder verliehen (die Klassifikationen werden alle zehn Jahre überprüft). Seit 2001 werden die beiden Brüder von Juliette Bécot, der Tochter Gérards, unterstützt, die in Beau-Séjour für den Verkauf und das Marketing zuständig ist. Außerdem betreut sie den technischen Bereich im Weingut Château Joanin Bécot, welches sie gemeinsam mit ihrem Vater in 2001 übernahm. Dominique ist für die Weinberge und die Arbeiten auf dem Feld verantwortlich, auch er wird von seinen Kindern Pierre und Caroline unterstützt. Neben dem Weingut Joanin Bécot gehören auch die 2,5 ha von La Gomerie zum Besitz der Bécots. Die Rebfläche ist zu 100 % mit Merlottrauben bestockt, aus denen der Wein „La Gomerie“ erzeugt wird. Auch hier lesen die Bécots von Hand. Die Produktion von La Gomerie ist nach einem Brand, der Teile des dazugehörigen Château zerstörte, im darauffolgenden Jahr wieder in Beau-Séjour Bécot integriert worden.

  • gegründet:
    seit 1969 in heutigem Familienbesitz
  • bewirtschaftete Fläche:
    16,50 Hektar
  • Besitzer:
    Familie Bécot
  • Webseite
    www.beausejour-becot.com