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Weingut Thörle

Ostergasse 40, 55291, Saulheim, DE

Die Landschaft Rheinhessens wirkt weit und offen, denn obwohl die Gegend hügelig ist, sieht man keinen Wald, der die Sicht versperren könnte. Rheinhessen ist das größte Weinbaugebiet in Deutschland und liegt in der europäischen Weinbauzone A, welche die nördlichste und kühlste Weinbauzone repräsentiert. Dass Rheinhessen hauptsächlich für die Liebfrauenmilch steht, ist ja mittlerweile ein alter Hut; sogar in England, dem besten Markt für den lieblichen Weißwein, gingen die Exporte in den letzten Jahrzehnten deutlich zurück. Allerdings ließen auch Höhenflüge aus dem Anbaugebiet auf sich warten. Aber das hat sich ebenfalls geändert: Einige Pioniere haben den Boden für eine Generation von jungen Winzern bereitet, die nach und nach die elterlichen Betriebe übernehmen und diese zum Teil gehörig auf den Kopf stellen. So auch geschehen beim Weingut Thörle im rheinhessischen Saulheim, etwa 20km südlich von Mainz. Die Familie Thörle ist schon seit dem 17. Jahrhundert in Saulheim und im dortigen Weinbau tätig. 1985 machten Uta und Rudolf Thörle aus dem landwirtschaftlichen Mischbetrieb einen reinen Weinbaubetrieb mit Direktvermarktung. Recht bald war klar, dass der ältere Sohn Johannes vom Winzervirus gepackt war; er stieg nach Erfahrungen in Südafrika und bei renommierten deutschen Winzern 2006 im Weingut der Eltern ein. Auch Sohn Johannes, studierter Wirtschaftsinformatiker und Unternehmensberater, war in die Geschehnisse involviert; er machte 2011 den Sprung in den Betrieb. Heute kümmert er sich um Marketing und Export, Johannes ist für den Keller zuständig. Die Eltern arbeiten nach wie vor auf dem Weingut. Die Anfangsjahre der jungen Generation waren voller Veränderungen. Als sie damals in den Sommermonaten mit der grünen Lese begannen, um den Ertrag zu reduzieren, schüttelten die Nachbarn noch den Kopf. Sie setzten voll auf Qualität und erhöhten die Preise für ihre Produkte. Auch der Vater war zunächst skeptisch, ließ sich dann aber von Qualität und dem dennoch gut laufenden Verkauf der Weine überzeugen. Viele Investitionen folgten, Weinberge wurden hinzugekauft in den Lagen Hölle, Schlossberg und Probstey.

