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Château La Pointe

18 Chemin Gardelle, 33500, Libourne, F

Schon die Pilger, die auf der historischen Route Via Turonensis den Jakobsweg entlang pilgerten, haben vermutlich den einen oder anderen Wein aus Pomerol probiert. Der Weinbau ist schon lange in der Region verwurzelt, allerdings war die Appellation lange nicht so bekannt wie etwa St. Emilion oder Margaux auf der anderen Flussseite. Die durchschnittliche Weingutsgröße liegt im Pomerol bei übersichtlichen 5 Hektar, riesige Weingüter wie etwa im Médoc findet man hier nicht. Château Le Pointe ist daher mit seinen 23 Hektar schon ein Big Player im Pomerol. Seine Böden sind sehr vielfältig, neben Lehm-Kiesböden, gehören auch sandige Böden mit einer Lehm-oder Kiesunterlage zum Terroir von La Pointe. Es herrscht die Annahme, dass die wirklich guten Weine ausschließlich vom Plateau innerhalb der Appellation stammen können. La Pointe möchte beweisen, dass das Terroir komplexer ist als es scheint und richtig feine Weine auch auf den Terrassen, die sich nach Westen hinziehen, gedeihen können. Über Details in der Geschichte des Weingutes ist wenig bekannt. Gesichert sind allerdings zwei Tatsachen: Im Jahr 1868 durfte sich La Pointe als eines von zwei Pomerol-Weingütern „Château“ nennen. Das damals schon 22 Hektar messende Anwesen besitzt ein besonders schönes Haupthaus im Directoire-Stil, was wohl die Benennung maßgeblich beeinflusste. Für die Jahre 1882 und 1883 gibt es Belege, dass Château La Pointe einige Prämierungen bei Ausstellungen in Bordeaux und der Weltausstellung in Amsterdam erhielt. Ein großer Zeitsprung bringt uns in das Jahr 2007, in dem das Weingut von der Familie Arfeuille an das Unternehmen Generali France verkauft wurde. Das Team um den Generaldirektor Eric Monneret glaubt an das Terroir zur Erzeugung hervorragender Weine. Um dieses Ziel zu erreichen, setzte man in den Jahren 2008 und 2009 auf geologische Untersuchungen, um die Bodenbeschaffenheit detailgenau zu klären. Daraufhin wurde ein neues Drainagesystem in etwa einem Drittel der Weinberge angelegt. Außerdem fand eine groß angelegte Weinbergumstrukturierung statt. Man riss alle Cabernet Sauvignon Rebstöcke, die auf ungünstigem Boden gepflanzt waren, heraus und senkte die Erträge der Cabernet franc Traube drastisch.

Heute liegt der Rebenspiegel bei 85% Merlot und 15% Cabernet franc. 2009 wurde der neue Gärkeller eingeweiht. Der Neubau war eine logische Folge der begonnenen Umstrukturierungen, denn das neue Weinbergs-Management sah vor, in Pflege und Ernte die einzelnen Parzellen stärker zu berücksichtigen. Also baute man unterschiedlich große Betontanks, um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen. Als eines der nächsten Projekte sollen Empfangsräume für Besucher entstehen. Die Weine von La Pointe werden in bis zu 50% neuen Barriques gelagert, die durchschnittliche Jahresproduktionsmenge für den Grand Vin liegt bei 100.000 Flaschen. La Pointe keltert auch einen Zweitwein „Pomerol La Pointe“ von dem etwa 18.000 Flaschen im Jahr auf den Markt kommen. Die Weine werden über den Weinhandelsplatz in Bordeaux vertrieben. Seit 2008 steht der bekannte Önologe Hubert de Boüard de Laforest dem Team von La Pointe beratend zur Seite.

  • bewirtschaftete Fläche:
    23ha
  • Mitgliedschaft/Verbände:
    UGCB
  • Kellermeister/-in:
    Eric Monneret & Hubert de Boüard de Laforest (beratend)
  • Besitzer:
    Generali France
  • Webseite
    www.chateaulapointe.com
Angebote dieses Erzeugers:

2016 Chateau La Pointe Pomerol AC

52,73

2018 Chateau La Pointe Pomerol AC

38,80

2014 Chateau La Pointe Pomerol AC

35,97

2019 Chateau La Pointe - Pomerol AC

35,73

2016 Chateau La Pointe 0,375 l - halbe Flasche

27,84