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Chateau de Beaucastel

Chemin de Beaucastel, 84350, Courthezon, FR

Die Landschaft der südlichen Rhône lässt niemanden kalt. Mächtige Felsen türmen sich über der Rhône auf, die Dörfer sind wildromantisch und die provenzalische Sonne brennt im Sommer heiß auf die Weinberge hinab, während noch weiter im Süden die maritimen Einflüsse zunehmend an Bedeutung gewinnen. Hier liegen einige bekannte Weinbaugebiete, wobei die AOC Châteauneuf-du-Pape sicherlich eine der Berühmtesten weltweit ist. Ihr Name geht auf den Bischof von Avignon zurück, der später als Papst Johannes XXII in die Kirchengschichte einging. Er baute sich ein Sommerschloss, dessen Umgebung er mit Weinreben bepflanzen ließ. Noch heute ziert die meisten Flaschen aus der Appellation die dreifache Papstkrone und die gekreuzten Schlüssel Petri. Der Grenache dominiert die Weinberge, obwohl über ein Dutzend Rebsorten für den Anbau zugelassen sind. Zwar entstehen in der Appellation auch leichtere, weniger komplizierte Weine, aber meist zeichnet die Weine ein dichtes Aromenspiel und ordentlich „Fleisch auf den Knochen“ aus. Das Château de Beaucastel ist eines der bedeutendsten Familienweingüter der Gegend. Schon 1549 wurde der Name Beaucastel zum ersten Mal erwähnt, als ein gewisser Pierre de Beaucastel ein Stück Land kaufte, das damals nur mit einer Scheune bebaut war. Seine Nachfahren errichteten später das imposante Herrenhaus, welches man heute noch als Herzstück des 130 Hektar großen Anwesens bewundern kann. Weinbau war zu dieser Zeit allerdings noch nicht bezeugt. Fest steht allerdings, dass das Weingut nach der Reblaus-Katastrophe im Jahr 1909 an Pierre Tramier verkauft wurde, der die Weinberge neu anlegen ließ. Tramier übergab den Betrieb später an seinen Schwiegersohn Pierre Perrin und legte damit den Grundstein für die Ära Perrin, die immer noch andauert. Heute sind alle Kinder der 5. Generation mit im Betrieb tätig. Bereits seit den 1950er Jahren wird biologischer Weinbau betrieben; im Jahr 1974 wurde auf biodynamischen Weinbau umgestellt.

In den 100 Hektar großen Weinbergen der Perrins reifen 14 Rebsorten: neben bekannteren Sorten wie Mourvedre, Grenache und Syrah auch lokale Reben wie Counoise, Bourbolenc und Vaccarese. Drei Viertel der Perrin’schen Rebfläche liegen in der AOC Châteauneuf-du-Pape, ein Viertel entfällt auf die Mantelappellation Côte du Rhône. Die Böden in der Gegend sind sehr vielfältig und reichen von hartem Kalkstein über sandhaltige Tonböden und Lehmböden. Château de Beaucastel bewirtschaftet überwiegend Böden aus Molasse-Gesteinen, die von alpinen Schwemmböden aus dem Miozän bedeckt sind. Fast überall findet man die typischen „galets“, die runden Kieselsteine, die einst von der eiszeitlichen Rhône aus den Alpen hierher getragen und an den Ufern abgeladen wurden. Sie speichern die Hitze des Tages und geben sie in den Nächten wieder an die Umgebung ab. Da teils große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht herrschen, kommt den Kieselsteinen eine ausgleichende Funktion zu. Generell ist das Klima eher trocken und warm. Der kühle Mistral trocknet die Rebstöcke zuverlässig und verhindert so die Ausbreitung von Pilzkrankheiten auf den Pflanzen. Für die Weine des Château de Beaucastel werden von den einschlägigen Weinpäpsten und Bewertungsportalen regelmäßig Höchstnoten vergeben.Allerdings brauchen diese Wein-Kolosse oft einige Jahre Kellerruhe, um zur Ruhe zu kommen und ihre ganze Pracht entfalten zu können.

  • gegründet:
    1909 (in heutigem Kontext)
  • bewirtschaftete Fläche:
    100 Hektar
  • Besitzer:
    Familie Perrin
  • Webseite
    www.beaucastel.com
Angebote dieses Erzeugers:

2013 Chateau de Beaucastel - Hommage a Jacques Perrin

295,00

2015 Chateau de Beaucastel - Hommage a Jacques Perrin

351,40

2016 Chateau de Beaucastel - Hommage a Jacques Perrin

420,00

2014 Chateau de Beaucastel - Hommage a Jacques Perrin

294,75