Vor allem auf alte Reben hatten es die Brüder abgesehen. Mittlerweile beträgt die Anbaufläche 19 Hektar, die stark parzelliert auf den nicht flurbereinigten Hügeln um Saulheim liegen. Die Böden sind sehr kalkhaltig, was den Weinen eine Würze und Mineralität verleiht, ja fast einen salzigen Ton in die Weine bringt. Es handelt sich in den Thörle-Weinbergen um kalkigen Lehm, Kalkmergel mit Eisenoxiden und Kalkschotter mit Meeressand aus vergangenen Zeiten. Die Brüder konzentrieren sich auf wenige Rebsorten, der Fokus liegt ganz klar auf Riesling, den Burgundersorten und etwa 15% Silvaner in den Weinbergen. Auch stilistisch hat Johannes die Richtung verändert. Neben der grünen Lese, wird heute mehr Handarbeit eingesetzt, die Weine vergären spontan und die Maischestandzeit hat sich verlängert. Aus Respekt vor dem Produkt und der Natur setzen die Brüder auf einen biologischen Weinbau, mit Tendenzen zur Biodynamik. Johannes Thörle ist erfüllt von seinem Beruf: „Wein ist nicht nur eine Produktion,“ meint er, „sondern etwas, das man mit Leidenschaft trinken und sich damit selbst verwirklichen kann.“ Obwohl hierzulande eher für ihre Rieslinge bekannt, machten vor allem die Spätburgunder von Thörle international Furore. Im Jahr 2011 organisierte das Deutsche Weininstitut eine Verkostung in London, bei der die deutschen Spätburgunder gegen Weine derselben Rebsorte aus der ganzen Welt antraten, unter anderem aus den Oregon, Burgund, Australien, Südafrika, Kalifornien und Chile. Obwohl der erste Preis an den Spätburgunder aus Oregon ging, fanden sich doch sieben(!) deutsche Weine unter den Top Ten der Verkostung. Ganz vorne mit dabei war das Weingut Thörle als bestplatzierter deutscher Spätburgunder. Die positive Presse und die unermüdliche Schaffenskraft der Familie Thörle führte auch zu einer drei Trauben - Wertung im Weinführer Gault Millau innerhalb von wenigen Jahren. Für uns ist das Weingut Thörle einer der Aufsteiger der vergangenen Jahre und wir werden sicher noch viel von den beiden Brüdern hören. Falstaff Wein Guide Deutschland 2021 *Die Weine von Christoph und Johannes Thörle sind keine Geheimtipps mehr – dafür sind die inzwischen zu bekannt. Tipps sind sie aber schon noch: Auch im neuen Jahrgang balancieren die Brüder mit traumwandlerischer Sicherheit auf dem Grat, Power und Dichte mit Eleganz zu versöhnen. Neben den beiden Lagenrieslingen aus Probstey und Hölle hat es uns dieses Jahr die Chardonnay Réserve angetan, die Holzwürze und aromatisches Potenzial in Einklang bringt. Und ebenso der Spätburgunder aus der Probstey, dessen feines Tannin die passende Grundierung für eine jahrgangstypisch satte Frucht bildet.* Gerhard Eichelmann Deutschlands Weine 2020 *Rudolf und Uta Thörle begannen 1985 mit der Selbstvermarktung, aus dem landwirtschaftlichen Gemischbetrieb wurde nach und nach ein reines Weingut. 2006 haben ihre Söhne Christoph und Johannes den Betrieb übernommen, in seither fokussiert auf Riesling, Silvaner und die Burgundersorten. Ihre Weinberge liegen alle in Saulheim in den Lagen Hölle, Schlossberg und Probstey, wo die Reben auf sehr kalkhaltigen Böden wachsen. Man hat die Umstellung auf biologischen Weinbau begonnen, ein neues Weingut wurde „Am Norenberg“ erbaut. Kollektion Erneut eine ganz starke Kollektion von Christoph und Johannes Thörle. Die Gutsweine sind fruchtbetont und klar, die Ortsweine kraftvoll und zupackend, der druckvolle Saulheimer Riesling gefällt