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Durbacher Winzergenossenschaft

Nachtweide 2, 77770, Durbach, D

Das Weinbaugebiet Baden, das sich etwa von Mannheim südwärts bis nach Lörrach zieht, gilt als die wärmste Region Deutschlands. Etwa in der Mitte des Weinbaugebietes liegt die Ortenau, eine Landschaft, die vom Wein-und Obstbau geprägt ist. Die Stadt Offenburg ist sozusagen die Metropole der Ortenau und deren wirtschaftliches und kulturelles Zentrum. Etwas nördlich von Offenburg liegt der kleine Weinort Durbach, eng in das Durbachtal geschmiegt, dass der gleichnamige Fluss geformt hat. Das Durbachtal ist etwa 12 Kilometer lang und nur 3 Kilometer breit (Luftlinie). Die Hänge sind steil und fast ausschließlich mit Weinreben bepflanzt. Durch seine günstige geografische Lage, sind die Reben im Tal vor kalten Winden geschützt und genießen eine sehr vorteilhafte Sonneneinstrahlung, die von den Granitverwitterungsböden lange gespeichert wird. Neben einigen namhaften Winzern in Durbach, man denke nur an Andreas Laible, spielt die Winzergenossenschaft Durbach eine große Rolle im Ort. Die Genossenschaft besteht seit 1928 und hat über 300 Mitglieder, von denen ein Großteil als Haupterwerbswinzer tätig ist. Zwar sinkt die Zahl der Mitglieder in den letzten Jahren leicht, aber auch hier ist der Trend zu beobachten, dass stattdessen die Betriebe immer größer werden. Wobei „Größe“ relativ zu sehen ist, schon 10 Hektar bilden in Durbach einen eher großen Betrieb. Die Mitglieder bewirtschaften fast ausschließlich Steillagen mit 70-80% Hangneigung. Bei solchen Bedingungen muss viel Arbeit von Hand erbracht werden, da Maschinen am Steilhang an ihre Grenzen stoßen. Die Weinlese erfolgt ebenfalls von Hand. Die Genossenschaft kann auf so bekannte Lagen wie den Klingelberg und Plauelrain zurückgreifen, aber auch vom Kochberg, Steinberg und Ölberg kommen Trauben zur Kelter. Die Weine aus Durbach genießen einen guten Ruf und sind im Preis-Leistungsverhältnis stimmig. Nicht zuletzt deshalb konnte die Genossenschaft im Geschäftsjahr 2016/17 ihren Umsatz um 3,3% auf 11,92 Millionen steigern. Ein interessanter Fakt ist, dass ganze 14% des Umsatzes allein mit Sekt und Secco gestemmt werden, was ein relativ hoher Anteil ist. Der Spätburgunder dominiert die Weinberge, der für die Sektcuvée, den Rosé und für den sortenreinen Ausbau verwendet wird, mit 44% (Stand 2018). Der Anteil an Spätburgunder ist in den letzten Jahren leicht angestiegen. Es folgen 29% Riesling, 9% Müller-Thurgau, 8% Grauburgunder, 3% Traminer und kleinen Anteilen an Scheurebe, Gewürztraminer und Chardonnay.

