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Château Ferriere

33 bis rue de la Trémoille, 33460, Margaux, FR

Die besten Lagen der AOC Margaux erstrecken sich vom Ort Soussan in Richtung Norden bis zum Städtchen Margaux auf einem weiten, strahlend weißen Kiesplateau, das nach Osten hin sanft zum Fluss abfällt. Die Appellation hat fünf Orte mit etwa 1200 Hektar Rebflächen und 21 Crus Classés. Die Rebstöcke müssen wegen der dicken Kiesauflage und dem geringen Nährstoffangebot sehr tief in den Boden eindringen, die Drainage-Wirkung ist exzellent. Das milde Klima des Golfstroms, der an der Atlantikküste entlang „weht“, beschert der Region lange, warme Sommer und kühle, feuchte Winter. Genau während der Erntezeit kommt es oft zu starken Regenfällen, die für viele Winzer zum Problem werden. Hau-Ruck-Aktionen bei einer drohenden Regenfront während der Lese sind keine Seltenheit. Château Ferrière hat seinen Hauptsitz und seine Rebflächen in dem begünstigten Gebiet des Kiesplateaus. Das Château selbst liegt mitten im Ort Margaux, seine Parzellen ziehen sich zum Fluss hin. Etwas weiter östlich, nur einen Katzensprung entfernt, befindet sich das berühmte Château Margaux. Die Anfänge von Ferrière gehen auf das Jahr 1756 zurück – vor diesem Datum gibt es keine Belege für die Geschichte des Gutes. In jenem Jahr also kaufte der königliche Weinhändler Gabriel Ferrière das Weingut. Erstaunlicherweise gelang es der Familie sehr lange, im Besitz des Gutes zu bleiben. Besonders schwierig gestaltete sich das mit Sicherheit in den Wirren der französischen Revolution. Im Jahr 1855 wurde Ferrière als 3ieme Grand Cru eingestuft. Erst 1914 bzw. 1917 (hierzu gibt es widersprüchliche Angaben) verkaufte Henri Ferrière an Armand Feuillerat, der schon Château Marquis de Terme besaß. Da seine Erbin wenig Interesse an dem Weingut hatte, verpachtete sie die Rebflächen an den Eigentümer von Château Prieuré-Lichine und Verwalter von Château Lascombes: Alex Lichine. Die Vinifizierung der Weine fand in dieser Zeit auf Lascombes statt. Nachdem die Taillan-Gruppe unter Jacques Merlaut im Jahr 1988 Ferrière kaufte, dauerte es aufgrund der langfristig geschlossenen Verträge mit Lascombes noch vier weitere Jahre, bis der Wein von Ferrière wieder dahin kam, wo er hin gehörte. Aber nicht nur in diesem Fall war das Jahr 1992 ein Bedeutungsschweres. Die Tochter Merlauts, Bernadette Villars, verunglückte zusammen mit ihrem Mann auf einer Urlaubsreise tödlich. Sie hinterließen eine Tochter, die damals Anfang 20 war und an der Universität Paris Physik studierte. Claire übernahm, unterstützt von ihrem Großvater, die Leitung der familieneigenen Güter, darunter auch Château Ferrière. In den Jahren 2000-2001 wurden Renovierungsarbeiten durchgeführt, nochmals in 2013, bis Château Ferrière technisch auf der Höhe der Zeit angekommen war. Nach und nach wurde die Produktion auf eine biodynamische Bewirtschaftung umgestellt. Seit 2015 sind die 18 Hektar des Weingutes Bio-zertifiziert. Mit dieser Größe gehört es zu den kleinsten cru classé Weingütern im Médoc. Die Bepflanzung wurde in den vergangenen Jahren etwas verändert und besteht nun aus 57% Cabernet Sauvignon, 34% Merlot, 6% Petit Verdot und 3% Cabernet franc. Der neu gestaltete Weinkeller fasst etwa 500 Fässer, von denen 35% jährlich erneuert werden. Für die Vergärung stehen acht Betontanks und vier Holztanks zur Verfügung, alle in unterschiedlichen Größen, da die Parzellen sowohl einzeln gelesen, als auch einzeln vergoren werden. Der Zweitwein des Château, der von jüngeren Rebstöcken gelesen wird, heißt "Le Ramparts de Ferrière".

  • gegründet:
    1756
  • bewirtschaftete Fläche:
    18ha
  • Mitgliedschaft/Verbände:
    Union dea Grands Crus de Bordeaux
  • Kellermeister/-in:
    Jacques & Eric Boissenot (beratend)
  • Besitzer:
    Claire Villars-Lurton
  • Webseite
    www.ferriere.com
Angebote dieses Erzeugers:

2015 Chateau Ferriere

45,50

2016 Chateau Ferriere 3eme Cru Classe Margaux

54,10

2015 Chateau Ferriere 1,5 l - Magnum

90,45