uns besonders gut. Die Réserve-Weine sind kompakt und konzentriert, der Sauvignon Blanc enorm füllig und kraftvoll, der Chardonnay rauchig und würzig, noch jugendlich. Der Silvaner aus der Probstey besitzt Fülle, Saft und Substanz. Drei starke, noch sehr jugendliche Lagen-Rieslinge führen die Kollektion an, die Lagenunterschiede treten klar hervor. Unser Favorit im Jahrgang 2018 ist der Wein aus der Hölle, zeigt gelbe Früchte, Zitrus, ist enorm stoffig, druckvoll und nachhaltig. Der Schlossberg-Riesling ist präzise und zupackend, der Wein aus der Probstey deutlich fülliger und saftiger. Die stimmige süße Riesling-Serie kulminiert in der leicht litschiduftigen, konzentrierten Beerenauslese, der Saulheimer Spätburgunder besticht mit Reintönigkeit.* Falstaff Wein Guide Deutschland 2020 *Wir haben großen Respekt davor, wie die beiden Brüder Christoph und Johannes Thörle den anspruchsvollen Jahrgang 2018 interpretiert und gemeistert haben. Galt es doch, die schnell reifenden Angebote aus den Weinbergen in die passende und niveauvolle Form zu bringen und dabei immer das Maß zu beachten. Wie beim substanzreichen und tiefen Silvaner Probstey – wieder einmal einer der Besten dieser Rebsorte in Rheinhessen – sind die Resultate beeindruckend. Auch die Rieslinge aus den Saulheimer Lagen Schlossberg und Hölle können zur Gebietsspitze zählen. Saulheim in guter Form!* Vinum Weinguide Deutschland 2020 *Nach sechsjähriger Planungs- und Bauzeit konnte Familie Thörle das neue, hochmoderne Weingut mitten in den Reben bei Saulheim mit Blick auf die umliegenden Orte im Juni 2019 eröffnen. Hier werden künftig die Rotweine ausgebaut, hier ist das Flaschenlager, hier soll sich aber vor allem das Weingut mit seinen Produkten präsentieren, die mit 40 Prozent bereits in den Export gehen. Ansonsten sind Handel und Gastronomie die Hauptabnehmer. Den Thörle-Brüdern gelingt ein großer Wurf nach dem anderen. Auch im Jahrgang 2018 gibt es hier keinen schwachen Wein. Vor allem die Rieslinge schneiden großartig ab, wobei Probstey, Schlossberg und Hölle nahezu gleichauf liegen. Der Silvaner aus der Probstey gehört regelmäßig zu den besten dieser Sorte in Rheinhessen. Den Gebrüdern Thörle gelingt es zudem immer besser, die ganze Feinheit des Pinots bei guter Substanz herauszuarbeiten. Dazu kommt, dass sie den Saft ihrer optimal reifen Trauben nicht durch zu viel oder zweitklassiges Holz strapazieren. Von 1985 an haben Rudolf und Uta Thörle in Saulheim ein Weingut geschaffen, das inzwischen zu den Spitzenbetrieben in Rheinhessen zählt, und 2006 haben die Söhne Christoph und Johannes das Ruder übernommen. Das jüngste Sortiment wird von einem feinen Edelsüßen gekrönt: Der Riesling Beerenauslese aus der Probstey zeigt große Konzentration.* Gault & Millau Weinguide Deutschland 2020 *Seit nunmehr 14 Jahren verantworten die Brüder Christoph und Johannes Thörle das traditionsreiche Weingut, das seit dem 17. Jahrhundert in Familienbesitz ist. Wie wir hörten, ließen die Eltern ihren Söhnen bei der Betriebsübergabe 2006 freie Hand, sodass die beiden schalten und walten konnten, wie sie es für richtig hielten. Die Eltern ihrerseits hatten das Gut 1985 übernommen und den landwirtschaftlichen Mischbetrieb vom Fass- auf Flaschenweinproduktion mit Direktvermarktung umgestellt, womit sie das Fundament für diese beeindruckende Entwicklung des Guts legten. Dass die Saulheimer Lagen eine hohe Qualität aufweisen, erkannten aber schon