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Quinta da Romaneira

Cotas, 5070, 252, Alijó, PT

Das erste Lebenszeichen der Weinberge der späteren Quinta da Romaneira, gab es im 17. Jahrhundert, obwohl man heute sicher ist, dass die Weinberge schon Jahrzehnte früher gepflanzt worden sind. Der erste Hinweis auf die Besitzer der Weinberge ist im Tor der Quinta verewigt, dort hat die Familie Sousa Guimares ihre Initialen, sowie das Datum 1854 schmieden lassen. Die Parzellen der Quinta schlängeln sich kilometerweit an den steilen Hängen des Douro-Tals entlang und von fast allen hat man einen Blick auf das Wasser des Flusses. Die Gegen ist wildromantisch, die Arbeit in den steilen Stücken anstrengend. Seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weiß man, dass die Quinta da Romaneira wohl aus dem Zusammenschluss mehrerer kleiner und sehr alter Weingütern entstanden ist. Diese Güter, die alle aus der prä-Reblaus Ära stammen, waren allesamt als „Vinho de Feitora“ klassifiziert, einer Auszeichnung, die höchstwahrscheinlich Weinen eines bestimmten Gebietes vorbehalten war. 1872 wurde bei Christie’s ein Single Vintage Port der Quinta da Romaneira versteigert – damals ein Novum in der Geschichte des Auktionshauses. Danach versank das Portweingut erst einmal in einen Dornröschenschlaf. Wenige Details sind aus dem 20. Jahrhundert bekannt. Erst 2004 erwacht die Quinta da Romaneira zu neuem Leben. Eine Gruppe aus privaten Investoren um den bekannten AXA- Weinmanager Christian Seely (u.a. Château Pichon Baron, Petit Village) kaufte die Quinta. Er war in der Wein- und Portweinszene schon bekannt, denn er managte seit 1993 die Quinta Nova. Als einige Teilhaber im Laufe der Jahre wieder absprangen, suchte sich Seely einen neuen Investor. Heute gehört die Quinta zu 43% Seely, der Rest dem brasilianischen Banken Tycoon Andre Esteves. 2005 ließen die neuen Besitzer die gesamte Kellerei neu bauen. Seitdem sind zwei Drittel der Kellerei unterirdisch angelegt. Außerdem wurden konische Edelstahltanks angeschafft, die beim Ausbau der neuen Stillweine Anwendung finden sollten. Antonio Agrellos ist als Önologe für den Stil der Quinta da Romaneira verantwortlich. Mit ihm arbeitete Seely schon in der Quinta Nova erfolgreich zusammen.

Neben den traditionellen Sorten Touriga Nacional, Touriga franca, Tinta Roriz, Tinta Cao, Gouveio, Malvasia Fina und Viosinho, experimentieren Agrellos und Seely auch mit französischen Rebsorten. Christian Seely über die Versuche: "Cabernet Sauvignon war ein Desaster, wie ein hässlicher Tourist. Meiner Meinung nach würde Petit Verdot, den wir im Bordeaux nie richtig reif bekamen, sich hier besser machen. Und so ist es, er ist köstlich." Mittlerweile machen die Rot-, Weiß- und Roséweine der Quinta zwei Drittel der Produktion aus. Aber das traditionelle Produkt der Quinta ist und bleibt der Portwein, für den hauptsächlich die Sorte Touriga Nacional verwendet wird. Die Trauben werden mit den Füßen zertreten, um dann in Edelstahl oder Beton vergären. Danach reifen sie in Holzfässern, im Fall des 10-jährigen Tawny Ports bis zum Tage seiner Abfüllung in die Flasche.

  • gegründet:
    1854
  • Besitzer:
    Christian Seely & Andre Esteves
  • Webseite
    www.quintadaromaneira.pt
Angebote dieses Erzeugers:

2005 Quinta da Romaneira Unfiltered Late Bottled Vintage Port

22,00

2004 Quinta da Romaneira Vintage Port

38,30

1987 Quinta da Romaneira Vintage Port

38,30

Quinta da Romaneira - Fine White Port

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Quinta da Romaneira - Fine Ruby Port

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2011 Quinta da Romaneira Vintage Port

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