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Château Pichon Longueville Baron

33250, Pauillac, FR

An der Südseite des Örtchens Saint-Lambert in der Bordelaiser Gemeindeappellation Paulliac ist einiges an Weingut-Prominenz auf sehr kleiner Fläche versammelt. Direkt gegenüber dem als 2ième Grand Cru klassifizierten Château Pichon Longueville Baron liegt das Château Pichon Longueville Comtesse de la Lalande, welches ebenfalls als zweites Gewächs klassifiziert ist. Wie der Name vermuten lässt, waren diese beiden Weingüter früher einmal vereint. Einige hundert Meter weiter Richtung Gironde liegt dann noch das 1er Grand Cru Château Latour. Der Boden des heutigen Besitzes besteht aus Kiesablagerungen aus dem Quartär mit großen Kieselsteinen und Sandanteilen. Der Boden ist karg und bringt keinen sehr hohen Ertrag, aber die Qualität ist außergewöhnlich gut. Dieser Boden stammt aus dem Besitz von Pierre Dezmezures, der sich im Jahre 1689 einige Parzellen Weinberge nahe dem Château Latour kaufte und diese Enclos Rauzan nannte. Fünf Jahre später heiratete seine Tochter Thérèse den Baron Jacques Pichon Longeville; die Weinberge brachte sie als Mitgift in die Ehe. So wurde zunächst das Anwesen Pichon Longueville gegründet. Viele Jahre später wurde der Besitz geteilt. Einen Teil bekam im Jahre 1850 Baron Raoul Pichon de Longueville, den anderen Teil mussten sich die weiblichen Erben teilen. Daraus wurde das heutige Château Pichon Longueville Comtesse de Lalande, das genau gegenüber von Château Pichon Longueville Baron liegt. Baron Raoul ließ auf seinem Grund und Boden ein Jahr nach der Teilung das Château im Renaissance-Stil errichten. 1855 wurde das Weingut als 2ième Grand Cru klassifiziert. Ende der 1980er Jahre kaufte eine Tochter des Versicherungskonzern AXA das Anwesen. Unter der Leitung von AXA Millésimes wurde 1988 ein Neubau der Wirtschaftsgebäude in die Wege geleitet und der Gärkeller sowie das Château selbst renoviert. Die Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou wurde ein Bau im Art Déco-Stil errichtet, der sich seitlich des historischen Château befindet.

Das Kernteam auf Pichon Baron ist seit den späten 1980er Jahren dasselbe: Jean-René Matignon und Joël Dupuy kümmern sich seitdem um Feld und Keller. Im Jahr 2000 kommt Christian Seely hinzu, der als Geschäftsführer das Unternehmen leitet. Der jüngste Neuzugang ist Alexandra Lebossé, die seit 2007 als Assistentin des technischen Leiters und als Kellermeisterin fungiert. Diese hohe Kontinuität innerhalb des Teams schlägt sich auch im gleichbleibend klassischen und einzigartigen Charakter der Weine von Pichon Baron nieder. Von 73 Hektar werden drei verschiedene Weine gekeltert. Da ist zu allererst der Grand Vin, der ein Lagerpotenzial von mehreren Jahrzehnten besitzt. Der Zweitwein nennt sich Les Griffons de Pichon Baron. Er ist weicher und schneller trinkfertig. Die dritte Kreation des Teams nennt sich Les Tourelles de Longueville und ist eine Merlot-lastige Cuvée, die einfach und genussvoll zu trinken sein soll. Der Rebenspiegel sieht folgendermaßen aus: Neben 62% Cabernet Sauvignon stehen 33% Merlot, 3% Cabernet franc und 2% Petit Verdot in den Weinbergen, die alle von Hand gelesen und parzellenweise geerntet werden. Der bisher am höchsten bewertete Jahrgang, auf den das Team noch heute sehr stolz ist, ist der Jahrgang 2010, dem Robert Parker 97-99 Punkte zugestand.

  • gegründet:
    1660
  • bewirtschaftete Fläche:
    73ha
  • Besitzer:
    AXA Millesimes
  • Webseite
    www.pichonbaron.com
Angebote dieses Erzeugers:

2016 Chateau Pichon-Baron

204,00

2018 Chateau Pichon-Baron

156,95

2011 Chateau Pichon-Baron

111,95

2017 Chateau Pichon-Baron

160,40

2015 Chateau Pichon-Baron

171,90