die Klöster St. Maria zu Mainz, Eberbach und St. Peter – die Lagenbezeichnung „Probstey“ zeigt die klerikale Verbundenheit mit den Weinbergen. Anders verhält es sich bei der „Hölle“, womit hier keineswegs der christliche Schreckensort der ewigen Verdammnis gemeint ist, sondern ein leicht geneigter Abhang, abgeleitet vom mittelalterlichen Wort „Halde“. Lagen, die so bezeichnet werden, finden sich meist an windgeschützten Abhängen und sind deshalb in der Regel wärmer als andere. Das trifft auch auf Saulheim zu, ein Weindorf auf halber Strecke zwischen Mainz und Bad Kreuznach, ist aber nur einer der Gründe, warum der Thörle Spätburgunder Hölle ein so außergewöhnlicher Wein ist. Eine größere Rolle spielt, dass die Brüder wahnsinnig talentierte Winzer sind, wobei sich Johannes – übrigens ein studierter Weinbetriebswirt, der unter anderem Praktikant im Westhofener Weingut Wittmann war – als Önologe und Kellermeister verdient macht, während sich der jüngere Bruder Christoph, studierter Wirtschaftsinformatiker, um Vertrieb und Marketing kümmert. Die Fokussierung auf Riesling, Silvaner und die Burgundersorten hilft bei dem Ziel, ganz vorn mitzuspielen. Die Brüder Thörle betreiben rigides Qualitätsmanagement mit den bekannten Parametern: Zwischenbegrünung, natürliche Düngung mit Trester und Mist, Ertragsreduktion, Lese von Hand, klug bemessene Maischestandzeiten, Weinbergshefen und Autolyse. Die Kombination aus Winzertalent und den Toplagen Schlossberg, Probstey und Hölle sind also das Erfolgsrezept von Christoph und Johannes Thörle. Ihre Weine sind geprägt von der Mineralität und Eleganz des nördlichen Rheinhessen. Erneut erfreuen uns die Thörles mit einer erstklassigen Kollektion an wunderbaren Weinen, die handwerkliches Know-how ebenso wie Lagenidentität offenbaren. Zwar schören die Brüder auf „kontrolliertes Nichtstun“ im Keller, doch auch lange Maischestandzeiten, die Arbeit mit den natürlich vorkommenden Weinbergshefen und der intelligente Fasseinsatz, der die Thörle-Weine jedes Jahr auszeichnet, machen Arbeit und erfordern alljährlich viel Konzentration. Hier zeigte vor allem der 2018er Chardonnay Barrique, was für ein großartiges Potenzial in diesem Weingut steckt. Und der Ortswein Saulheimer Riesling ist ein großartiger Vertreter seiner Art mit sehr gutem Preis-Genuss-Verhältnis: Die Säure ist auf dem Punkt, der Wein ist unendlich lang und hat ein gutes Reifepotenzial. Die Weißen weckten unsere Neugier auf die 2018er Spätburgunder, die wir erst nächstes Jahr präsentiert bekommen: Was haben die Thörles wohl bei den Roten aus diesem heißen Jahrgang gemacht? Im Juni 2019 haben die Brüder ihr neues Weingut mit modernem Verkostungsraum und Barriquelager eröffnet. Die 2019er Rotweine werden also schon unter neuen Bedingungen erzeugt, worauf wir natürlich ebenfalls sehr gespannt sind.* Falstaff Wein Guide Deutschland 2019 *Christoph und Johannes Thörle tüfteln weiter an ihrer Erfolgsformel, die gute Substanz und große Finesse mit feinfühligem Holzeinsatz kombiniert. Die Ergebnisse sind überzeugend und sogar überragend wie beim Spätburgunder oder dem Silvaner Probstey, der in Rheinhessen seinesgleichen sucht und sich mit den besten Vertretern dieser Rebsorte messen kann. Ein Jammer, dass sich Silvaner im Hügelland auf dem Rückzug befindet. Bemerkenswert ist, dass die Brüder Weine vinifizieren, die nicht auf den schnellen Effekt aus sind, sondern großes Reifepotenzial besitzen.