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Château Brane-Cantenac

33460, Cantenac, F

Die Appellation Margaux ist eine der bekanntesten im Bordeaux-Gebiet und zuallererst für ihre Rotweine berühmt. Weißweine dürfen nicht unter der AOC Margaux in den Handel gebracht werden, sie müssen als AOC Bordeaux ausgewiesen werden. Die Appellation liegt nördlich der Stadt Bordeaux an der Stelle, an der sich die Gironde aus den Flüssen Garonne und Dordogne vereint. Zwischen der Gironde und dem linken Ufer liegt im breiten Flusslauf eine kleine Insel, bevor sich der Wasserlauf teilt. Diese Insel macht das Klima noch etwas geschützter, da sie die kalten Winde, die von der Mündung her wehen, abmildert. Cantenac ist eine Gemeinde in der AOC Margaux, die relativ weit landeinwärts von der Gironde liegt. Sie weist häufig karge Böden auf, die aus einer dicken Kiesschicht oder Mergeln bestehen, die Reben können hier tief wurzeln, was im Grundsatz zu eleganten Rotweinen führt. Ein Adliger übernahm 1820 Château Brane Cantenac, dessen Parzellen damals noch als Gorce bekannt waren. Der Baron de Brane, ein Weinliebhaber, der noch das Weingut Brane-Mouton besaß, kaufte in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts noch weitere Parzellen dazu, wahrscheinlich wurde schon damals der Ursprungsbesitz von 15 Hektar Reben, die hinter dem Schlösschen lagen, erweitert. Anscheinend war der Baron dermaßen von seinem Château in Cantenac eingenommen, dass er 1833 sein anderes Gut an die Familie Rothschild verkaufte. Zehn Jahre später gab der Baron dem Weingut den heute noch gebrauchten Namen Brane-Cantenac. 1855 wurde Brane-Cantenac als Deuxième Cru Classé eingestuft und gehört damit zu dem Topweingütern in der Appellation Margaux – jedenfalls anhand der Klassifizierung. Über eine Stilllegung oder eine Unterbrechung der Bewirtschaftung ist bis 1925 nichts bekannt, wahrscheinlich war der Alltag von der Routine der Arbeiten während des Jahreslaufes geprägt. Nach einem Qualitätsabfall Anfang des 20. Jahrhunderts verlor das Weingut an Reputation. Mitte der 1920er Jahre kauften Léonce Récapet und sein Schwiegersohn Francois Lurton das Gut. 1956 erbte Lurton Brane-Cantenac und schuf eine Familientradition. Die Lurtons übernahmen außerdem das Gut Château Durfort-Vivens, das heute von Gonzague Lurton geführt wird.

Auf Brane-Cantenac ist Henri Lurton seit 1992 als Verwalter federführend. Der Weinmacher ist herumgekommen: er sammelte Erfahrungen in Südafrika, Australien und Chile. Vielleicht schätzt er gerade deswegen den einzigartigen Boden seiner Weinberge, er fühlt sich der Tradition seiner Familie verpflichtet, große Rotweine herzustellen. Die Bepflanzung seiner Weinberge ist ganz Margaux-typisch: Der Cabernet-Sauvignon herrscht mit 55% vor, gefolgt vom Merlot mit 40%. Kleine Mengen werden von Cabernet franc (4,5%) und Carmenère (0,5%) kultiviert. Die Weine reifen nach der Handlese 18 Monate in Barriquefässern, von denen bis zu 70% jährlich erneuert werden. Lurton hat einige Neupflanzungen vorgenommen. Diesen Wein von jungen Reben, der für seinen Grand Vin noch ungeeignet ist, verkauft er als AOC Margaux. Außerdem vinifiziert er, wie im Bordeaux üblich, einen Zweitwein unter dem Namen Baron de Brane. Und als wären das nicht schon genug Weine, vinifiziert der umtriebige Henri Lurton noch die Trauben des Château Notton auf Brane-Cantenac. Im Keller wird er derzeit von Kellermeister Christophe Capdeville unterstützt. Der bodenständige Henri Lurton erreicht seit 1996 regelmäßig um die 90 Punkte bei Parker und machte das Weingut zu einem Aufsteiger im Margaux.

  • gegründet:
    seit 1956 in aktuellem Familienbesitz
  • bewirtschaftete Fläche:
    75 Hektar
  • Kellermeister/-in:
    Christophe Capdeville
  • Besitzer:
    Familie Lurton
  • Webseite
    www.brane-cantenac.com
Angebote dieses Erzeugers:

2015 Chateau Brane-Cantenac 1,5 l -Magnum

161,20

2010 Chateau Brane-Cantenac

98,00

2016 Chateau Brane-Cantenac

92,60

2015 Chateau Brane-Cantenac

80,00