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Château Suduiraut

33210, Preignac, FR

Die für einen natursüßen Sauternes unverzichtbare Edelfäule Botrytis cinerea, entwickelt sich besonders gut in der klimatisch begünstigten Landschaft im Süden des Bordelais. Die Garonne und ihr Nebenfluss Ciron, bilden die notwendigen Herbstnebel am Morgen, bei denen sich der Edelpilz gut entwickeln kann. Er dringt in die Haut der Trauben ein und statt die Traube zu zerstören, reduziert er den Wassergehalt und konzentriert so den Zucker und die Aromen im besten Falle maximal. Im Wesentlichen sind es fünf Gemeinden, in denen sich die Anbaufläche des Sauternes befindet. Von Barsac im Norden über das südlich gelegenere Preignac nach Bommes, Sauternes und Fargues, reihen sich die großen Namen aneinander. Da Sauternes das einzige Gebiet neben dem Médoc war, welches 1855 klassifiziert wurde, können sich insgesamt 25 Güter als Cru Classé bezeichnen. Eines davon ist das Premier Cru Classé Château Suduiraut. 1580 heiratete die Erbin Nicole d’Allard den Namensgeber Léonard de Suduiraut. Nachdem die Familie das Weingut einige Jahrzehnte geführt hatte, brachen die Konflikte der als „Fronde“ bezeichneten Zusammenstößen von Gegnern und Unterstützern des Königshauses auch über das Château herein. In den Jahren 1648 und 1649 wurde es geplündert und gebrandschatzt, was großen Schaden auf dem gesamten Anwesen anrichtete. Etwa 20 Jahre später baute ein Nachfahre der de Suduirauts das Château als herrschaftliches Herrenhaus wieder auf. Die Gärten wurden vom berühmten André Le Nôtre gestaltet, der als Gartengestalter von Louis den XIV. mit den legendären Gärten von Versailles in die Geschichte einging. Wie bei fast alle großen Gütern wechselte auch die Leitung von Suduiraut häufig in den Jahrhunderten. 1992 begann mit dem Kauf durch die AXA Millésimes der vorerst letzte Abschnitt in der Historie des Château. Seit 2000 ist der Wein-Manager Christian Seely für Suduiraut verantwortlich. Unterstützt wird er von Caroline Gendry als Kellermeisterin (seit 2001) und Patrick Doucet (seit 2016), der für die Arbeit im Weinberg zuständig ist. In diesen steht mit 90% hautsächlich Sémillon, gefolgt von Sauvignon blanc (9%) und einem winzigen Anteil Sauvignon gris (1%). Mit 7.000 Rebstöcken pro Hektar liegt die Pflanzdichte für ein klassifiziertes Gut im unteren regionalen Mittel, auf den sandig-kiesigen Böden wird wenig Wasser gespeichert, was die Reben zwar tief wurzeln lässt, aber die Erträge auch niedrig hält.

Château Suduiraut ist eines der privilegierten Güter, die es sich leisten können, bis in den November hinein in mehreren Durchgängen zu ernten und so die schrittweise Entwicklung der Edelfäule abwarten zu können. Nach der Weinwerdung reift der Sauternes für 18-24 Monate in Eichenfässern. In manchen Jahren wird überhaupt kein Grand Vin produziert, so geschehen zum Beispiel in den 1990er Jahren, als die Qualitätsstandards in mehreren Jahrgängen nicht erreicht wurde. Château Suduiraut produziert einen Zweitwein, den „Castelnau de Suduiraut“, der bereits jünger seine Trinkreife erreicht. Außerdem den „Lions de Suduiraut“ einen modernen, leicht zugänglichen Süßwein und einen trockenen Weißwein, den „Blanc Sec de Suduiraut“.

  • gegründet:
    1580 (?)
  • bewirtschaftete Fläche:
    92 Hektar
  • Mitgliedschaft/Verbände:
    UGCB
  • Kellermeister/-in:
    Patrick Doucet
  • Besitzer:
    AXA Millésimes
  • Webseite
    www.suduiraut.com
Angebote dieses Erzeugers:

2014 Chateau Suduiraut 0,375 l - halbe Flasche 1er Cru Sauternes

39,90

2013 Chateau Suduiraut 0,375 l - halbe Flasche

31,00