* Gault & Millau Weinguide Deutschland 2019 *Im Jahr 2006 haben Christoph und Johannes Thörle die Verantwortung auf dem Weingut im rheinhessischen Hügelland von ihren Eltern übergeben bekommen und setzen damit die bereits im 17. Jahrhundert begründete Familientradition fort. Dabei funktioniert die innerfamiliäre Arbeitsteilung sehr gut. Der studierte Weinbetriebswirt Johannes ist der „Weinmann“, Wirtschaftsinformatiker Christoph kümmert sich um Marketing und Vertrieb. In den letzten sechs Jahren haben die beiden den Familienbetrieb rigoros auf Qualität getrimmt und erstaunlich schnell in die absolute Spitze geführt – und damit meinen wir nicht nur Rheinhessen. Aber genau das war ja das Ziel: „Wir wollen im Zirkus der besten Weingüter mitspielen“, erklären die Brüder. Wobei uns der Begriff „Zirkus“ in diesem Zusammenhang besonders gut gefällt… Aber was machen die Thörles anders als viele Winzer, die ja häufig auch den Wunsch haben, nach ganz oben zu kommen? Nun, zum einen konzentrieren sie sich auf das, was sie besonders gut können: die Klassiker. Riesling selbstverständlich, dazu Silvaner (schließlich sind wir in Rheinhessen) und die Burgundersorten. Dazu penible Arbeit im Weinberg, Pferdemist und Trester statt Kunstdünger, Dauerbegrünung der Parzellen, Ertragsreduzierung und selektive Lese per Hand. Und im Keller „kontrolliertes Nichtstun“, wie die Thörle-Brüder es nennen. Das ist natürlich nicht ganz richtig, denn ein bisschen Kellerarbeit ist schon auch nötig. Lange Maischestandzeiten und Vergärung mit wilden Weinbergshefen sind nur zwei Stichworte. Auch der verstärkte Einsatz von Holzfässern (Stück- und Halbstückfässer aus der Pfälzer Eiche, 500-Liter-Tonneaux und klassische Barriques aus französischer Eiche) wirkt sich positiv auf die Qualitäten sowohl der Rot- als auch der Weißweine aus. „Innovative Technologien“ sucht man allerdings vergebens. Hier setzt man auf die Natur. Natürlich hilft es bei diesem konsequenten Qualitätsansatz, dass auch das Lagenportfolio passt: Das Weingut besitzt Rebberge in den Saulheimer Toplagen Schlossberg, Probstey und Hölle. Diese zeichnen sich unter anderem durch einen besonders hohen Kalkanteil (bis zu 35 Prozent) aus. Das Ergebnis dieser Kombination aus Natur und Handarbeit ist eine makellose Kollektion ohne jede Schwäche, die in jeder Kategorie glänzt. Angefangen beim einfachen Gutsriesling, der so manchen Lagenwein der Mitbewerber in den Schatten stellt, bis hin zur superkonzentrierten Beerenauslese, die sich uneingeschränkt mit jedem Süßwein auf diesem Planeten messen kann. Insbesondere die Rieslinge glänzen durch eine fast salzige Mineralität und eine intensive Frucht. Aber auch jenseits des Rieslings gehört jeder einzelne Wein der Thörle-Kollektion zu den Klassenbesten, egal, ob die beiden Réserves (ein cremig-eleganter Chardonnay und ein superber Sauvignon Blanc á la Bordelaise), der hochkarätige Silvaner aus der Probstey oder die hochfeinen 2016er Spätburgunder im burgundischen Pinot-Noir-Stil. Kein Wunder, dass Thörle-Weine mit diesen Qualitäten weltweit in aller Munde sind. Auch in manchem hochprominenten: Queen Elizabeth II. höchstselbst bekam bei ihrem letzten Deutschland-Besuch 2015 beim Staatsbankett von Bundespräsident Joachim Gauck die 2014er Thörle Chardonnay Réserve ausgeschenkt! Damit die Entwicklung des Weinguts auch weiterhin in die richtige Richtung geht, investieren die Brüder kräftig: Im Jahr 2019 wird am östlichen Hangende der Saulheimer Hölle ein neues Weingut mit Vinothek und Barriquelager (für die Spätburgunder-Erzeugung) eröffnet.