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Château Giscours

10 route de Giscours, 33460, Labarde, F

Zwischen den Gemeinden Arsac und Labarde, die beide zu der Gemeindeappellation Margaux gehören, liegt das Château Giscours. Unweit des Ufers der Garonne erheben sich drei kleine Hügel, die maßgeblich zum Terroir von Giscours beitragen. Grand und Petit Poujeau sind etwa 20 Meter hoch, Cantelaude, dessen Hänge bis an das Château heranreichen, ist 17 Meter hoch. Diese Hänge mit Kies-Schwemmböden der Garonne aus dem Quartiär, dem jüngstes Erdzeitalter, beheimaten den Großteil der Parzellen des Château Giscours. Bis ins 14. Jahrhundert gehen die Ursprünge des Anwesens zurück. Ein Bergfried überblickte damals ein wildes und unwirtliches Land. Als der Besitz im 16. Jahrhundert, genauer gesagt 1552 verkauft wurde, ging aus den Vertragsunterlagen hervor, das bereits Weinbau auf Giscour bestrieben wurde. Monsieur Pierre de L’Homme, ein wohlhabender Textilkaufmann aus Paris, erwarb damals einen Adelssitz namens "Guyscoutz", das heutige Giscour. Er begann es in einen ausgedehntes Anwesen zu verwandeln und pflanzte weitere Weinstöcke. Im 19. Jahrhundert besaß zunächst der Pariser Bankier Comte de Pescatore das Weingut. Das Château wurde in einen neoklassizistischen Palast verwandelt, der Schlosspark vom Landschaftsarchitekten Eugene Bühler gestaltet. Pescatore ließ die Produktionsstätten modernisieren und baute dafür große Gebäude, wie die noch heute erhaltene „Ferme Suzanne“ ein landwirtschaftliches Seitengebäude. Auch als die Familie Cruse das Château übernahm, hielt die Blütezeit an. 1855 wurde Château Giscours als 3ieme Grand Cru klassifiziert. In den 1990er Jahren erschütterte ein Skandal die Hallen von Giscour und sorgte für internationales Aufsehen. Vor allem bei seinem Zweitwein sollen unerlaubte Weinbaupraktiken eingesetzt worden sein, wie zum Beispiel die Verwendung von Holzchips. Der damalige Besitzer Eric Albada Jelgersma, der das Weingut erst kurz zuvor gekauft hatte, wurde gleich mit seiner ersten kolossalen Herausforderung konfrontiert. Er zog Konsequenzen und tauschte beinahe das gesamte Team aus. Alexander van der Beek übernahm danach den Posten des Geschäftsführers, wie auch auf Château du Tertre, welches ebenfalls zum Besitz von Jelgersma gehört.

Van Beeks Ehefrau, Véronique Sanders leitet das Tagesgeschäft auf Château Haut-Bailly in Pessac-Léognan. Didier Fôret zeichnet sich als technischer Leiter für Keller und Feldarbeit verantwortlich. Die Angaben zur Weinbaufläche variieren leicht. Auf der eigenen Webseite werden 94 Hektar angegeben, Internet und Weinführer sprechen von etwa 90 Hektar. Die Weinberge sind mit 60% Cabernet Sauvignon, 32% Merlot, 5% Cabernet franc und 3% Petit Verdot bepflanzt. Neben seinem Grand Vin „Château Giscours“ produziert das Weingut einen Zweitwein „La Sirène de Giscours“ von jungen Rebstöcken. Außerdem ist ein Cru Bourgeois "Château Duthil", ein Haut-Médoc AOC "Le Haut-Médoc de Giscours" und ein Bordeaux Rosé AOC "Le Rosé de Giscours" im Portfolio enthalten.

  • gegründet:
    14. Jahrhundert
  • bewirtschaftete Fläche:
    90ha
  • Mitgliedschaft/Verbände:
    UGCB
  • Kellermeister/-in:
    Didier Foret
  • Besitzer:
    Eric Albada Jelgersma
  • Webseite
    www.chateau-giscours.fr
Angebote dieses Erzeugers:

2014 Chateau Giscours 3eme Cru Margaux

49,75

2016 Chateau Giscours 0,375 l - halbe Flasche

41,70

2016 Chateau Giscours 3eme Cru Margaux

79,80