Vinum Weinguide Deutschland 2021 *Die meisten Rebflächen der Genossen sind steil und felsig, deshalb nennen sie sich „die Steillagenspezialisten“. Die 230 Mitglieder der Winzergenossenschaft in Durbach bearbeiten stattliche 340 Hektar, damit ist sie die größte in Baden. Das groß auch gut heißen kann, beweist sie bereits mit ihrem Grauburgunder in der Literflasche. Das ist schlicht unverkopfter Spaß im Glas – für jeden, der es nicht knalltrocken mag. Auch die anderen Weißweine bestechen vor allem durch eins: durch Trinkigkeit. Besonders erwähnt sei der Riesling aus dem Steinberg. Er vereint Kraft und Finesse auf sehr schöne Weise. Den Sauvignon Blanc sollte man ebenfalls unbedingt mal probieren, das ist ein kraftvoller, aber niemals lauter Wein. Freunde kraftvoller Rotweine kommen beim Cabernet Sauvignon voll auf ihre Kosten. Dieser Wein zeigt, dass auch diese Rebsorte hierzulande inzwischen exzellente Weine ergeben kann – und das ist gerade mal ein Ortswein. Bei den Süßweinen beweisen die Genossen wie in den vergangenen Jahren ein feines Händchen. Eine astreine Kollektion!* Gault & Millau Weinguide Baden & Württemberg 2021 *Rain ist das alemannische Wort für Abhang, und damit steht der Durbacher Plauelrain richtig in der Reihe der Lagen Ölberg, Kochberg und Steinberg. Hauptsache Berg. Steillagen sind der Stolz der rund 230 Winzer, die auf 335 Hektar Klingelberger (wie hier der Riesling heißt), Clevner (bekannt als Traminer) und Spätburgunder angebaut haben. Mehr als 40 Prozent der Rebfläche sind mit Spätburgunder, knapp 30 Prozent mit Riesling bepflanzt. Der Muskateller-Weinberg in der Lage Steinberg wurde neu bestockt, sodass dieser Bukettwein erst 2022 wieder probiert werden kann.* Gerhard Eichelmann Deutschlands Weine 2020 *Die Durbacher Winzergenossenschaft wurde 1928 gegründet. Die Weinberge liegen in den Durbacher Lagen Ölberg, Plauelrain, Kochberg und Steinberg, die Reben wachsen auf Gneis und Granitverwitterungsböden. Der Steinberg, früher im Besitz des Staatsweingutes, wird als Premiumlage der Genossenschaft in einer eigenen Weinlinie herausgestellt. Viele der 235 Genossenschaftsmitglieder sind Vollerwerbswinzer. 43 Prozent der Weinberge der Mitglieder der Durbacher Winzergenossenschaft nimmt Spätburgunder ein, ein gutes Viertel Riesling. Es folgen Müller-Thurgau, Grauburgunder, Traminer und Gewürztraminer, aber auch Scheurebe, Weißburgunder, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Muskateller, Cabernet Sauvignon und Cabernet Dorio werden angebaut. Die Weißweine werden im Edelstahl ausgebaut, Rotweine auch in großen und kleinen Eichenholzfässern. Edelbrände und Liköre ergänzen das Sortiment. Kollektion Wie in den Vorjahren führt ein edelsüßer Wein die Kollektion an: Die Scheurebe Beerenauslese aus dem Steinberg zeigt süße Aprikosen im Bouquet, ein wenig Litschi, ist süß und konzentriert, herrlich reintönig bei viel Substanz. Auch sonst ist man im süßen Segment gut aufgestellt, die duftige Riesling Auslese besitzt Substanz und Harmonie wie auch die litschiduftige Gewürztraminer Auslese, die Gewürztraminer Spätlese ist reintönig und saftig. Unter den trockenen Weißweinen gefällt uns der Sauvignon Blanc am besten, er ist füllig und saftig, besitzt reife Frucht und Substanz. Gewürztraminer überzeugt auch als trockene Spätlese mit Rosenduft und reifer Frucht, der Weißburgunder ist konzentriert, saftig und süß. Auch der rote Teil der Kollektion überzeugt: Der Pinot Noir ist geradlinig und klar, die trockene Spätburgunder Spätlese aus dem Kochberg von Gewürz- und Toastnoten geprägt, unser Favorit ist die vanilleduftige Steinberg-Cuvée, kraftvoll, konzentriert, tanninbetont, sehr jugendlich.* Vinum Weinguide Deutschland 2020 *Im Jahrgang 2018 spielt in dieser Genossenschaft in der Ortenau vor allem der Riesling flott auf. Schon der Liter kann hier eine Bank sein, diesmal fällt er saftig und fruchtig aus, ein erstklassiger Alltagstropfen. Die trockene Spätlese aus dem Plauelrain bringt gelbe Früchte ins Glas und ist dabei recht kräftig ausgefallen. An der Spitze steht wieder einmal der Steinberg mit seiner mineralischen Würze und dem deutlichen Anklang frischer Kräuter. Die Winzergenossenschaft in Durbach bewirtschaftet mit 230 Mitgliedern stattliche 340 Hektar und ist damit die größte Genossenschaft Badens. Da die meisten Rebflächen steil und felsig sind, nennen sie sich selbst >>sie Steillagen-Spezialisten

  • gegründet:
    1928
  • bewirtschaftete Fläche:
    340 Hektar
  • Kellermeister/-in:
    Rüdiger Nilles
  • Besitzer:
    ~ 300 Mitgliedswinzer
  • Webseite
    www.durbacher.de
Angebote dieses Erzeugers:

2020 Winzergenossenschaft Durbach - Durbacher Müller-Thurgau QbA süffig

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2020 Winzergenossenschaft Durbach - Weissherbst QbA halbtrocken 1,0 l

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2019 Winzergenossenschaft Durbach - Spätburgunder QbA 1,0 l süffig

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2020 Winzergenossenschaft Durbach - Durbacher Klingelberger Riesling trocken 1,0 l

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