* Gerhard Eichelmann Deutschlands Weine 2019 *Rudolf und Uta Thörle begannen 1985 mit der Selbstvermarktung, aus dem landwirtschaftlichen Gemischtbetrieb wurde nach und nach ein reines Weingut. 2006 haben ihre Söhne Christoph und Johannes den Betrieb übernommen, ihn seither fokussiert auf Riesling, Silvaner und die Burgundersorten. Ihre Weinberge liegen alle in Saulheim in den Lagen Hölle, Schlossberg und Probstey, wo die Reben auf sehr kalkhaltigen Böden wachsen. Kollektion Mit dem neuen Jahrgang bestätigen Christoph und Johannes Thörle die starke Leistung des Vorjahres. Die Gutsweine sind frisch und klar, Die Ortsweine haben Substanz, der aggressiv-puristische Riesling gefällt uns besonders gut. Der Reserve-Chardonnay besitzt gute Struktur und Frische, der rauchige Reserve-Sauvignon Blanc ist klar und konzentriert. Der Probstey-Silvaner ist konzentriert, derzeit noch sehr vom Holz geprägt. Hervorragend sind alle drei Lagen-Rieslinge: Probstey salzig, mineralisch, präzise, nachhaltig, Hölle fülliger, aber ebenso präzise und frisch, Schlossberg druckvoller, dezent mineralisch. Auch auf edelsüß verstehen sich die Brüder, wie insbesondere die faszinierend reintönige Beerenauslese beweist. Stark sind auch die Rotweine, alle sehr tanninbetont, noch jugendlich, wir sehen derzeit den kraftvollen Probstey knapp vor dem allzu tanninbetonten Hölle-Wein. Weiter im Aufwind!: Vinum Weinguide Deutschland 2019 *Den Thörle-Brüdern in Saulheim scheinen Jahrgangsschwankungen unbekannt zu sein. Die Weißweine aus 2017 sind großartig, die Rotweine aus 2016 von außergewöhnlichem Format. Bei den Weißweinen gibt es nicht die geringste Schwäche, egal welche Sorte man probiert. Die Rieslinge sind alle mit einer Zitrusnote ausgestattet, bei den Lagenweinen treten komplexe Kräuteraromen hinzu. Der Silvaner aus der Lage Probstey gehört zur Spitze dieser Sorte im Gebiet. Die Reserveweine sind hier eine Bank: der Sauvignon Blanc komplex, der Chardonnay präzise und mit gutem Zug. Die beiden 2016er Spätburgunder reihen sich in die absolute Gebietsspitze ein. Die Hölle zeigt packende Kirschfrucht, die Probstey bewegt ich qualitativ auf gleichem Level. Den Gebrüdern Thörle gelingt es immer besser, die ganze Feinheit des Pinots bei guter Substanz herauszuarbeiten. Dazu kommt, dass sie den Saft ihrer optimal reifen Trauben nicht durch zu viel oder zweitklassiges Holz strapazieren. Dabei helfen ihre guten Beziehungen zu erstklassigen Fassmachern in Burgund. Von 1985 an haben Rudolf und Uta Thörle in Saulheim ein Weingut geschaffen, das inzwischen zu den Spitzenbetrieben in Rheinhessen zählt, und 2006 haben die Söhne Christoph und Johannes das Ruder übernommen.*

  • gegründet:
    17. Jahrhundert
  • bewirtschaftete Fläche:
    19ha
  • Mitgliedschaft/Verbände:
    Message in a bottle
  • Kellermeister/-in:
    Christoph und Johannes Thörle
  • Besitzer:
    Christoph und Johannes Thörle
  • Webseite
    www.thoerle-wein.de
Angebote dieses Erzeugers:

2020 Weingut Thörle - Saulheimer Weissburgunder Kalkstein QbA

14,30

2019 Weingut Thörle - Sauvignon Blanc QbA

9,90

2019 Weingut Thörle - Saulheimer Probstey Silvaner QbA

22,25

2020 Weingut Thörle - Saulheimer Hölle Riesling QbA

30,45

2019 Weingut Thörle - Spätburgunder Probstey QbA

37,15

2020 Weingut Thörle - Chardonnay Reserve QbA

23,80